Band 
Zweyter Theil [5].
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Wran y.

Wreerr,

talenk. Er nahm die Gegend seiner Geburtsstadtauf, und überraschte mit seinem ohne alle Leitungselbst gewagten Versuch auf einem Regalfoliumseinen Vater, der ihn sogleich zu einem Maler indie Lehre gab. Bald darauf kam er in die SchuleNeureiters nach Prag , wo er einige Jahre ver-blieb, und dann nach Wien gieng, um die Kunstan der K. K. Akademie zu studieren. Seine beson-dere Geschicklichkeit, sein Eifer, und seine gebil-detere Lebensart, verschafften ihm Freunde, dieihn sowohl während des Studiums, als auchfernerhin unterstützt haben. Nach einigen Jahrenwurde er nach Preßburg berufen, wo er in Freskound in Oel malte, bis er als K. K. Landmesserdaselbst angestellt worden. Bey der Gelegenheiterwarb er sich vielen Rnhm, und ein ansehnlichesVermögen. Er wurde allgemein sowohl von demhohen Adel als dem Bürgcrstande geschätzt undgeliebt. Er vermahlte sich mit einer Malerstochter,die selbst eine gute Malerin war. Er genoß häus-liche Zufriedenheit im hohen Grade, und ein Be-weis seines Wohlstandes ist mit ein schönes Haus,das er für seine Familie gebauet hat, und inwelchem er auch im Jahre 1799 gestorben ist.Seine Gemälde, und geometrische Pläne undZeichnungen sind größten Theils in Ungarn . InBöhmen sind wenige derselben anzutreffen. Unterdiese gehören: Ein hohes Altarblakt für die ehe-malige Kapuzinerkirche zu St Maria Magdalena in Böhmisch-Brod, wo er es im Jahre 1766,als er sein Vaterland besucht hat, malte. Auchdie Seitenaltäre derselben Kirche wurden mit sei-nen Bildern geschmückt. Dann der Heil. Gott-hard, mit der Abbildung der zwey vormaligenKirchenthürme am Hause zum grünen Baum, zuselber Zeit in Fresko gemalt. Franz Gppel,sein Neffe, war einer der beßten Schüler von ihm.Dlabacz.

wrany ( ). So soll ein Baumeister zu

Prag um 1800 heißen. Tk^c.

Wratislaw f Franz Adam, Graf von Mi-trowicz), oberster Erbküchenmeisier im KönigreichBöhmen , Herr zu Dirna und Zalschy, ein sehrgeschickter Historien -, Landschafts - und Portrait-maler, geboren in Böhmen . In seinen frühernJahren diente er bey derK.K. österreichischen Armeeals Offizier; gab aber nach der Zeit den Dienstauf, und reis'te hierauf beynahe ganz Deutsch-land und Frankreich durch, und kam bis nachLondon , wo er sich eine Zeit lang aufgehalten,und die mehresten europäischen Sprachen erlernthat. Ueberall auf seinen Reisen besuchte er dieKunstakademien, und suchte sich in seiner Lieb-lingskunst zu vervollkommnen. Er kam aber wie-der nach Böhmen zurück, und hielt sich in seinenspätern Jahren zu Stalecz auf, wo er auch denso. Februar 1816 im 55 sten Jahre seines Altersam Nervenschlage starb, und auf der Herr-schaft Dirna begraben wurde. Im Taborer-Kreise sind mehrere Portraite, Landschaften, undhistorische Stücke, die dieser gräfliche Künstlerwährend seines Aufenthalts zu Stalecz verfertigte,anzutreffen. Dlabacz.

Wrede (Andreas), erscheint als Hofgold-schmied von Churköln 176Z. Lburköln. Hof-kalender.

— — (CharlotteFreifrau von), wird in dem

8 verlies - oc/r tr'ur/- L-r/eucke»- 1797

als damaliges innländjsches Ehrenmitglied derStockholmer Kunstakademie genannt.

VOrede (Otto), zeichnete und radirte (ver-muthlich zu Upsal um 1770 oder 1780) in C. P.Thunberg's klora ^spoulca. lIxsise 1784. 8".Mrc,

— — (von), ein guter Kriegsbaumeister,und Jngenieur-Obristlieutenant in Königl.Preußi-schen Diensten. Er führte in der Stadt Glatzvon 1749 bis 5 i einen wichtigen Schleußenbauaus, verstärkte die alte dortige Festung und er-baute eine neue, so wie ferner Kasematten, dasschöne Zeughaus, das Kommendantenhaus, Pul-vermagazin rc. alles bombenfest. I G. RahloDenkwürdigkeiten der Grafschaft Glatz .Berlin und Leipj. 1767. S. 189. ff.

* wreen (Christoph). Sein Vater war Dekanzu Windsor. Von früher Jugend an zeigte erentschiedenen Hang für Mathematik, und wurdeals adlicher Peustonnair ins Wadham-Collegiumzu Oxford aufgenommen. In seinem breyzehntenhakte er bereits bessere Eintheilungen und beque-mere Aufstellung verschiedener astronomischer In-strumente, und einen Stenograph erfunden *).In ,653 ward er zum Mitglied des Ällerseelen-Collegiums zu Oxford erkiest, bald hernach (1667)zum Professor der Astronomie im Collegium vonGresham, in 1660 in demjenigen zu Oxford ,und 1661 ebendaselbst zum — Doktor der Rechte.Nach Frankreich ging er r 665 . Daß er seine Reisenicht weiter nach Italien fortsetzte, wurde sehrbedauert, da der damals in Frankreich herrschendeGeschmack auch auf seine Grundsätze Einfluß hatte,und sich in seinen frühern Arbeiten, bey nähererPrüfung, leicht erkennen läßt. Im folgenden Jahrentwarf er den Plan der Erbauung einer neuenStadt London , nach dem bekannten großen Brande,der von dem Parlement erwogen, aber nur stück-weise angenommen wurde **)» Es war nachDenhams Tode (1668.), wo er an dessen Stellezum Königl. Baumeister erwählt ward, und da-durch die Leitung so vieler öffentlicher Gebäudeerhielt, die ihm einen unsterblichen Namen ge-macht. Von der Kirche St. Stephan, die manfür sein Meisterstück hält, iß es Schade, daßsolche unter einem Haufen Häuser versteckt liegt.Zu seinem großen Werke der St. Pauls-Kirchewurde 1672 (-,. k. 75.) der erste Stein gelegt,von seinem Sohne 1710 der letzte. Für ihn selbstwar diese Baute, beyi aller übrigen Unbefan-genheit seines Charakters, ein so hoher lebens-länglicher Genuß, daß er sich in seinem höchstenAlter alljährlich einmal dahin tragen ließ, und(172Z.) bekanntlich auch darin begraben wurde.Nur wenige durch ihre Einfalt erhabene Wortebezeichnen dort seine Ruhestätte:

äudtüs conäitnr

dujus eaelsZise st rr-'ü» ***) conöitor

c»lil§'I'00»0KO8

(Ja! vixit annos ultra nona^rntaHon sibi, seä bono publico.

I.ector, §r «ro-rr-ure-rtur-rt7r>c»MLx?ice.

Obüt s5- kodr. snno 172z. sst. 91. 's).

'"0 S. die von seinem Sohn gesammelten, und von

750, wo dies Instrument abgebildet und beschrieben ist.

Hulsberg gab ihn gestochen 1724, und zwey ähnliche Plane G. Vertue.

^-) Bey Gelegenheit des Brands von London , der auf einen Schaden von über 4-, Mill. Thalern geschabtwurde, macht der kecke — Italiener MiUzt-r die Bemerkung, welche sich kaum ein Britte erlaubthätte, daß dieser Schade denn doch denjenigen eines gewöhnlichen — Kriegs noch bey Weitem nichterreicht habe!

f) Auch seiner Familie wurde die Begünstigung ertheilt, in dieser Kirche begraben zu werden.