Band 
Zweyter Theil [5].
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Zanoja.

Zanoja, Pros. der Baukunst, wird laut De-kret des Kais. Napoleon vom i3. Oct. 1809 zumRitter des Ordens der eisernen Krone erkannt.

Zanoilue (Octav). Irgendwo führt manunter diesem Namen einen alten Kupferstich auf/der die mit den Türken vor Sisseck 1592 gehalteneSchlacht in Regalfol. darstelle. Vielleicht war aberdieser sonst unbekannte Mann nur ein Verlegerdieses in Italien erschienenen Blattes. Mrc.

Zanotti (Anton)/ ein neuerer VenetianischerMaler. Nach ihm gestochen ist das Bildniß desAbbate Lastesio, vor den i8o5 zuBassano erschie-nenen wettere IsmiZlisri desselben.

— — (Eustach ), soll herausgegeben ha-

ben: Prsttstc» teoretico prattico 8e strospet-tiva. öolvAna 1766. 40. mit Kupfern.

* — — (Johann Peter Cavazzoni). „We-

nige" (sagt Lanzi Lst. terr. V. 18t.) „habenPinsel und Feder zugleich so gut zu führen ge-wußt, wie dieser Künstler. Seine /IvvertimentIper I'incainmmainento sti un Slovans alla pit-tnrs (8°. öolo^n. 756.) enthalten Lehren einesMeisters, der den Verfall der Kunst kennt/ undihr aufhelfen will, indem er ste von niedrigerPraktik zu ihren Grundsätzen zurückführt. Nachgleichen Maximen verfaßte er schon seine 8toria«kell' T^castemia Olementina ( 2 .V 0 I. 4°- öolo^n.739.), ob er gleich dabey nicht ganz freye Händehatte, da er viel von kürzlich verstorbnen, odergar noch lebenden Akademikern zu sprechen hatte.Dieses mit bisher in Welschland ungewohnterPracht gedruckte Werk erweckte bey den bessernKünstlern ziemlichen Unwillen, weil sie darin Le-ben und Bildnisse mittelmäßiger Namen nebenden ihrigen gesetzt und geehrt fanden; wie z. B.Joseph Crespi (Spagnnolo) sich dadurch beleidigtglaubte, findet man i» Ludrv. tsrepi's FelfiiiaS. 327- u. ff. Andre von den Schwächer«, viel-leicht über Gebühr erhobenen, waren vollendsunzufrieden, daß sie nicht noch mehr gelobt wur-den. Diesem Werke fügte Zanotti, als vornehm-stes Mitglied und lange Zeit Sekretär der gedach-ten Akademie, seine eigene Biographie bey ').Häusliche und gelehrte Geschäfte entzogen ihn beyreifern Jahren der ausübenden Kunst, und vonda an sah' man nur »och matte Bilder von ihm,die uns von seinem Genie eben keinen hohen Be-griff geben. Zu dem (frühern) Bessern, und wasihn denn doch von der gemeinen Künstlcrschaarunterscheidet, gehört seine weitschichtige Darstel-lung einer Gesandschaft aus dem Kirchenstaate(8e' Komsnuogil) an die Bologneser, die sichauf dem Stadkhause zu Bologna findet. Auch inPrivathausern dann steht man von seiner Handanderes Geschichtliches und Mythologisches vonsehr feinem Geschmacke; neben Andern» ein Bildbey den H. H. Biancani Terzi, wovon Aigarorriungemein viel Rühmens macht; dann bey H.Volpieinen Amor unter den Nymphen, ein ungemeingraziöses Kind einer poetischen Fantasie, welchebis ins höchste Aller sich in Versen ergoß, diedenn doch ganz Anderlei als der Lomazzo undBoschini ihre sind. Ein eigenhändig gemaltesBildniß desselben sah' man (1780.) in der oft er-wähnten Sammlung des Grafen Firmian in demSchlosse Leopoldskron bey Salzburg. — Seine,neben den schon genannten, übrigen schriftstelleri-schen Arbeiten, welche nämlich die Kunst betref-fen, führt Fiorillo II. S. 673. not. 8. nachFantuzzi, wie folgt, an:

I. OialoZo in materia sti pittnre cli tiiov.?ietro Lavarroni 2auotti; eingerückt in

Zappone.

die OsLS-'varsiam c-'itrcüe m cir/era tiek Mm--

6rou. Lir-seMe Or^i. etc. Vene?»»,1710. 8.

II. I.ettors ismiliari gcritte all un-Imico in(likesa fiel Lonte 6srlo Lesare Nalvama,autore seiln keisina I'ittrice. Lolo^na,

170b. 8.

III. 1 >ettere s 6ic>v. Lattista Oosta, pittorein Rimini , intorno all' opere, vero nomse co^nome, e p.^tris sti duistc» La^nacci,pittore.

IV. ^luovo kregio 81 Aloria a kelsina semprepittrice neila vira 8i I.orenr:o Vasinellipittore koloAnese. 6oloxna, 1708. 4-

V. ^Aiunte alle pitture 8i öoloAna, stell'^scoso ^Icastemico, etc.

VI. Oescri^ione est Illustrarions stelle kit-ture 8i kelle^rino l'ibslsti e l^icolo /Ib-bati, esistenti nsll' Inatituto stelle 8cienre.Vene^ia, 1766. sol. max. Dieses Werkenthält:

1. sir IVrco/o ^übatr ce/eb-'e xittore.

2. sii Tliba/sir, etc.

Z. roxn-a /a tlrarrier-n cir/'e/-

/cA-'mo Drüa/sir.

von dem Unsrigen nach L. Pasinelli gestochenkennt man einen sel. Johann vom Kreuze, unddie Halbfigur einer St. Cacherina, und nach ihm,von L. Mattioli, das Titelblatt des Abecedariopillorico, Ausgabe von 1701.

* Zanplccoli, s. Giampicoli im Lex. undunten.

*Zantagostino, s. Sanragoftin» im Lex.und oben.

Zanth (JohannJacob), ein Goldschmied, dersich 1691 als Meister z» Dresden setzte, und dort1721 verstorben ist.

Zanri (Franz), ein gebornerVenetianer (wel-cher oben in diesen Zusätzen unter A. ((Nargiolierscheint), war am Hofe zu München als Schiff-und Brückenbaumeister angestellt. Von ihm, ge-meinschaftlich mit lAanrurinl undMauro, Ward1662 das prächtige Schiff am Starenbcrger-See,von seinem Venetianischen Netter — Buccenlaurgenannt, erbaut. Liporvsky.

Zanusi, s. oben Zannufi.

* Zanz, ger, s. Zage! im Lex. und oben.

Zapara (Don Anton). So heißt beyFiorilloIV. 386. ganz ohne Weiteres, ein SpanischerMaler, Schüler des Palomino.

— — s. auch oben in diesen Zusätzen villa-fuerre.

Zappe (Joseph), ein sehr geschickter Glas-maler, geb. z» Ekeinschönau in Böhmen 1768,wo er sich 1792 noch aufhielt. DIabacz.

* Zapp 1 (Lavinia), geb Fontana, s. Fonranaim Lex. und in gegenwärtigen Zusätzen.

Zappone oder Zapponr(Dominicus). Ineinem seltenen Büchelchen des Dresdner Bau-meisters Vtossem: 8onetti sti lohan lVlariaIVc/5Le»i. Drehst. /Vnno >1. O6. II. 4". und zwarin der zweyten Hälfte dieses Werkes, findet sich

i) S. noch mehr über dieses Werk >. c. >67—68.