Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
6
JPEG-Download
 

Abel (Matthäus), Hofbaumeister des Chur-fürsten zu Mainz , von dem es in Joh. wil,Helms ^rokitecturn civilis (dessen erste Auf-lage in Mitte des XVH Jahrhunderts erschien)heißt: «Er habe zwar ein Buch über seineKunst ediren wollen; doch sey es (wie es ausmannigfaltigen Gründen so oft geht!) dazu nichtgekommen.

(Peter). Bey Fiorills D. l. iZr,heißt es:Der Faltenwurf ist es auch, wo-durch die Böhmischen Künstler, Maler oderBildhauer, sich vorzüglich ausgezeichnet haben.Bey ihnen ist er leicht, reich, und in große Par-tien gebrochen, wie man solches sehr deutlich inden Handzeichnungen zur Chronik des DererAbel sehen kann." Ob dieser aber dieselben selbstgefertigt habe, ist uns unbekannt.

(Wilhelm August Christian).S.Leop. August A. im Supplemente.

( ), Oberfeuerwerker in Preußi-

schen Diensten gegen 1800, der einen von demHauptmann von Douailli gezeichneten Plan derStadt Königsberg in Preußen ins Kleine ko-pirte. und zugleich verschiedentlich berichtigte.Diese Zeichnung Abel« wurde 1800 zu Berlin gestochen, nnd der Beschreibung Königsbergs von Baczko einverleibt.

( ). Nach einem solchen haben

Cönigen und Göpert gemeinschaftlich das Bild-ntß von I. I. Richards gestochen, welches imVerlage von Varrentrapp und Wcnner zu Frank-furt (»809) »2 ggr. kostete,

( ). Ein Kupferstecher. Von

einem solchen (wahrscheinlich dem schon oben ge-nannte Göttlich Friedrich) heißt eS im Tüb.Mogenblatt i 8 i 3 S. 960, er sey nunmehr mitder 47. Section der Bohnendergtschen Karte vonSchwaben beschäftigt.

( ). Ein solcher wird im Tüb.

Morgenblatt 1814, S. n68, beyläufig alsein geschickter Schüler von David, an der Seitevon Gerard, Girodet , Gros u. s. f. genannt.Wohl.tst er kein anderer, als entweder der obenangeführte Alexander Dionvs Joseph, oderdann der gleich nachfolgende Abel-Dujon. Wirvermuthen eher das Erstere.

Abel-Dujon ( ), ein Französischer

Geschichtsmaler, Schüler von David. Auf derAusstellung zu Paris 1819 sah man von ihmein Bild: Tod der Maria, das in den bekann-ten Briefen an David über diesen Salon, alsdes Künstlers unwürdig, Übergängen wird. Da-für geben sie die Beschreibung und Abbildungim Umriß eines kleinern Bildes von ihm mitFiguren von ein Drittheil Lebensgröße, welchesCasarn auf seinem letzten Gange nach der Se-natssitzung darstellt, wo er von seiner Gemah-lin Calpurnia aufgehalten wird. Davon heißtes dann im Tüb. Morgenbl. 1820 S- 7879:Uns macht das Bild den Eindruck einer aufdas Französische Theater übersetzten RömischenGeschichte. Der Anordnung fällt kein besonde-rer Tadel zur Last; doch finder man darin ebenauch kein besonderes Verdienst. Höchst ungün-stig aber wirkt die theatralische Ohnmacht derCalvurnia. Sie sinkt mit ausgebreiteten Armenso heftig zurück, daß Antvniuü unmöglich siehallen kann. Die ganze Figur hat dabey etwasunerträglich Steifes; doch bescheiden wir uns,daß der Umriß hieran einige Schuld tragen mag."In »820 wurde ihm und vinchon die Ausma-malung in Fresco der Kapellen St. Rochus undSt. Mauritius in der Kirche St. Sulpice auf-

getragen. Abels Arbeit bestuhnd, außer denVerzierungen: 1.) In drey Compofitionen: Wieder H. Rochus für die Heilung der Pestkrankenin einem Römischen Spital betet; wie er imGefängnisse seiner Muttersiadt, Montpellier ,stirbt; und, als Deckenstuck, dessen Apotheose,s.) In den Figuren der vier Städte, welchedurch die Fürbitte des Heiligen von der Pest be-freyt wurden. 3 .) In dem Altar, welches mitdem Grabmal des Heiligen geschmückt ist, aufdem man in Basrelief sein Leichenbegängntß dar-gestellt sieht, 1 . 0. 1822,S. 4 o. «Als am 29.April 1822 der bekannte Abbe Frayssinous zuSt. Sulpice die Schlußrede seiner dießjährigenUltra-Andachten hielt, führte" (heißt es in demBlatte der(Quotidienne) «nach dem Ende die-ser Rede, das fortgesetzte Andachrsgefühl einengroßen Theil der Zuhörer nach der Kapelle,St.Röche, wo H. Abel-Dujon, mit so vorzügli-chem Talent, das Leben und den Tod diesesheiligen Bekenners in Fresco gemalt hat."

fl. ll/j Adele (P. van), den HolländischenMedailleur, s. im Lex. und dem Supplementes. v. vabeele.

fUJ Abelgardt,s. Abilgaard im Suppl.und bald unten.

Abelin (Carl l'), gebürtig von Bevai imCanton Waadt . Derselbe war Baumeister derschönen Westmünsterbrucke in London , die 1220'Lange, und ihr mittlerer Bogen 75^ Weite hat,deren Bau zwölf Jahre dauerte und 218,000 Pf.Sterl. kostete. Kein brittischer Baumeister wolltedie Arbeit übernehmen; Er that es, und vollen-dete sie aufs Beßte. Dann verfertigte er, unterden Augen des Prinzen von Wales, Baurissefür den Pallast von St. James. Allein, sey es,baß er schlecht bezahlt ward, oder daß er keinguter Hausvater war, seine Talente führten ihnnicht zum Wohlstand. Er begab sich nach Paris ,und starb daselbst, 80 Jahre alt, unbekannt undin dürftigen Umständen, am 17. Dec. 1781.

Ltrennes belvet. I8i4-

Abel 0 ch (Joachim), Münzmeister der BurgFriedberg seit 1H89. Hirsch , teutsch. Münz -Archlv VH. 2S1. Derselbe erscheint auch unterdem Namen Absloch.

fii.^ Abendroth oder Abendbrodt(Derthold od. Bartholomäus), ein Glockengießer,s. Peter Stengel in unserm Supplemente.

flJ Abenr (Leonhard), war, nach Eini-gen, nicht von Passau, sondern aus Holland gebürtig, da er unter Blättern von oder nachihm nicht p»8s. heißt.. Indessen ist zu

bemerken, daß in alten Zeitbüchern Passau öf-ters üatkavia, katavia und Lstsva Lastrs heißt,und daß man nun einmal von ihm einen Plander Stadt Passau kennt. Lkporvsky, I. 224,1l. 210.

Abercrombie (Johann), ein BrittischerKunstgärtner zu Tottenham-Court um 1770,welcher auch als Schriftsteller über seine Kunstrühmlichst bekannt ist.

Aberli (Franz), aus Winterthur , der jün-gere, ein Stempelschneider und würdiger Schü-ler von Huber zu Basel , wird im Morgenbl.1809. S. 906, wegen seiner Kunst sebr gerühmt.In 18,0 erhielt derselbe bey der Kunstausstel-lung zu Bern den Preis für eine Folge in Edel-stein geschnittener Engel; I. c. 1810 804. Re-ferenten dieses schrieb der berühmte Steinschnei-der I. v. Dökl zu Suhl in 1810: «Ueber diedermaligen Steinschneider Deutschlands läßt sich