Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
6048
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Wolfgang.

Wolhaupter.

noch bey denen, die ihn kennen, und Umgangmit ihm haben, um den Vorzug, wegen seinerEhr- und Redlichkeit, als überhaupt gutem Lebens-Wandel, und ist zu bedauren, daß er in so ho-hem Alter nicht nur einsam, (da er vor drey Jah-ren seine Frau verlohren) sondern auch bey Ab-nahm der äußerlichen Sinnen und Leibes-Kräftenzubringen muß; doch sein Geist zeiget sich nochallezeit gegenwärtig und kräftig jetzt" (1767.).»Der Höchste seye ferner seine Hülfe und Stütze."

* Wolfgang (Johann Georg), des GeorgAndreas des altern jüngerer Sohn, welcher imLex. unter dem Art. seines Vaters erscheint, geb.zu Augsburg ilM (->. k>. yf>.) und gest. 1744(wonach das Lex. zu verbessern ist). Das mitseinem Bruder redlich getheilte Schicksal in Algier kennen wir schon. Nach seiner Rückkehr verhei-rakheke er sich. Seine Copie der berühmten Stichevon Edelink, nach le Brun's Crucifix und denweinenden Engeln (welches »699 in dem Augs-burg«-Lycaeum der Gesellschaft Jesu , als einThesenbild (?) bey einer Disputation aufgestelltwurde) und seine Magdalena, ebenfalls nachEdelink, erwarben ihm (170).), neben Heiß, denRuf nach Berlin . Zu seinen dortigen vorzüglich-lichsten Arbeiten gehört sein Stich nach Schlüter'svon Jacob! gegoßcnen Ritterstatüe des ChurfürstenFriedrich Wilhelms (V 5 " hoch, 2^ 6" br.^).Unter allen Künstlern seiner Familie wird er fürden beßten gehalten. Man sehe z.B. das schöneBildniß des künstlichen Goldarbeiters Dmgling«,nach Pesne , und ein anderes, B. N. de Koller,nach I. tzarper. Noch nennt das oft angeführtePamphlet: Weisen u. s. f. S. Ho. neben Anderin vonihm: Das große Dresdner -Carroussel in Zo Bl.»ach der Zeichnung von A.M. Werner, geb. Haid;und Liporvsky das Lcichenbegäugniß Friedrich l.in 211 (?) Blättern. Xost l. 31718. M-rVer./kranai«. kJicolai. Dann besonders das oft er-wähnte Pamphlet, ohne welches wir in der Genea-logie der Künstler dieses Geschlechts zum Oefternirregegangen waren.

(Samuel). Ein solcher lernte die

Schmelzmalerei bey J.C. Schnell, und malte auchsehr geschickt in Gouache. Derselbe heirakhete eineTochter des Matthaeus Rüßel. In wie fern erzu den klebrigen dieses Künstlergeschlechts gehörte,ist uns unbekannt. Immerhin aber wird er ir-gendwo irrig ein Sohn des (ehelos verstorbnen)jünger« Georg Andreas genannt. Ob er viel-leicht ein dritter Sohn des Andreas Marrhaeusseyn dürfte? dessen jedoch jene Familicnnachrich-ten keine Erwähnung thun Wir zweifeln daran.Einer der oberwähnten Söhne von ChristianWolfgang kann er nicht seyn, da seine vorge-nannte Gattin auf weit ältere Zeiten deutet,

Ein Verzeichniß meines sei. Vaters führt von denvier dieser wolfgange (Georg Andreas, AndreasMatlhaeus, Joh. Georg und Gustav Andreas)1H1 Bildnisse an, welche dieselben nach folgendenH2 Meistern gestochen haben: I. C. Beyschlag,D. Block, Böhm du Buißon, Cronbusch, Denn«,G. Eichler, M. Engelbrecht, I. Fischer, Franke,I. P. Gerike, A.Graf, A.M. Haid, I.I. Haid,M. Haid, I. Heiß, I. B. Hofman», G. Th. Hopser,D. Hoyer, TH.Kayser, G-Kilian, D. Klein, I. I.KIcinschmidt, C. Labert, T-Laub, F. Lippold, A.Lvescher, I. V. Mayr, A. Pesne, J.J. Preisler,Ramond, Saudrarl D. Savoye, C-Schaeffer,Scher«, G.H. Schiffst», Schwarz, I Seuter,G.Spitzel, Tachmann, J.Umbach, Wolf. Dannvon Geschichtlichem nach ff. >7 Meistern: I. vanAachen , Baumgartner, C. le Brun, G. Eichler,,

I. S- König, M. Oddi, I. le Pautre, F. Pcrrer,R Rottenhammcr, Sarburg, I. H. Scbonfeld,

J. Steger, I. C.Storer, J-A-Thelol, J.Umbach,

M. Waldmann, I. Werner. Wir bemerken hier,mit Vorbeylassung des unter den vier Wolfgangschon genanntem: Der Gerechtigkeit und Wahr-heit Triumph über das Unrecht, nach van Aachen ,die Taufe eines heidnischen Königes nach Oddi,Ovidische Verwandlungen (19 Bl.) nach le Pautre,ein Götterbanket und ein Viehstück nach Schönfeld,die vow einem Engel geführte Frau, Krieg undHunger, und etliche Landschaften, Alles nachUmbach. Endlich erscheint in jenem Verzeichnissenoch Verschiedenes ohne Anzeige des Malers, wiez. B. Kaiser Leopold und seine Gemahlin auf denKnieen vor dem H. Sakrament, die Beleuchtung zuBotzen bey der Vermählung des Erzherzog Josephsu. d. Prinzessin von Parma 1760, dann mehrereH. Familien, Heiligenbilder, u. s.f.

Wolfgang, ein Goldschmied und Kupfer-stecher des XV. Jahrhunderts, von dem manein Blatt kennt, was die Maria mit dem Kindedarstellt, welches von einem knieenden Abt oderBischof angebetet wird. Oben liest man: buä-v/icus sbvas anno äomini 1H77. und unten:s^ol/§auZrt5 aurikaber; alles dies verkehrt auf-gestochen. Die Original-Platte wurde zu Endedes XVIII. Jahrhunderts in Augsburg aufgefun-den. X. 16.

Diesen Namen findet man endlich

auch auf einem alten, mit dem Wapven derStadt Nürnberg gezierten Holzschnitte. Mrc.

wolfgraeber (Joh. Georg), aus dem Cle-vischen gebürtig; hatte von Natur eine gute An-lage zur Malerey und Baukunst. Der Churfürstvon Brandenburg ließ ihn i6bi auf seine Kostendrey Jahre lang in Holland unterhalten und vonden beßte» Meistern unterweisen. Er reifte 16HHauf gleiche Kosten zu Theodor van Thuldennach Herzogendusch, und darauf nach Antwerpen .rAicolal.

Wolfram (C. F.), vielleicht von Manheim gebürtig, befand sich um - 783 , (damals etwa16 Jahr alt) als Theatermaler bey der (herum-wandernden) Schauspielertruppe eines gewissenAbt. Zu gedachter Zeit, wo diese Truppe in Göt-tingen sich aushielt, machte Wolfram einige ge-ringe Versuche im Radieren. Mxc..

* Wolfs, s. oben u. im Lex. Wolf.

Wolfshermer ( ). So soll, dem Nürn-

berger-Taschenbuch zufolge ein c-819.) noch leben-der gut« Miniaturmaler zu Nürnberg heißen.,

wolfsrvinckel (Jo. a). Ein Kunstlieb-haber namentlich der Malerey um ibi); derMaler Herm. van Vollenhoven, der sein Freundwar, widmete ihm auch ein von S. be Paasnach ihm gcstochnes Blatt.

wolgast (Georg), ein Glockengießer zu Halleim Magdeburgischcn. Dort goß er - 5^8 die Stun-dcuglocke des Galgenthores mit zierlichem Blumen-werke; dann -boo eine Glocke für die Ulrichs-kirche, an der man die 12 Apostel, andere Heiligemehr, Wappen rc. sieht. G. Dlearir Haly-grapbia. Letpz. ibb7. S. äZ8. ZH2. Unterden Gießern für diele abgedachte Stadt erscheintauch Joachim Jancken und Johann Roch, die.gemeinschaftlich 1HH2 eine Glocke gössen, welche'ab« bald so schadhaft wurde, daß sie 169bdurch den Hall'scheu Gießer Johann Jacob Hof-mann umgegossen werden mußte. DrephaupkBeschreib, des Saalkreises I. 108Z.

wolhauprer (Emanuel C.), ein Maler zuFulda , s. oben woblhaubrer.