wyatt (Jeffrey), des Obigen Bruder, eben-falls Baumeister. Derselbe baute, neben Anderm,das neue Haus der Trinitaet, ob Lower-Hill,„welches" (heißt es bey DaUarvay1.17Z.) »nochzierlicher wäre, wenn Man es nicht mit Me-daillons und Basreliefs überladen hatte. AuchHerbsimonceaux soll er aus dem mächtigen Ziegel-steinen des ehemaligen uralten Gebäudes neu auf-gebaut haben". S. I.c. 70. Not.*.
— — (M. C.), ein Maler eben dieses Ge-schlechts. Von ihm sah' man auf dem Londner-Salon 1806 ein Bildniß des Tippoo-Saib.FioriUo V. 860.
— — ( ), ein vorzüglicher Englischer Me-
chaniker in dem letzten Viertheil des X VIIl. Jahr-hunderts. Man nennt ihn als den Erfinder derKopirmaschinen, und der Albions -Mühle (?).Um 1788 ließ die Brittische Regierung (um diehäufige Morkalitaet der Soldaten in Indien durcheine bessere Verpflegung der Kranken zu verringern)bewegliche Hospitäler in London erbauen. DerUnsrige erfand auch diese Barraken, die eben sokünstlich ersonnen, als einfach ausgeführt waren*).Das Gebäude, 84 Fuß lang und 22 breit, bestandaus 3oc» zusammengesetzten Stücken Holz, dievermöge 690 Schrauben an einander befestigt wa-ren. Das Dach war mit Hespen zusammengefügt,und mit Kupferplatten belegt. Die Hauprbalkengingen auf Angeln. Jede Seite dieses Gebäudeshatte zwanzig Fenster, aüs einer einzigen dickenGlasscheibe bestehend, und außerdem neun Oef-nungen, drey und einen halben Fuß lang undzwey Fuß breit, die zum schließen gemacht waren.Diese ganze Maschine konnte in vierzig Minutenaufgerichtet, in vierzehn auseinander genommen,und auf zwey Wagen fortgeschaft werden. Esfanden sich jedoch viele, die den Nutzen dieserMaschine bezweifelten, wegen des heißen Climain jenen Weltgegenden, das auf das Holz wirken,es krümmen, und so zusammenziehen dürfte,daß die jetzige so genaue Aneinandcrfügung auf-hören müßte. Archenholz Briet. Annal. I.134 — 35 .
— — ( ). Eine Demoiselle zu London ,
welche hier auf der Ausstellung der privilegirtenGroßbrittanischen Gesellschaft der Künste 1791.ein kleines Mädchen und dann Blumen, beydesin Stickereien sehen ließ.
wybaue (B.). So rubricirt man irgendwo,unter der französischen Schule, einen Künstler,von dem man die Historie, wie Abraham dieHagar mit ihrem Sohne verstößt, auf vier Folio-blättern von i 58 v (a. ü. schon i66Z.) geetzt kenne.
* wpbe (Adam). Seiner gedenkt auch Tu-rickens Beschreibung von Danzig . Amsterd.u. Danzig 1687. Fol. S. 548. Er wußte nämlich1644 mittelst einer artigen l. c. (ohne den Namendes Stechers) abgebildeten Erfindung, Erde vondem bey Danzig liegenden Bischofsberge, überLand und über den Stadtgraben weg, einer den
Sadtfestungswerken (deren Bau er damals gelei-tet haben mag) angehörigen Pastei zuzuführen.Diese Pastei erhielt auch den Namen: wpben-Runderl. Adam war übrigens ein holländischeraus Harlingen gebürtiger Ingenieur. — Gedach-ten Erd-Transport radirte Steph. dePraet, nachdeS Wilh. Hondius Zeichnung, in qu. Fol.; manfindet auf solchem Blatte auch das Brustbild des Un-sern in Med. mit der unrichtig gestellten Umschrift:»A6/be von Harlingen ." (Hiernach find
zwey mangelhafte Stellen, in den Artickeln Wil-helm Hondius und Sreph. de praer unsererSupplemente zu verbessern). Eine Schrift vonI. M Heinze: Zum Geburtstage Carl AugustsHerzogs zu Sachsen-Weimar 1781. Weimar 4°.theilt einen um 166Z von dem bekannten Mathe-matiker Harsdörfer zu Nürnberg an den Herrnvon Schwechhausen geschriebenen Brief mit,worin es heißt: »Daß Adamwybe ein andrerArchimedes in lblsckunicis sey, so wie Wieselzu Augsburg in Opticis." wpbe habe den Bergvor Danzig , mit geringer Mühe in kurzer Zeitabgetragen und dabey dem Rathe in Danzig soviel neue Erfindungen versprochen, als Tage imJahre find **). Er (d. h. Harsdörfer) trachte dar-nach und hoffe sie, wiewohl mit Unkosten zu er-langen und sie in seinem Buche mathematischerErquickstunden mitzutheilen. Es muß ihm hiermitjedoch nicht geglückt seyn, indem man solche dortvergeblich sucht. Mrc.
Wyberg (Abraham Valentin), ein Zimmer-Dekorationsmaler zu Alton» 1806. Alks na erAdreßbuch.
Wpbicki, s. oben wibicki.
Wpck (Gustav E.), gewann auf der Akademiezu Kopenhagen 1796, eine Prelßmedaille im Zeich-nen nach dem Modelle- Lunst-Historie i Dansmark af Weinwich.
*— — (Johann oder Hans), des nachfolgen-den Thomas Sohn, welcher im Lex. nnter demArt. seines Vaters erscheint. Von seinem Aufent-halt in England heißt es bey Fiorillo V. 460—61.»Seine Schlachten und Jagden, in kleinen Fi-guren dargestellt, sind voll Leben und Bewegung,und stehen den Werken von Wouwermans nichtnach; seine Landschaften sind malerisch schön,mit anmuthigen Parthien und lichten Hintergrün-den. Zuweilen malte Wyk große Stücke, wiedie Schlacht an dem Boyne, die Belagerung vonNamur u.s. w.; allein je kleiner seine Bilder sind,desto höher ist ihr Werth. Die Pferde und Hunde,die er in den lebhaftesten Stellungen malte, ver-dienen die größte Bewunderung. Das Pferd,das der Herzog von Schomberg auf dem Bildevon RneÜer reitet, ein edles Thier, ist vonihm; der Kopf eines Bullenbeißers zu Houghtonist ebenfalls außerordentlich schön. Jacob II. be-saß von ihm eine Schlacht; andre, weniger be-kannte Sachen sind in den brittischen Cabinet-tern ***) zerstreut, wpck hielt sich eine Zeitlangin Schottland und auf der Insel Jersey auf,und kopierte die reizendsten Ansichten nach der
*) Wozu indessen die in Oesterreich r» Anfang des Türkenkrieges gewöhnliche Erfindung ähnlicher Akt Gele-genheit gab.
"-n) Das wäre!
p. Zgo. In dem Cabinet des Lord Jlchester bewunderte man von wpck eine Vorstellung derBelagerung von Narben unter dem Befehl des Prinzen von Oranien, in der Folge Königs Wilhelm.Lord Finlater hatte die Belagerung von Namur. Seine Sacken in Schottland werden von Walpole nichtgenau beschrieben-