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Westerink.
neben schon gemeldten: Marchetti, A- I. Ossec,I. F. Schor, I. C. Lisca, P. Brandt; Haupt-jachUch aber viele nach dem obenerwähnten G.Lnghers genannt; also alle nach dunkelen Männern;und eben so fast lauter Gegenstände von der dun-kelsten Art. Sehr rühmt Dlabac; ein „pracht-volles" Titelblatt in gr. Fol. welches die Gerech-tigkeit auf dem Throne vorstellt, wie ihr GrafWenzel von Rostitz sein — Buch überreicht; die-ses nach Schor. 1 ) 1 x 1 et Zsivavi etc.
Westerini ( ), ein Poussirer, s. oben
vefterini. Zu St. Petersburg wurde er haupt-sächlich in der Kaisers Baukanzley gebraucht, undgieng von dort ab 1728. Mensel'« Miscel.Heft XI. S. 276.
westerling (Gustav Erich), ein Architekt,der 1787 als Condukteur bey der Oberintendenturzu Stockholm erscheint. H've-'iZn 701^5 oc/rt 7 r'vr/- L'a/eucier' 1797. ütockliolm 16°.
westermann (Joh. Christian) von Dres-den , erlernte dort die Goldschmiedskunst bey Jo-hann C. Günther und Tutzschki von ib 85 —1691.
* westermayr oder westermeyec(Andreas). Derselbe hielt sich eine zeitlang zuPrag und Wien anf, und ließ sich dann zu Egerhaushäblich nieder. Er arbeitete in Miniatur so-wohl, als Landschaften in Wasserfarben. Men-sel l. (1778). Eberders. II. (1789) nennt ihnnicht mehr. Wie erscheint er denn bey Ebend.IV. (1809) noch unter den Lebenden? Liporvsky.
— — — — Sohn des folgenden Joh.Andreas w. ein geschickter Gold - und Silber-arbeiter zu Augsburg wo er 178 . . starb. Erfertigte auch optische Maschinen, Camera s obscu-ra'S u. s. f.
— — (Christiane Henr. Dorothee, gewöhnlichHenriette), die Tochter des Stadtsyndikus Stötzerzu Weimar , dort 1773 geboren; widmete sich aufder Zeichenakademie ihrer Vaterstadt (von der sieauch einen Preiß erhielt) den Künsten, und wurdehierin spater (seit 1792) von ihrem nachmalige»Gatten unterstützt. Sie malte, radirte artig, vor-nehmlich aber zeichnete sie sich im Sticken aus,worin sie auch der Prinzessin Caroline von Wei-mar Unterricht ertheilen mußte. Der Kopf einesRitters den sie 1798 (nach eigener Erfindung)nähte, wurde mit vielem Beyfall aufgenommen.Der Oelmalere» ergab sie sich erst 1802 unter derAnleitung des Rath Kraus, des Malers Jage-mann und ihres (in >8vo erheiratheten) Gatten,des Kupferstechers und Malers Eonr. Wester-mayr. Da der letztere 1806 als Professor nachHanau berufen wurde, so folgte sie ihm 1807dorthin, und half ihm bey seinen vielen Arbeiten.In 181» stickte sie in Seide nach eigener Erfin-dung und Zeichnung eine grdße Composition, diewegen der Künstlichkeit der Arbeit allgemeinesAnflehn erregte; dergestalt daß der Großherzogvon Frankfurt , ihr damaliger Landesherr, sie —mit der goldenen Huldigungsmedaille beehrte.Dieses Stück zeigte eine Ruine, an der man die Büsteihres verstorbenen Vaters und dabey einen großenEichbaum sah; im Vordergründe passende Em-bleme, im Hintergrund eine schöne Landschaft miteinem Wasserfall und Gebirgen. Auch von derregierenden Herzogin von Weimar erhielt sie einegoldene Medaille (auf ihr das Bildniß Wieland'e)für eine allegorische Zeichnung in Sevia, auf dasAbsterben des nun gedachten Schriftstellers. Dieunsere lebte noch 181h (in welchem Jahre sie zumEhrenmitglied der Hanauer - Zcichenakademie er-nannt wurde) an ihres Gatten Seite, kinderlos zu
Westermayr.
Hanau . Von den Arbeiten dieses geschicktenFrauenzimmers bemerken wir noch: s.) Bild-nisse in Gel nach der Lstarur: Sie selbst, wiesie in einer Landschaft zeichnet; den LeibmedikusSchwabe zu Weimar , sich mit der Botanik inseinem Zimmer beschäftigend; den KupferstecherHeinrich Schmidt aus Dresden ; die Wittwe deSbekannten Musikus (?) u. s. f. b.) Eigene Erfin-dungen: Eine Zeichnung in Sepia, welche einMausolaum in einer romantischen Gegend darstellt(auf den Tod des Pfarrers Girard zu Hanau gefertigt); der Sohn des Ulysses zieht aus, umseinen Vater zu suchen, in Aquarell; eine Chari-tas, eben so, u. s. f. Dann viele Landschaften,(aus den Umgebungen von Weimar und Hanau genommen), in Oel, Gouache, Aquarell undSepia, c.) Kopien nach alren Meistern: ZweyMadonnen mit dem Kinde, beyde in Oel nachRaphael; eine solche nebst der H. Elisabeth, nachLeouhacd da Vinci, in Aquarell; Bescheidenheitund Eitelkeit nach demselben, in Sepia; Wallen-stein nach van Dyck; eine vor dem schlafendenKinde knteende Madonna nach Guido, in Oel ;Simeon, der im Tempel das Jesuskind nimmt,»ach F. Bartolomao, in Sepia; eine H. Cacha-rina, nach Carl Maratti in Oel u. s. f. 8.) Ku-pferstiche und radiere Blalrer: Ein Blakt mitzwey Kopsen nach Bossi geetzt; zwey Ansichtenvon Echnepfenthal nach Budeus in Aq. tinka; achtkleine Kalenderkupfer nach Chodowieki radirt (ko-pier?); den Federviehverkänfcr nach Dietrich; dieFelsen bey Eorenlo nach P. Hackert in Aqnatinta,gr. ; sechs Bl. radirte kleinere und größereLandschaften nach Kobel, Kolbe und Schrdker;verschiedene Bl. mit alten und neuen Costümes irrAq. tinta ; sechszehn radirte und gestochene Blät-ter zu BertuchS Bilderbuch für Kinder. Weimar 1792. ff.
westermayr (Conrad), der Sohn des fol-genden Gold- und Silberschmieds Dan. Jacobw. geboren zu Hanau 1760, besuchte die dor-tige Zeichenakademie seit ihrer Stiftung (1772),gewann schon einen Preiß bey derselben, als ernoch nicht 9 Jayre alt war, und spater nach und»ach alle Preiße der verschiedenen Classen. Da diePreißarbeiten für 1782 gefertigt werden sollten,so wollten die andern Zöglinge dieser Akademiesich mit ihm (der nun io Jahre fast täglich aufderselben gezeichnet hatte) nicht gerne messen.AIs Lonrad solches erfuhr, trat er frcywillig ab,um seinen Mitlonkurrenten den Preiß zu lassen.Dieser edle Zug war Ursache, daß der Landgrafvon Hessen befahl, ihm für zwey Jahre jährlich80 st. aus der akademischen Kasse zu reichen; wo-bey auch sein Fleiß und seine Geschicklichkeit ihmAufmunterung von allen Seiten her verschaffte.Unterdessen wollte es der Genius der Zeitund der desOrts, daß es nut dem Metier seines Vaters(was Eonrad anfänglich auch erlernt hatte) nichtmehr recht nach Wunsche gieng, und Mangel indem väterlichen Hause eintrat. Auf einer kleinenReise, die der Sohn nach Frankfurt a. Main ge-gemacht hatte, sah er aus Pergament crayonirteBildnisse (eine Modesache damals); er versuchtesich darin so wie auch nachgehends in der Minia-ture (worin ihm der Farbcnauftrag jedoch schwerfiel, da er solches ohne Anweisung erlernte); manfand seine Bildnisse ähnlich, war mit ihrer Aus-arbeitung zufrieden, und bald gelang es dem Jüng-ling, seine Eltern freudig unterstützen zu können.Ein Bekannter nahm ihn 1782 auf einem Durch-singe durch Holland mir sich; die vielen Kunst-werke, die er hier traf, begeisterten zwar seine Seele,schlugen ihn aber auch nieder, bey dem demüthi-ge» Gefühle seiner selbst. Nach Ende dieses Jah-res rief ihn ein Freund nach Marburg , wo ervieles in Crayon und Miniatur portraitirke unddie Gunst und den belehrenden Umgang des Hof,Z iZ * -