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Wo lckenHauer.
Wolf
zu Jever i7-ji (a. k. 42.). Auf dem Dresdner -Salon 1807, sah' man von ihm ein Oelgemälde:DieErweckung der Tochter Jairi, nach Rembrandt ,mit absichtlicher Veränderung. Im Meusel-schen ?!rchir>e II. (3 ) i 5 . heißt es von diesemBilde: „Es enthält als erster Versuch, den der (65 I.alte) verdienstvolle Künstler hiermit in der Oel-malerey machte, viel historische Wahrheit. Wasdie Farbenbehandlung betrift, welche längereUebung erfordert, so verweis't der Künstler ineiner unter dem Gemälde befindlichen erklärendenUnterschrift, auf die Art und Weise, wie er sichbey seinem hohen Alter beurtheilt wissen will.In jeder Rücksicht aber zeugt Plan und Ausfüh-rung des Bildes selbst von dem reiflichsten Nach-denken, und der Liebe zur Kunst, die den allge-mein geschätzten Mann bey seiner Muse beseelten."In 1814 verließ er nach einem mehrjährigem Auf-enthalte Dresden, und wandte sich nach Berlin .Unser Dilektante hat auch Einiges zu dem Base-dowschen Elcmentarwerke gezeichnet. Dieser merk-würdige Mann, der sich ehedem durch mehrere pä-dagogische Schriften und in der neuern Zeit vor-züglich durch seine Forschungen in der teutschenSprache bekannt gemacht, war früherhin Direk-tor an dem durch Basedow berühmt gewordenemErziehungsinstikute zu Dessau , und lebte dannals Privatgelehrter an mehrern Orten Don ihmals Schriftsteller s. das Gelehrte Deutschland .Mensel III. (180g.) setzt ihn noch unter die Le-benden.
wolckenhauer (Georg), von Stockau beyHannover, wurde als Wild - und RheingräflicherMünzwardein 1609 bestallt. Hirsch teutsch.Münzarch. VII. 096.
wolckenstein, eigentlich Wolkenstein (Hans ».Michael von), arbeiteten beyde um 1212,der erste als Zimmer-, der andre als Maurermeisteran der St.Anna-Kirche zu Annaberg . Annab.Lhronick Th. I. S. 196. Beyde kommen auch zuHalle im Magdeburgischen vor. Hans, den manBürger selbiger Stadt nennt, endete i 5 o 6 denBau des dastgen schönen rothen Thurms. (EineAbbildung davon liefert Dreyhauprs Be-schreibung des Saalkreises I. S. ioi 5 .). Aufdem öffentlichen Degrabnißplatze zu Halle, findetsich sei» Lcichenstein, worauf Hans selbst (nebsteinigen hinzugefügten Werkzeugen) abgehauen ist.—Michael endete dort i 5 i 3 den sogenannten vor-der» blauen Thurm (gegen Mittag) der Markt-kirche. G> Glear, Halygraphia. Leipz. 1667. 4°.S. 222. 228. u»d A 6. O/eari klal^rsytiia auctaör conriri. Halle 1679. 4 ° S. 108.
— — (Niclaus von), ein Gold-
schmied (vermuthlich aus dem Königreich Sach-sen, da man hier das Städtchen Wolckenstein fin-det), der vielleicht zu Nürnberg in der erstenHälfte des XVII. Jahrhunderts gelebt haben mag.Einige von ihm herrührende zur Goldschmieds-arbeit gehörige Recepte findet man, ohne weitereNachricht, in der Eurieusen Aunst- und Werk-schule von J.L. Nürnberg 1705. 4°. I- 244.
* w 0 lckber, s. im Lex. und unten wolker.
wolcott (Johann), Doktor, bekannter unterdem als Schriftsteller angenommenen Namen pererOindar, mit welchem er auch oben bereits ru-bricirt wurde. Er wurde zu Dodbrock in Devon-shire geboren, zu Kingsbridge erzogen, kam dannzu seinem Onkel einem Wundärzte und Apothekerzu Fowcy in Cornwall und erlernte dessen Wissen-schaft, legte sich aber daneben auf Poesie undZeichenkunst. In 1768 ging er nach Jamaika alsWundarzt und wäre fast für immer dort geblieben.Denn da er einige Zeit daS Amt eines Pfarrers
mit Beyfall verwaltete, so wünschten die Pflan-zer ihn in dieser Stelle bey sich zu behalten;allein der Bischof von London verweigerte die Er-laubniß; auch starb sein Gönner, der Gouverneurder Insel, undwolcort kehrte nach England zurück,wo er sich als Arzt zu Truro niederließ. Da ihmeine ansehnliche Erbschaft zufiel, so überließ ersich ganz seiner Neigung zur Dichtkunst und Ma-lerey und verließ seine Brodtwissenschaft, indemder Hang zur Satyre ihn ohnehin nicht beliebtmachen konnte. Er nahm sich zu dieser Zeit desnachher rühmlichst bekannt gewordenen JohannOpie an, den sein Unterricht bald in den Standsetzte, als Bildnißmaler reisen zu können. In1778 begab Wolcorr sich nach London , wo seinesalyrischen Schriften begierig gelesen und reichlichhonorirt wurden. Unterdessen wirft man ihm vor,daß er nicht selten oen sittlichen Anstand verletzte,und verdiente Personen oftmals zur Zielscheibeseines Witzes machte. Bey alle dem ist es zu be-dauern, daß dieser talentvolle Mann in seinemhohen Alter (wie es i 8 i 3 heißt) den Verlust desGesichtes erfahren mußte. S. das Brock-haus' sche ssonversatione s Lexikon. DasTaschenbuch: Dke picture ok I.onüc,n kor i 8 o 5 »p. 270. rühmt seine Genialität sowohl als Maler,als auch als Dichter; und sagt, daß seine Land-schaften in Kreide (auf denen er zuweilen seineignes Bildniß anzubringen pflegte) kühn erfundenund von Effekt für das Auge sind.
Woldemar, Graf, Sohn Königs Chri-stian I V. von Dänemark , gab sich mit der Maler-kunst ab. Er lebte in der ersten Hälfte desX VII. Jahrhunderts. Bunst-Historie i Dan-mark afWeinwich 8.87.
Wolf (Aaron), Kunst- und Kleinschreiber.Ein Gantkatalog führt von ihm verschiedene,aus sehr feinen und kleinen Buchstaben gebildeteZeichnungen mit 17^9 datirt an. Ob er etwamit dem gleich folgenden Abraham dieses Ge-schlechts Eine Person seyn dürste? Wir den-ken es.
— — Wolfe, wolff (Abraham), einJude, gewesener Sekretair der K. K. Bibliotheckzu Wien , und wahrscheinlich mit dem vorstehndenAaron w- Eine Person. Von demselben befin-det sich in der Kunstkammcr zu Dresden die —Nichtswürdigkeit einer von ihm 1747 gefertigtenSchrift auf Pergament, welche das Unser Vater,in der Größe eines — Drehers, lateinisch, fran-zösisch und deutsch enthält. Hasche Dresden S. 280. — Rlüben's Dresdn. WegweiserS. 138 .
— — (Andreas), ein von Dresden gebürti-ger Steinmetz, wo er 1675 und 1682 noch ar-beitete. M-c.
— — — — ein Andrer dieses Namensward, zufolge Gothaischen Sraarskalen-ders, in 1742 zum Herzogl. Hof- und Kabinets-maler zu Gokha ernannt, erscheint aber bereits-745, dort nicht mehr.
— — — — s. unten Iohan Andreas W.
— — (Anton), zu Prag 1798. DielJeuernAbhandlungen der B ö h m i sch e n Gesell-schaft der Wissenschaften III. S. io 5 . geden-ken gelegentlich von ihm gefertigter Abzeichnungenvon Münzen.
— — (A.), Schüler der Akademie zu Leip-zig, zeigte auf der Dresdner -Auestellung I 8 o 5 ,eine Figur nach Poussin in Kreide. .1/55.