Band 
Zweyter Theil [5].
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5053
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.Werner,

Werner.

zu kontinukren und auszuführen. Für alles die-ses wurden ihm 1000 Rthir. zugesags, danebenward ihm freygestellt, Privatinformatlon zu hal-ten, und sich dafür bezahlen zu lassen *). Auchward er in seiner Bestallung, nebst dem Churfür-sten, an den Freyherrn von Dunkelmann, (seineneigentlichen Patron) verwiesen. Nachher wurdenihm 400 Rthlr. zugelegt, die nach seiner Abreiseseinem Sohne Christoph Joseph gegeben wurden.In I7«4 hatte er viel Streit über eine Anzahl Königl.Malereyen, die durch ihn und seine Leute repa-rirt, und mit einem Firnisse überzogen worden,der von Kennern den Gemälden für schädlich ge-halten ward. Um 1706 gieng er nach seinem Va-terlands zurück, wo er 1710 starb. Er genoß aberfeinen ganzen Gehalt bis an seinen Tod **),und seine Wittwe genoß noch das damals gewöhn-liche Gnadenvierteljahr bis Reminiscere 1711«.—Noch heißt es bey Heinecke I. 93. „Daß w.erst nach.Schlüker's Abreise aus Berlin , der dor-tigen Akademie Director geworden, und die Sta-tuten und gänzliche Einrichtung derselben in beßereOrdnung zu bringen sich bemühet hat. Diese Aka-demie war 189h errichtet, und die allererste inDeutschland «. Ferner: «Werner hatte vieleschöne Handzeichnungen und Kunsisachen mit nachBerlin gebracht, welche er aber der betrübtenUmstände halber, worein er gerieth, theils ver-setzen, theils verkaufen mußte, und die noch hinund wieder in Berlin zerstreut gefunden werden«.Auf dem Bernerschen ersten Kunstsalon 1804hatte man das Andenken an diesen berühmtenMitbürger dadurch sehr lebhaft erneuert, da vonihm verschiedene Bilder aus dortigen Privatgalerienaufgestellt wurden. So z. B. ein allegorischesOel-gemäld: Die Gerechtigkeit 8 " br. 4^ 6" hoch.Dann Phaeton's Fall; die beschützte Unschuld;die von den Meergöttern beschenkte Venus; undendlich ein Todtgewild-Stück. Eine nähere Be-schreibung und fast durchaus belobende Beurthei-lung derselben s. in Meusel's Arch. I. (4.)40—42. Oixi. Füßlil. 260—80. Aeujahrsstückder Runstlergesellschafr in Zürch . 4 °. 8o5. —rJicolai. Mre.

* Werner (Joseph), stauch oben ChristophJoseph Werner.

* —- — (J.B.). So findet man aufKupfernden Namen Friedrich Bernhard Werner '« ver-siochen; wie z. B. auf einem Prospekte von Halleim Magdeburgischen, (kkc.

* — — (J.G ), ein irriger Name für den äl-tern Joseph Werner ; vergl. oben dessen Artickel.

— — (Lorenz) von Jena , erlernte die Gold-schmiedskunst zu Leipzig . Er erhielt seiner Armuthwegen, als er 1641 als Geselle nach Dresden einwanderte, von der dortigen Goldschmiedsinnungein Almosen von 6 Groschen,

SOZI

* werner (Maria), st oben Anna Werner .

— (Matthias), von Freiberg in Sach-sen ; erscheint i 58 i als Maurermeister zu Wittensberg. Hfrc.

(Paul), unter Joseph Werner imLex. Zu des Joh. Harduin's Opera selecta,Amsteloll. 1709. kol. hat I. Tscherning einigeKopfe reinlich nach ihm gestochen, davon abernur ein einziger die Namen der beyden Künstleran sich tragt. Aus dem obigen Derlagsork, Am-sterdam , muß man aber nicht folgern, als ober sich damals in dortiger Gegend aufgehaltenhabe, da noch andre Berliner-Künstler zu ge-dachtem Buche arbeiteten. Auch Oldenburg gabnach seiner Zeichnung Stücke zu Beger's Ptis-saurus krandenburZicus. III.TH. Fol. Cölln ander Spree -696.

* — — (Peter Paul, gewöhnlich Paul),

unter Joseph Werner im Lex. Geb. zu Nürn-berg iö 89 und hier gest. 177». Er, der den Titelals Hofmedailleur des Markgrafen von Branden-burg-Anspach trug, war nicht allein ein sehrfleißiger Mann, sondern auch ein guter Künstler,selbst noch in seinem spätesten Alter. Indessenfinden wir von ihm schon Schaumünzen mit 1712datirt. Paul besaß ein artiges Kunst- und Natu-ralien Kabinet. Schad'« pinacorhek S. 86.si 5 . Will'« AürnbergischeLNünzbelust,Zun-gen II. isZ. Auf ihn hat I p. Werner 178Zeine Medaille geschnitten, und dann eine andre(diese einseitig) ohne Zahrszahl; so wie man aucheine sehr große von einem Unbekannten poussirteeinseitige Medaille, 8. n. auf ihn hat. ImhofNürnbergisches Mknzkabin. I. Abth.2. S.946.947 - Des Panzer NvrnbergischePortraitei.s 65 . II. 5 i. rubriciren drey Bildnisse von ihm,nämlich von: iV. (?. <lsl. st kaciebst

in kol. (?abrie/ (sM/er pinx. Lr.

sculp. (es giebt auch Drücke davon mit so.«t ex.) In kol. von einem Unbekannten in 4a.geschabt.

— — (Rolefink). Ein solcher, wahrschein-lich ein Künstler, wird bey Heinecke II. im Regi-ster auf S- 9. nachgewiesen, wo wir ihn abernicht auffinden konnten.

— — (Stephan), ein Bildhauer zu Nürn-berg , im Anfang des vorigen Jahrhunderts, vondem man schöne Epitaphien kennt. Trechsel 'sNürnberger Johannis - Lirchhof >735. S. 733.87h. 883 .

— — ( ), ein Steinmetz, dem i 453 der

Rath der ehmaligen freyen Reichsstadt Nordhau-sen in Thüringen ein steinernes Thor zu verfertigenauftrug, an dem er zugleich «die Marter unserslieben Heilands, mit einem Bilde unsrer lieben

lin ganz andere Leute vorhanden. Aber Werners Eitelkeit gieng bis ins kindische. Um sich ein Ansehenzu geben, gab er sich, wie aus seiner Bestallung erhellet, für einen Maler und Bildhauer aus, und ließsich, in einem von ihm erbetenen Schreiben des Churfürsten an die Stadt Bern , vom >4. Jul. 1695,ausdrücklich einen Maler und Bildhauer nennen, ob es gleich unstreitig ist, daß er nie einen Meißel indie Hand genommen hat. N.

Diese Bedingung, die er gewiß selbst angegeben hat, stimmt schlecht zu den hohen Charakter» und Titeln,die er annehmen wollte, und zeigt seine Deokungsart. Doch vielleicht dachte er auch, als er noch in derSchweiz war, es wäre niemand in Berlin , der Unterweisung geben konnte. War nicht noch ,74, einBuchdrucker Simon in Paris , der dem jetztregierenden Könige vorschlug, gegen die geringe Summe voni2o,oo<, Livres, in Berlin eine Buchdruckerey anzulegen, und in einem besondern an den König gerichtetenTraktat den großen Nutzen bewies, den Berlin von Anlegung einer Buchdruckerey haben würde. N.

Dieses verdient, aus den imK.Archive befindlichen Akten, angeführt zu werden, weilZüßli, derLebens-beschreiber und Lobredner Werners, immer zu verstehen giebt, als ob Werner» in Berlin das höchsteUnrecht geschehen sey, da ihm doch auf alle Weise mehr zugestanden worden, als er, besonders in Ver>-gleichung gegen andere trefliche in Berlin befindliche Künstler, verdiente. N