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Zehender.
Handel kam solche niemals. Auf dem Kunstsallonzu Bern sah' man von eben diesem Künstler zweySchlachtenstücke, die von einem so leichten undgeistreichen Pinsel zeugten, daß Kenner nur be-dauerten, daß H.Zehnder seither diese geniali-sche Manier gegen einen fast ungemeßenen Fleißvertauscht hatte. Mßli V. 201. Mensel III.(1809.) nennt ihn noch unter den Lebenden. Lonf.Ebendesselb. Archiv I. (4.) 60. 79 — 81. —11. (2.) 109. il 5 .
Zehender oder Zehutner (Hans undAndreas oder Endres), zwey Gebrüder Er-sterer, nachdem er bereits Münzmeister in Nörd-lingen gewesen, trat i 5 j 8 zu Erlangen in Bran-denburg -Bayreuthische Dienste, dein der andereebenfalls bald nachfolgt«, die dortige Münze zuversehen; jedoch ging letztrer gleich das ff Jahrwieder davon ab, unterm Vorwand eines Kaiser-lichen Rufes nach Prag . Hans wollte hieraufi 65 o als die Münze zu Erlangen einging, eben-falls seinen Abschied haben, den ihm aber derMarkgraf verweigerte, und ihn zu Neustadt —gefangen hielt. Spiesen's Brandend. Münz-velust. ?. III. id 4 -rc- > 6 ». BeyschlagsBeytr. z. Bunftgesch. von Aördlingen St. VI.u. VII. S. 45 u. 64. erzählen die Schicksale die-ser beyden Bruder, mit geringer Verschiedenheitder Daten, eben so. Nach ihm versah Hans dieMünze zu Nördlingen von 1546— 5 i.
— — — auch Zentner, Zentner
(Hans), Zehntner ist wohl sein richtiger Ge-schlechts-Name. Bey Lasan (Lä.seo.) wird seinTaufname irrig mit I. L-, anderswo gar mitI. L. L- bezeichnet. Geb. zu Darmstadt , Kupfer-stecher zu Braunschwelg, hielt er sich eine Zeitlang(schon um 1784.) zu Paris auf, von wo er um1787 nach Haus kehrte. Von ihm kannte manum 1789 Blätter von Pfälzischen Ruinen nachGoudt is.K. Gurh). Nach Mensel IIl. welcher(1809.) den Unsrigen noch unter die Lebenden zählt,wären es die Trümmer der ehemaligen Hauptkirchezu Speyer, die Begräbnißstätte der deutschen Kaiser aus dem Hause Habsburg ebendaselbst,die Ruinen eines Carmeliter- und eines Domini-kanerklosters, Alles zu Speyer , welche er nachGuth gefertigt hatte. — Dann Anderes nachI. P. Loutherbourgh (vielleicht schon zu Paris ),wie z.B. die vorsichtige Hirtin, und das Gewettdes Esels; diese (nachBasan) für das Kabinetle Brün. Endlich nennt M eu sei Misc. XXX.262 . mit großen Lob ein von ihm gefertigtes alle-gorisches Blatt auf den Tod des ') allgemein be-dauerten Pastors an der Magnus- Kirche zu Braun-schweig , J.C.A. Henke. Meusel rubrizier ihn ge-doppelt, als Zehnrner und Zentner, und«. 6. v.als zu Frankfurt a. M. seßhaft. Irgendwo (1820.)heißt es: »Dieser" (hier I. L. L. gekaufte) »vonDarmstadt gebürtige Künstler, der nicht alleinmit der Nadel umzugehen verstand, sondern auchgeschickter Landschaftsmaler war, ist vor mebrernJahren verstorben. Von ihm hat man, neben An-dern!: Ruinen des Carmeliter-Klosters zu Mainz (nicht Speyer , wie Meusel sagt) (?). Nochanderwerts lesen wir, »daß ein Zehnrner" (wohlwieder der Unsrige) »vier Aussichten von Cassel,nach S. L. Dury und dem Rath Tischbein, inQuerfol. gestochen habe."
— — (I- C ), ein Maler zu Frankfurt a. M. 1788. Wir haben von ihm ein schlechtesOelgemälde gesehen, was nach der Natur gemalteBettelleute nebst einem Prospekte gedachter Stadtzeigte. flkLc.
Zeibold.
Zehender (Matthias). In der Sammlungdes Prinzen Carl von Eigne (s. deren Verzeichnisvon Barrsch S. 160, wo er irrig Zehendergenannt wird) befand sich von ihm (1671 mitder Feder gezeichnet, mir Bister getuscht und weißgehöht) ein Blatt, was zwey Märtyrer darstellt,die sich vor ihrem Lodesgange noch umarmen. —Nach ihm sollen gestochen haben Phil.Kilian denAbt von Elwangen Heinrich Christoph, und B.Kilian, nach des Matthias Zeichnung von 1672,den H.Geraldus in einer Einöde knieend und vonEngeln bedient. Mrc.
— — (V-), ein Schweizer von Geburt,der zu Oldenburg (heißt es 1816.) als dortigerkegationsrath lebt, sich gern mit der Kunst be-schäftigt und gute historische Zeichnungen zu sei-nem Vergnügen fertigt Ob das V. den Tauf-namen dieses Dilettanten, oder das adeliche vonbedeuten Joll, ist uns unbekannt. Mrc.
— — ( ). In der zweyten zu Amster-
dam erschienenen Auflage des Werkes: De^eu-vvoorciiAe 8kk»st 8er vereeuiAäe Xesterlanäen17Z9 ff. 8°. findet sich ein Grundriß von Mi'ddel-burg 17hl, den Dr. Nettis gezeichnet hatte, nachdem Plane eines Ingenieurs ... Zehender, voneinem Ungenannten in qu. 4°. raoirl.
Zeh! (Carl Gustav, gewöhnlich Gustav). DerSohn eines Sächsischen Artillerie-Unterofficiers,befliß sich in Dresden , seiner Vaterstadt, der Kunst,radirte einige kleine Landschaften nach eigner Zeich-nung, stach Schrift rc. In i 8 u 3 vertauschte erDresden mit Leipzig , wo er die Kunst aufgabum sich dem Kunsthandel zu widmen, und verschie-dene Künstler beschäftigte (öfters sind ihre Blät-ter einzig nur mitZehlsVerlagsadresse bezeichnet),mehr aber noch früher gestochene, schon etwasabgenutzte Platten an sich kaufte. Bey alle demwar in seinem Verlage doch noch allerhand GuteSund Leidliches; so z.B. von Bollinger, I. G.Geister, C.G. Geyser, C. W. Kolbe, I. I. vonMecheln, J.J.Wagnerrc. Er st. zu Leipzig 18iZ,26 I. alt.
Zehr ( ). Von einem solchen, uns sonst
ganz unbekannten Stecher wird irgendwo ohneandern Namen als den seinigen, das Bildniß einesGabr. Joh. tzelmburg angeführt.
Zehrlein, ein falscher Name von obigemZehelein.
z e i (N.). So nennt La»sr (L8. ter?.) I. 285-einen Maler aus Cilta di St-Sepolcro, den manfür einen Schüler des Cortona hielt. Von ihmsieht man im Dome seiner Vaterstadt: Die Seelenim Fegfeuer, ein wohl colorirtes, und nach denMaximen seines Meisters componirres Bild, nurmit gemeinen Köpfen und von wenig Ausdruck —etwa den befreyenden Engel ausgenommen.
Zeibig (Georg), ein Bildhauer zu Heidenair(unweit Dresden ), wo er 1689 46 I. alt starb.Georg Spieß: Dohnisches kurzes < 5 hro-nicon >710. Fol. eine Handschr.
Zeibold (Georg), erscheint schon 1700 alsSpecial-Münzwardein des Markgrafen von Bran-denburg-Onolzbach für die Münze zu Schwabach ;wurde aber dieserwegen erst 1706 vom teutschenReiche in Pflicht genommen. Hrrsch teutsche»Münzarch. VI. 6. 17.
) Nebe» Andern, wegen seiner Toleranz, die sich seither in seiner würdigen Familie fortpflanzt.