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Wilkins.
ersten Versuch einen Namen, den Andre gewöhn-lich erst durch lange, fortgesetzte Bemühungenerhalten können. Er stellt kannengießernde Bauerndar. Die Bauern lesen die alten Zeitungen inder Schenke und scheinen sehr weise Bemerkungenüber das Wohl des Staats und die Fehler derverlierenden Generale zu machen. Man tadelt nurim Hintergrund einen Verstoß wider den Farben-ton und andre Kleinigkeiten, aber sonst wird all-gemein der Werth dieses Bildes zugegeben. Esbefindet sich gegenwärtig im Besitze des ?ordStafford. Im Jahr 1807 verfertigte wilkmeinen blinden Dorfmusikanten, der würdig ist,den beßten Gemälden der niederländische Schulean die Seite gestellt zu werden. Das Gemäldewurde schon für 5c» Guineen verkauft, ehe es derMaler noch angefangen hatte, und der Käuferstellte es in des Malers Willkühr, welchen Gegen-stand und welche Größe er wählen wollte." Ebenso glauben wir noch sicherer, daß dieser letzt-gedachte wilkin derselbe mit dem David wilkiesey, nach welchem 1817 Abr. Raimbach, aus demKabinet Carls Mulgrave, das für Gegenstand undStich unübertrefflich schöne Blatt: Der Zinstag,gestochen hat,- das aber auch diesseits des Ka-nals 72 Fr. Livr. kostete. Wilkin heißt der Künst-ler der Kannengießec und des Dorfmusikanlen imMeusel'schen Archive H- ( 3 .) > 56 . wo dieNotiz aber offenbar aus Fiorillo entlehnt ist.Fassen wir nun das oben Enthaltene ins Kurzezusammen, so denken wir denn doch eher: Daßder Bildnißmaler L- wilkin, und der Gattungs-maler bey^iorillo sowohl als der David Wilkie nach welchem Raimbach gestochen hat, zwey »er-schiene Entia seyen?
Wilkins (Robert), ein Englischer Marinen-maler neuerer Zeit, der sich der Manier des FrancisSwaine näherte, und besonders die Effekte desMondlichts auf Wasserflächen mit tauschenderWahrheit darzustellen wußte.
— — ( ), ein Englischer Baumeister,
der i8c»7 den Auftrag erhielt, das neue Collegiuman der Akademie) zu Cambridge zu bauen, wel-ches, unter dem Namen Downiiig-College, vor-nehmlich der Arztneykunde gewidmet seyn sollte.„Derselbe gab die Früchte seiner Reise nach Nea-pel und Sizilien unter dem Titel 0/
EA/m 6,-aecra seit 180/, in Folio mit prächtigenKupfern heraus. Es umfaßt die Alterthümerder griechischen Baukunst in Syrakus , Eirgemi,Selinus, Segesta und den Tempel von Päsiumoder Posidonia mit den Ueberresten zweyer Tem-pel auf Malta , die fast noch gar nicht beschrie-ben sind." Fi 0 riIl 0 V. 864.
— — ( ), ein Goldschmied z» Oxford ,
den Iöcher bey Aufführung seines Sohnes, desBischofs Johann wilklns, nennt. Der letztere,der zu Foumsley bey Daventr» 16,4 geb. w»re>cund zu London 1672 st., hakte es IN der Mathe-matik und Mechanik sehr weit gebracht, gab meh-rere mathematische Schriften rc. heraus, und warein besonderer Gönner der Gelehrten.
wilkinson (I.), soll das Bildnis desAmerikanischen Generals Israel Putmann in Fol.geschabt haben.
— — (R.). So heißt irgendwo, wir
glauben apokryphisch, ein Engliicher Stecher,welcher, neben Anbcrm, nach A. Kaufmanngearbeitet habe.
* Will, s. Wille im Lex. und unten.
wrlladlng (Nudolph) , Müuzmeisier zuBern . Man findet sein Zeichen auf vielen Mün-
Willars.
zen dieser Stadt, zwischen 1670 und 1690.Haller.
willaeding (Johann). Nach der Zeichnungeines solchen soll Matthias von Sommer denGrundriß des Klosters St-Gotthard, nebst demhier 1674 vorgefallenem Treffen und dem Biidnißdes Grafen Julius Wolfg. von Hohenlohe, auf3 Platten in real Fol. gestochen haben.
* W»llaerrs (Abraham). Don ihm besitzen,unsers Wissens, in Deutschland einzig: Die Ga-lerie zu München den Mann, der einem Kindauf dem Gchooß einer Weibsperson die Himmels-kugel erklärt, lebensgroße Halbfiguren; diejenigezu Galzthalun, einst, wahrscheinlich aber in Ver-wechselung mit dem nachfolgenden Adam, zweySeestrände. Gestochen nach ihm ist uns nichtsbekannt.
* — — oder Willeres (Adam). Erste-
res ist wohl sein richtigerer Name. Wahrscheinlichin Verwechselung mit seinem Sohne glaubt vonMechel, daß er noch 1660 gelebt habe. Diebildende Kunst war denn doch sein herrschendesTalent, die Poesie bloß seine Zeitverkürzung. Dasan landschaftlichen Bildern so reiche Deutschland besitzt daher auch von ihm weit mehr, als vonseinem Sohne. Wien hat von ihm r. Bild;München ein kleines; Dresden i. Sakzrha-lum die zwey oben unter dem Sohne genannten;der Svder 1. das der H. von Raindohr schönnennt; Schmidt in Viel 2. darunter eine Winker-landschaft. Das Kabinet Nence zu j)aris (1754noch) 2. Bis auf das gleich vorgenannte zu Kiel ,lauter Marinen. Auch in der neue» Königl. Bilder-gallerie zu Kopenhagen nennt Ramdobr 1 . itl.von ihm eine Landung mit einem Seclreffeu.Gestochen nach ihm sind von Chedel die beydenaus dem Kabinet Vence, unter dem Namen legpsoiieurs bekannt; dann zwey Marinen, die einemit Elias staffirk, wie er vom Berge Carmel zuseinem Diener Eliiaeus spricht, die andre, wie ecaus seiner Höhle die Macht Gortcs an einemSturm und Schiffbruch bewundert, und noch eindrittes schönes (Hirtciistück-mit einer Windmühle,alle dreye von Magd. va» de Paas. Noch nenntein Derzeichniß meines sel.Vaters nach ihm (obetwa durch Verwechselung mit dem Sohne?) dreyBildnisse: Sein eigenes von F. van Eteen, RolandSavary's von Mcyßcns und Johann Boch's vonC. Waumann. Wirklich schreibt einer unsererFreunde das letztgenannte den Adam zu.
— — (Corner, ein Maler der um die
Mitte des XVII Jahrhunderts zu Utrecht lebte.Eine vor uns liegende handschriftliche alte Reise-beschreibung eines Kunstliebhabers sagt uns,daß dieser in gedachter Stadt l 6 ) 3 , sowohl vonihm als von Abraham und Adam willaerrslrefliche Schildereim sah.
* Wrllandino, s. unten Michael Wil-mann.
willars (Otto). Von einem solchen sagtwein rv/ch's Kunst-Historie i DanmarkS-119 einzig, er sey, in einem ihm 1702 gegeb-nen lateinischen Reisepässe, als Hofmaler desKönigs von Dänemark benannt.
— — ( ), Kapital» in Dänischen Dien-
sten, vermuthlich zur See. Er hatte bey dem1760 verstorbenen Maler und Zeichenlehrer desKvvenhagener Scekadcttcnkorps Jacob Fosie ge-lernt, und sich zu einem guten Zeichner gebildet.Vmist-Historie i Danmark af weinrvichS. 1Z0.