Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
6008
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wilson ( ), ein mittelmäßiger Maler zu

London , der sich nachgehends (wie es 1777 heißt),auf die Physik legte und Mitglied der Königl.Londner-Gesellschaft wurde. In Bernoulli'sSammlung kurzer Reisebeschreibungen X.176 ff. erzählt man einen unedlen Kunstgriff, des-sen er sich in abgedachtem Jahre bediente, um zubeweisen, daß die Franklischen Wetterableiter mitspitzer Stange schädlich wären. Ob einer derobigen wilson'» unter ihm zu verstehen sey, ist unsunbekannt.

wilster (Franz Conrad. Des wein wichDänische Runsthistorie besagt, daß 1774 und»779 ein Franz C- wüster eine Preißmedailleim Modelliren, und 1776 ein F. Conrad wü-ster eine solche im Zeichnen nach dem Modelle,von der Kopenhagiier - Akademie erhalten habe.Wir denken doch, daß beyde nur Eine Personausmachen.

* wilr (F. van der). Basan (Lst. sec.)nennt ihn (wir wetten, irrig) Ferdinand. Donihm will man z. B. nach A. Brouwer: Vertumnusund Pomona kennen. (S. den nachfolgenden Art.Tbomas van der wilr.) Dann nach seinerZeichnung , und vielleicht auch von ihm geschabt,das Bildniß des Leydner - Pfarrherrn Jos. vande Kapelle.

(Hieronymus ). Von einem solchenund von mehrern andern Künstlern trifft manZeichnungen auf der Fürstlichen Bibliothek zuBernburg . Rüst jerzr lebende AnhalrischeSchriftsteller I. S. 4 b-

- ober Wielr (I. T.) P. Philippehat, zufolge eines Gantkatalogs, zwey Blättermit Rathsversammlungen nach ihm gestoche«.

7 ^ 55 .

(Thomas van der). Derselbe war auchSchwarzkunststecher, und blühete um 1680. Vonihm kennt man das Bildniß einer jungen nacktenDame, die sich das Haar kräuselt (kec. et exo.1687.) und das Bildniß der Organisten Dirk Scholl(pinx et tec. 1699.) gr. 4 °. Diese Blätter sollenauch von I. van der Bruggen in Copie vorhan-den seyn. Außer diesem soll man nach ihm ha-ben, von Phil Bouttats den Chirurg Heinr. aDewenter 4°; I. van der Bruggen den Josiasvan der Kapelle; I. Houbracken den H. C-Pott.Noch nennt der Winklersche Catalog, nach ihmvon I. Brouwer geschabt, Vertumnus und Po-mona, glaubwürdiger, als daß solches von demvorstehnden F. van der wilr nach A. Brouwersey gefertigt worden.

* s- auch wild und Wilde im Lex.und oben.

Wiltnee (Georg Christoph). Ein solcherwurde 1696 Steinmetzmeister zu Plauen in Sach-sen , und starb dort 1720. Sein Sohn JohannChristoph lernte sowohl bey ihm, als bey demSteinmetz I. Joach. Kändler v. 1718 b. -72Z.7l75c.

oder wildener (Hs. Jacob), wurde1641 dem Goldschmiede Lorenz Büttner zu Dres-den auf fünf Jahre in die Lehre gegeben,

(Johann Christoph), s. oben seinen Va-ter Georg Christoph W-

* wilron (Joseph). Von diesem Englischen Bildhauer heißt es irgendwo:Derselbe strebtein allen seinen Werken nach Reiz und Schönheit,hingegen findet man in sehr wenigen männlicheund kühne Ausdrücke. Sein Genie ist mehr zum

Schönen als zum Erhabenen geschickt. SeineCopien der Medicaischen Venus und des Apolloim Belvedre übertreffen alle seine Werke." Wil-ron war Mitglied der Königl. Kunst - Akademiezu London , und starb daselbst 180Z.

Wilwerrh s. oben Willwerth.

wimmer (Joachim), Hofgoldschmied zuDresden in 1679, 62 I. alt. Seiner gedenkt desG. Barrisch Augendienst. Dresden i 58 Z fol.welcher Bartisch ihn von einer fünfjährigen Blind-heit wieder herstellte. Es dünkt uns übrigenssonderbar, daß sein Name in den Zunftregistern derGoldschmiede gedachter Stadt nicht erscheint. M-r.

(Lebrecht Benjamin), der Sohn einesPfarrers, geboren zu Fiemming bey Penig inSachsen 17^7^, Während seines Aufenthalts zuDresden in jüngern Jahren, beschäftigte er sichzum Vergnügen mit dem Eilhouettire»; und C.F. Stölzel hat die Silhouette des Churfürstenvon Sachsen , und dann die seiner Gemalin,beyde in 8°. nach ihm geetzt. wimmer radirteauch eigenhändig einige Blätter mir Figuren; dieseKleinigkeiten sind nicht in Umlaufgekommen. Nach-dem derselbe zu Dresden, Weißenfels und Dob-rilug in landesherrlichen Diensten gestanden hatte,wurde er 1814 als Forstrath nach Dresden be-fördert. Mrc.

wimp (Johann) ein Maler, dessen eigen-händig gemaltes Bildniß, sich in der Sammlungsolcher auf dem Firmianschen Schloße Leopoldskroubey Salzburg um 1780 befand. 7 l 7 §c.

Wimpfen (Claudius). Ein solcher uns bis-her ganz unbekannter Maler fertigte (dem Cata-log der Galerie des H. Schmidt in Biel zufolge)Stilleben »ganz Natur" und schön colorirt, der-gleichen eines mit Nelken Tobackspfeifen, ei-nem Topf mit Lorfskohlen (was somit auf denNieder!« nder deutet) Kringeln u. s. f.die Naturselbst" wird nochmals hinzugefügt.

Winagradost, s. oben den Art. Emukoff.

* Wincbooms, s. im Lex. und oben vin-ckenbooms.

* winck, Winckeborn, winckel,winckeimann, Winckler u. s. f. (kurz alleNamen, in welchen das ck nach einem Conso-nanten erscheint, auch wenn sie im Lex. wie vor-steht geschrieben wären) s. unten bloß mit k., alsowink u. s. f.

wincq ( ) war 178g, als Professor der

Architektur, bey dem hidraulischen Korps undder Schule zu Brüssel angestellt, 7 k-§c.

Winde (Wilhelm), ein Englischer Baumeisterdes XVII. Jahrhunderts, geboren zu Berg-op-Zoom in Holland , Schüler von Gerbier, errich-tete viele Lustschlösser für den Englischen Adel.Fiorillo V. 477 -

winden (H. van der). So soll ein holländi-scher Kupferstecher heißen, der nach I. de DeyecProspekte von Oberyssel, Emmerick rc. gestochenhabe. Tl^c.

windenrhak (I.), ein Maler, nach demI. Bensheimer die Gottesgelehrten W. MaqiuSund Andreas Härtung gestochen haben soll. TiTrc.

* Wender s. Winter im Lex. und unten.

Windgens s. unten Wxmtgis.