Band 
Zweyter Theil [5].
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5038
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§oz8 Wenzel.

wo er anfangs! sehr wohl aufgenommen ward/und einen Platfond im Flemmingischen Pallastemalte, dann aber, durch die Ungunst des Grafenvon Wackerbarth, und die (wie wir glauben wirklich vorzüglichern) Verdienste von Silvestre, und be-sonders von Pellegrini ausgestochen wurde. Auchsoll er aus Verdruß hierüber sein frühes Ziel er-reicht haben. Verschiedenes hat w. selbst inKupfer geetzt. Nach seiner Zeichnung dann sinddie mehrern Titelblätter des Tealrum Europäumgestochen. Don Bildnissen kennt man nach ihm,z. B- von Desrochers das Bildniß Friedrich I.von Preußen, und von Tscherning dasjenige desGrafen Casimir von Wartenberg. — Noch bemerktuns so eben einer unsrer Kunstfreunde über ihn:»Bey Anzeige seines 1729 zu Dresden erfolgtenAbsterbens giebt man ihm den Titel als Hofmaler vonHessen-Cassel . Bern Dresdnischer Merk-würdigkeiten, Jahrg. 1729. Januar. Wir ken-nen ein von ihm artig in gr. Fol. radirtcs Blattauf die Zusammenkunft der drei Friedriche, Königevon Pohlen, Dänemark und Preußen zu Berlin 1709, mit der Unterschrift: ^u^n^isimo keßumkrillericoruml'ernario. Anderwärts nennt manauch noch ein solches Blatt in 8°. radirt: DieMaria welche das Jesuskind betrachtet, über ih-nen der H. Geist und Gott der Vater. Nach ihmsollen gearbeitet haben: I. C. Boecklin, Desrochers,I Tscherning (den schon genannten Grafen vonWartenberg 4°.), I. G- Wolfgang (z. B. denKunstgießer Joh.Jacobi, gr.Fol., einen Comkoir-Calender auf 1708 rc.).

^Wenzel (Johann Friedrich ), der Sohn,welcher iin Lex. unter dem Art. seines vorstehndenVaters erscheint. Derselbe ward geb. zu Berlin 1709 und st. 1782. Mensel l.II.

— — (Johann Georg). Ein solcher wirdbey Mensel II. sehr wahrscheinlich mit dem vor-stehnden Zoh. Fried. Wenzel dem Sohne ver-wechselt, und dort lediglich sein erwähntes Todes-jahr -782 angegeben.

— — — — wurde um 1760 Hofmäurer-meister des Herzogs von Weimar zu Jena . Seingleichnamiger Sohn, geb. zu Jena 1774, studirtevon 179^ an die Architektur bey dem Hofbau-meistcr Hölzer zu Dresden , und ging dann infeine Vaterstadt zurück, ^c.

— — — — Universitätsmaler zu Göttingen17Z9. Das itzt lebende Görrrngen 17Z9.Das. 8 °. S. 24.

— — — — aus Görlitz in der Lausitz ge-bürtig , war Fürstl. Eisenachischer Hofmaler. In1721 bemalte er die Kirche in der Ruhl im Her-zogthum Gotha für 45 « Thlr. GorhaischerLirchen- und Schulstaar. TH.Il- St. 7. S. 16.

— — (Johann Gottfried ), lebte noch 1818als Notenstecher und Kupferdrucker zu Dresden ,gab sich aber auch mit dem Schrift- und Kupfer-stechen in Zinn, Kupfer und andern Metallen ab.So etzte er z. B. Risse zu Friedr. Ludw.Lster s Un-terricht in der Kriegsbaukunst. Dresden 1787 ff.40.nach des Verfassers Zeichnungen; in 1796 gaber den Grundriß von Dresden zu Kläbens Dresd-ner - Wegweiser; dann allerhand jämmerlicheDinge zu dem Pirnaer, Kalender auf 1812.

— — (Matthäus), s. oben den Art. Paul,Stadtbaumeister zu Brandenburg .

— — (Maximilian), ein angehnder Lehrlingder Akademie zu Dresden 1814, wo er noch beydem Unterlehrer Toscani zeichnete. Auf der dor-tigen Ausstellung gedachten Jahres fanden sichzwey Kopien in schwarze Kreide von ihm; näm-lich ein Prometheus nach Hutin, und eine TaufeChristi nach Bergler. M-c.

Wenzeky.

Wenzel (Moritz Ludwig). Der Sohn einesHofraths, geb. zu Dresden 178b. Studierte dieMalerey bey Schönau von 1802 bis 180Z, danndie Architektur bey dem Hofbaumeister Hölzer,fing i8n an sich praktisch als Mäurer zu üben,und wollte später sich weiter auf der Akade-mie seiner Vaterstadt zum Architekten ausbilden.Auf der Ausstellung 1802 zeigte er einen Kopf Ju-piters nach der Antike; 180Z Zeichnungen in Kreideund Sepie nach G.Carracci; 1804 ein herrschaft-liches Gartenwohngebäude; 180b ein herrschaft-liches großes Gartengebäude; 1807 ein großesherrschaftliches Lustgebäude; 1808 ein fürstlichesLandschloß mit einer großen Vorlage ionischer Säu-len, in Grund - und Aufriß; 1810 ein'großesBelvedere mit ionischen Säulen.

— — (Therese). Von einer solchen sah manauf der Ausstellung zu Dresden r8i» Okstfcüchteaus Wachs gefertigt.

— — (Wilhelm), zu Dresden 1811, wo ersich mit dem Unterricht im Militair- und Berg-bau, so wie im Zeichnen und der Mathematikabgab. Daneben beschäftigte er sich mit demZeichnen von Strick- und Stickmustern; er gabauch dergleichen bey der Berger'schen Buch- undKunsthandlung zu Dresden in Kupferstich heraus.Auf der Dresdner -Ausstellung 1810 sah man vonihm eine Ansicht der auf dem Gräflich Einstedel'-schen Eisenwerke zuMückenberg befindlichenDampf-Maschine. Mrc.

— — ( ), ein aus Großschönau bey Zir-

ka» gebürtiger Damastweber, der um 1772 beySchönau zu Dresden die Malerei studierte, umsich zum Musterzeichner für die Damastfabrikenseines Geburtsorts zu bilden, und dieserwegenauch eine landesherrliche Unterstützung erhielt. Umdamalige Zeit radirte er flüchtig auf Maler-Artein Blatt in 4°, was drei Köpfe (eines Knaben,eines Mannes und eines Mädchens) zeigt. Ver-muthlich gmg er (der etwa der Vater des obigenGorrlob Michael w. war) sodann nach Groß-schönau zurück. F

— — Magister, Steinmetz zu Prag , führte1476 den hohen Thurm beym Königshofe, derjetzt unter dem Namen Pulverthurm bekannt ist,bis an die Fenster auf. Dlabacz. Mehreres vonihm findet sich in Weleslawina's (böhmischgeschriebenem) historischen Kalender.

— — So heißt bey Dkabacz, ganz ohneWeiteres, ein Böhmischer Maler, von dessen Handein schönes Vesperbild zu Töplitz anzutreffen sey.Lauf. Scheller's Topographie des Leirme-

ritzersBreise« S. 106.

— — ( ). In Fuhrmann'« Beschrei-

bung von Wien III. 118. heißt es, daß sichin der Kunstkammer zu Wien eine Violine vonSchildkröt befindet, die der »böhmischeWenzel"verfertigte und 1749 für Zoo Dukaten hierher ver-kaufte.

wenzelin ( ), die Gattin eines Beckerszu Cassel . Von ihr heißt es in Mensel'sMiscell. XXIX. S. 3 oi. um 1786. »HerrSchröder, Hofmaler in Braunschweig , lernte beyseiner Reife durch Kassel die Frau kennen, dieblos durch ihr angebornes feines Gefühl eineachte antike Statue von einer modernen unter-scheidet, und dem Kolorit eines Gemäldes ansieht,ob es natürlich oder manierirt sey"?!

wenzely (A. von), Hofbuchhalterei-Rait-officier in Baudepartement (zu Wien ?) 179»,zeichnete eine Karte von Tyrol u. a. dergl. zu demgroßen von Schrämbl in Wien hccausgegebnenAklaS.