Band 
Zweyter Theil [5].
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tere, der in der Mathematik wohl bewandert war,fertigte darauf auch seine genauen und fleißig aus-gearbeiteten Karten mit so vielem Beyfall, daß ersie (wie unsere Quelle sagt) des Absatzes wegenunbesorgt, ziemlich theuer zu verkaufen wußte,„indem man die besten und neusten Editioncsunter 5 Groschen das Stück nicht haben kann."Einen Catalog dieser seiner Arbeiten gab er 1706heraus; unsre Quelle hat ihn von neuem ab-drucken lassen; er enthalt i 3 o Nummern. Über-haupt aber waren in solcher Officin von 1648 bis1712 über 38 oLand- und 3 »Seekarten erschienen.Friedrich der Sohn lebte noch 1712 zu Amster-dam ; und zwar half ihm damals in seinen Geschäf-ten, wieder sein gleichnamiger Sohn, Friedrichder Enkel, dessen man ebenfalls mit allem Lobegedenkt. —Anderwärts heißt es, daß PeterMarkier spater den Verlag dieser de Wirt s ansich brachte, welcher nach seinem Tode dann anE.Morner und I. Covens kam. Neben den Kar-ten besaßen aber die de wirr's einen kreflichenVerlag schöner Kupferstiche und Kupferbücher(wenn auch nicht immer von den ersten Drucken),mit welchem vorzüglich Friedrich der Vater sichbeschäftigt zu haben scheint. Verschiedene Gant-kataloge rubriciren als von einem der unseren(sonder Zweifel von dem Vater) gestochen oderradirt, folgendes, was theils ausdrücklich mitdem kernt, theils mit dem excull. (ohne denNamen eines andern Stechers) bezeichnet wäre.So z.B. das Seetreffen zwischen den Holländernund Engländern (idbä.) mit dem Bildnisse desAdmirals Tromp. Philipp IV. König von Spa-nien zu Pferde, im Hintergründe Madrid gr. Fol.;eine H. Familie; eine Folge von 20 Blatt: Ani-

inalium quaärupedurn vonat. öcc. cir Ä^rt t'ec.i6Zi. Wieder Jagden und Feldlager 12°. 1 'kes-trnm üorum Bl. korum Amstelostamense»vulZo de vsm; Ansicht von Haus und Gartenzu Loo gr. Fol.; eine Folge Landschaften nachBerghem; eine Folge von 20 Bl. in 158) von MarcEerard gezeichneter vierfüßiger Thiere qu schmal j°.Vielleicht gehört der gleichfolgende Heinrich F.de wirr zu eben dieser Familie. S- auch untenden de wirr ohne Taufnamen.

wirr (Heinrich Friedr.de) Wir kennen Blät-ter, von Peter H. Schul radirt, die in seinemVerlage erschienen. Er soll auch selbst Kupfer-stecher gewesen seyn und zu Amsterdam gelebthaben.

— — (H.de). Von diesem Russischen Kupfer-stecher, welcher vermuthlich im XVIIl. Jahr-hundert lebte, nennt Mühsen das Bildniß desPohlnischen Leibarztes I. M. Glusing, zu Moskau gearbeitet, und ohne einen andern Namen alsden seinigen.

— — Zanßzoon (I. de), ein Kupfer-stecher von Amsterdam , in der letzten Hälfte desXVIII.Jahrhunderts oder vielleicht um der Mittedesselben geboren; er lernte bey P. Louw, suchtedann seine weitere Ausbildung in Paris , undsetzte sich darauf in seiner Vaterstadt. Von ihmkennt man zwey Vorstellungen von der Ueberrum-pelung der Insel St.Eustach durch den AdmiralRodney, herausgegeben von G- T. vanPaddenburg;nach G. Lairesse lavirt eine Frauensperson mitHelm und Schild; nach P. Louw die Halbfigureines Knaben, der einen Vogel auf der Handhalt 4 °. in roth Kreidemanier (dies anonym),und dann ein Bildniß von Esser; nach Spranger:

Pallas, Venus und Juno auf drey Blättern.Noch soll er auch holländische Prospecte nach laFargue, Gatz, Groenewegen und Hendriks inkl. qu. Fol. geliefert haben; und nach letzterm(um 1794 ) auch die Bildnisse von Paul Vincentund seiner Frau, Barb.Janssen, aufEinem Blattein qu. Fol.

wirr (de). So nennt DIabacz einen Kupfer-stecher, der zwar kein Böhme war, aber dochum dieses Land, durch eine sehr saubere Kartevon Böhmen, Mähren, Schlesien und der Lausitz ,sich verdient machte. S. Latalo^us nouveanlies Lartes Aeogrsplilques ä Amsterdam ckeLA. Ooverrr, et 6) Mo--tre»- 8°. ^ 1271.Wohl ist der Unsrige kein Anderer, als einer deroberwähnten Friedriche dieses Geschlechts.

* — — s. auch Wir und Wirre im Lex.und oben und unten in den gegenwärtigen Zu-sätzen.

* wirre (Caspar de). Zwey Landschaften vonihm 2^ 7" hoch, und 2' lo', 3 "/ br. befindensich in der Königl. Bayerschen Gallerie zu Lust-heim.

*— — sEmanuel de *)). Sein Vater hielteine Pensions-Anstalt, und war ein guter Hurmaniste und Mathematiker. Der Sohn sollte sichgleichen Studien wiedmen, und machte wirklichgute Fortschritte in denselben. Dessen ungeachtetzog er die bildende Kunst vor. Die Gattung,worinn er besonders vortrefflich war, nennt schondas Lex. nach Oescamps. Noch rühmt letztererdie geistvoll? Tockirung seiner Figuren, und fährtdann also fort: „Man bedauert eines seinerschönsten Bilder, welches das Chor der neuenKirche m Amsterdam vorstellte worinn sich dasGrahmal des Admirals Ruiters befindet. Erhatte dasselbe für den Ritter Angel. Ruiter gemalt,der starb, ehe solches vollendet war. Ein Tochter-mann des Admirals(der Pfarrherr Bernard Soomer)bot ihm dafür 2, dann Zoo fi., kurz eine gerin-gere als die mit dem Ritter verkommene Summean^ der Künstler zerriß es in Stücke; und demDänischen Consul, der ihn höflich bat, ein Paarvon seinem Hofe bestellte Arbeiten zu beschleuni-gen, antwortete er: Wenn Ihr Ochsenkönig sienicht haben will, werd' ich schon Liebhaber genugfür sie finden." Wie er eines Tags in einerSchenke durch das Impromptu einer unflätigenKarrikatur G. Lairesse seine durch Ausschweifungeneingebüßte Nase vorwarf, und darüber beynaheum die (einige kam **), dann die Zankerey mitdem Schenkivirth, welche den Selbstmord dieses8b I. alten Liederlichen veranlaßte, erzählt eben-falls Descamps II. 107. Zu seiner Zeit (1754.)besaßen noch der Rath am Hof zu Holland vairSlingelandr, der Bürgermeister Heinrich vanSlingelandr im Haag, und der H. van Bremen im Haag Bilder des Unsrigen. Ein anderes schö-nes mit einem Sonnenblicke befand sich im Mu-seum zu Paris , und dann als Kunstbeute, ausdem Kabinct des Prinz Statthalters, das Innereder neuen Kirche zu Delft , mit dem Grabmaldes Prinzen^Wilhelm von Nassau ; ein Bild wel-ches lange für die Arbeit vonG-Hookgeet(?) gehal-ten, und auch wirklich mit 6. H. A°. 1621 bezeich-net ist, so daß selbst diese Jahrszahl mit desUnsrigen Geburtsjahr 1607 sich nicht reimen will.Eine Nachbildung davon im Umriße befindet sichbey Landon Tsbl. äs 6enre T. II. kl. 2V., wo

*1 Nicht etwa mit Emanuel dr wett in gegenwärtigen Zusätzen zu verwechseln.

*2) Einen der ihn Tags darauf fragte: Wer ihn so mißhandelt Haber antwortete er: »Lairesse hat michgestern beym Licht scittirt; jetzt such' ich ihn, daß er's vollende."

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