S 072 Weyck.
Er war ein guter Historien- und Bildm'ßmalerund besaß ein schönes der Natur gemäßes Colorit.Kunst-Historie i Danmark af WeinwichS. 92. Ludwig blühte in dem letzten Viertheildes XVII.Jahrhunderts. In den Funeralien desHerzogs von Holstein-Schleswig, Christian Al-brechts (die gr. Fol. 169h zu Schleswig und Kiel gedruckt wurden) findet sich, nach ihm, dasBild-niß dieses Fürsten , das allegorische Titelkupfer(beydes in Fol.), und ein kleineres eingedrucktesKupfer mit drey Brustbildern aus dieser fürstlichenFamilie, die sämmtlich Joh.Friedlein zu Kiel « 6 g 5und 1696 (obwohl der Druck nur mit 1695 datirt)in Kupfer brachte. Auch I. Gole und I. Munikhuysesollen Bildnisse nach ihm gestochen haben.
* weyck (Thomas), s. im Lex. und untenWyck.
*weyde (Roger van der), s. im Lex. undunten Wyde.
*weydmüller( ). Sie hieß JohanneElisabeth, geb. Krüger aus Sorau, und (seit1771.) Mitglied (a.k. Pensionnaire) der Künstler-> Akademie zu Dresden . Dieselbe legte den erstenGrund der Malerey auf Glas bey ihrem Vater,und setzte alsdann diese Kunst durch fleißiges Stu-diren nach der Natur weiter fort. Ihre vorzüg-lichsten auf Glas gemalten Sachen sind Blumenund Frachtstücke. Ehedem malte sie auch Portraireauf Glas. Ihre Werke befinden sich in verschie-denen Gallerten, als zu Mannheim und München .So hieß es schon 1789 bey LNeusel H- Dannaber Ebendas. III. (Th. 3 . S. 181.) weit aus-führlicher: „Ward geb. zu Sorau 1725, wo ihrVater, Rrüger, Hofmaler des Grafen von Prom-nitz war. Nach dem siebenjährigen Krieg verheu-rathcte sie sich mit dem Kursächsischen LieutenantFriede Aug. weydrnüller. In Dresden malte sieverschiedene Stücke für den Hof, z.B. eine Kreutzi-gung Christi, Salomons erstes Gericht, Ahasverus,wie er die Esther begnadigt. Sie gab der ganzenFamilie des Kurfürsten Unterricht im Zeichnen undMalen, und machte mit dem Hofe verschiedeneReisen, besonders nach München , wo sie aucheinen großen Ruf in ihrer Kunst erhielt, und woihre Arbeiten, so wie in Mannheim , in denGallerten aufgestellt wurden. Sie malte nicht nurBlumen, Früchte, Thierstücke, Porträte und hi-storische Stücke auf Glas, sondern trieb auch aufnicht gemeine Art die Seidenmalerey. Sie maltealles mit petrificirten Farben, die sie meistensaus Rom erhielt. In der kurfürstl. jetzt königl.Gallerie findet man eine große Menge von ihrenGemälden; unter andern ein sehr großes Blumen-stück, 1 Elle lang und s« Elle hoch; ein wahresMeisterstück, von Kennern bewundert!" Sie st.zu Dresden , als 82 I. alte Wittwe 1807. Im:Verseick. «I. (lemL'Iüe i. ll. Kurkürstl. dallerie2. Dressen 8°. 801. 8. 18Z. werden von ihr,als im dortigen Kabinet der Pastellmalereyen be-findlich, „viele Blumenstücke, nebst einigen Figu-ren als Nachtstücke, auf Glas gemalt," genanntAnderwärts heißt sie Blumenmalerin »hinter Glas,"was freylich etwas ganz Anderes wäre.
* Weydner, s. weidnec im Lex. u. oben.
weyen (Hermann van). So wird irgendwo,ganz ohne Weiteres, ein Landschaftsmaler genannt.Er oder dann ein anderer
— — — gleichen Namens führte einen Ku-pferstichhandel. Bey ihm fanden sich z.B. nebenApostel- und Heiligenbildern: Figuren zu Sonn-tagstextcn; eine Passion nachJ.Callot, em Catafalkdes Jesuiten P. Cotton auf zwey Blättern, mit1626 datirt, was ungefehr die Lebenszeit deS
Weyer.
Unsrrgen anzuzeigen scheint. Auch der Katalogvon winkler führt, bloß mit seinem excuä.bezeichnet, an: Eine H. Familie, wo der kleineSt. Johann, auf einem Lamme reitend, dein Kindein Kreuz darbietet; dann eine Besthneibung,und ein Bildniß des St. Dionystus, Apostels inGallien. Ein Bildniß des Jesuiten St. Binet,hätte nach ihm (heißt es irgendwo) C.CHerpignon(lebte in der Mitte des XVII. Jahrh.) gestochen.„Wir kennen" (sagt einer unsrer Freunde) „ein sehrartig in Queroct. geetztes Blatt: Christi Taufedurch Johannes, mit der Unterschrift: Daprismc»babeo Lcc. bezeichnet, ohne Weiteres, mit://^t/mexo. cum privileZio. In Gantkatalogenund andern dergleichen geringern Quellen derKunstgeschichte, wird er dann ausdrücklich alsKupferstecher und Kunstverleger genannt, und alsvon ihm gestochen folgendes rubricirt: Eine H. Fa-milie 4°.; 42 Blatt mit Geschichten aus denEvangelien; weiter nach Callot ein Ecce Homo(oben die Passion Christi genannt.
I/. /s^er/er'exc. I2 Bl); nach Lorenz de la Hire, einTitelkupfer: Vortlcus Lcc.; nach Jac. Jordaens:Christus vor dem Hohenpriester Caipbas (blos mitseinem exc. und Kopie eines von Marinus gesto-chenen Blattes); und a. m. nach Guido Reni ,P.P. Rubens rc. Wieder anderwerls wird dieserweyen kurz ein Kupferstichverleger und Kupfer-drucker zu Paris um «b^o genannt, und hingegenbezweifelt, daß er selbst Stecher gewesey, daseine meisten Blätter einzig mit seinem excuci.bezeichnet sind. Für seinen Verlag dann arbeitetenz.B. C.CHerpignon, I. Falk, L. de la Hire undPoilly.
Weyer (D. G.) In v. So ist eine nummerirteFolge zwölf kleiner viereckiger Blätter (mit aller-hand Vorstellungen en Medaillon) bezeichnet, dieHeinr. Ulrich zu Nürnberg «kor, für eignen Verlag,in Kupfer brachte.
* — — (Gabriel). Er st. um (a. b. nach)164«. Sein Werk wird auf r86.Bl. geschätzt (?).Von ihm sind die Sinnbilder im Großen Rathssaalezu Nürnberg gemalt worden, welche P. Jselburg(«617.) auf ö2.Bl gestochen. Von Ebendemselbenkennt man nach ihm vier Blätter aus der Geschichtedes Verlornen Sohns; dann auch die Bildnissedes Kaisers Matthias, und der Kaiserin Anna.Von D. Krüger eine Pieta, und in B. Caymox Ver-lage (t0«7.) die Auferweckung Lazari, ein großesBlatt. S. auch den gleich ff. Art. Liporvsky.Einer unserer Kunstfreunde giebt uns für diesenArt. ff. Zusatz: „Wir kennen schöne, getuschte,und mit der Feder umrissene historische Zeichnun-gen, die er schon i(io 5 zu Nürnberg fertigte.Sebastian Heufller sagt in der mit datir-ten Vorrede zu seinem: Aeu künstlich ^fechrbuch.Nürnberg bey Balthasar Caymox ibrb. qu. 4 ".(andre Auflagen U>. ,6«6, 1H17 Leo.) von denKupfern dieses Werkes: »Daß er den unsernkunstreichen Maler zu seinen Stellungen bekommen,der ihin solche auf sein Angeben in Kupfer gebrachthabe, wie augenscheinlich zu sehen sey." DieseFiguren sind aber eben so mittelmäßig gezeichnet,als radirt. Noch kennen wir ein: Heu Künst-lich Fahnenbüchlein Durch Johann Renner,vndSebast Heußler, Kriegsmann. Nürnb. ib«6.qu. kl. 4°. Die Kupfer dazu sind betitelt: zslervkünstlich Fahnenbüchlein ^nno idiö. inven.Lad. Auch diese in einem kleinen Format
radirken Stücke sind schlecht gerathen, mit Aus-nahme des zweyten Blattes (ein stehender Kriegs-mann mit einem Spieße, vor ihm ein sitzenderHund), was artig zu nennen ist. zslach ihmkennen wir: K. (Är/mo-o exc. 12 Nummer. Blattermit Meerwundern in qu gr. 8°. (Christ. Weigelsetzte später seine Verlagsadresse darauf, und löschtedie alte aus); die Auferstehung Lazari rc. Fol-;