Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
39
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Al b ani.

n. Deutschland .

Eine Landschaft von ihm besaß (1817) derProfessor Waagen zu waldenburg in Schlesien.Cüb. Runsthl. 1817. S. 3 >.

H. von Rapp zu -Nierau (1821) mehreresUngenanntes; I. 0. 1821. S. 34 ?-

Wir selbst sahen erst jüngster Tage wieder,mit neuer Bewunderung, in der Galerie desH. Grafen Benzel-Sternau, zu Morien-Haldeam Zürchersee, ein allerliebstes kleines Bild mittausendslustigen badenden Amorinen.

Sein eigenhändig (?) gemaltes Bildniß steht inder (apokryphischen) Sammlung von Malerbild-nissen (1780) auf dem Firmranschen LustschlosseLeopoldskron bey Salzburg .

Ein uns unbekanntes Bild von ihm befand sich(1822) in dem Nachlasse der Frau von Hill zuDessau . Tüb. Lunstbl. 1823 S. 240.

I. England.

In der Galerie des Grafen von Staffordin Cleveland-House zu London : Salmacis undder Hermaphrodite; dasselbe, welches einst (s.oben) der Herzog von Orleans besessen (1^ 9"hoch, 2/1" breit); also wett größer, als dasje-nige in der französischen Galerie, und haupt-sächlich weit energischer im Ausdruck; in derStellung nämlich, wo die erstere den letzter»,mitten im Wasser, leidenschaftlich umarmt, unddie Götter bittet, daß sie niemals von ihm ge-trennt werde. Nur die Landschaft (das minderWesentliche) weniger reich als in dem andern C).

Noch kennen wir von Blättern nach Albani,ohne zu wissen, wo gegenwärtig die Urbilderstehn.-

i. Aufopferung Jsaaks. ^von. so. in G. Mvnt-gards Verlage, ohne des Malers Namen.Sehr großes Blatt in Querfolio.s. Der Segen Jsaaks. Eben so. /^r^.

3. Rebecca und Elieser. (lautre! so. Schönes,sehr großes Blatt in Querfolio. /Lr-t.

4 - H. Familie, wo das Kind sich an der Mut-ter Hals schmiegt, und sie das Gesicht seit,wätts wendet, um sich mit Joseph zu unter-reden. 6. Vermeulen so. Fvßll 11 . 2(i3.

5 . H. Familie in einer schönen Landschaft, wodas Kind mit Blumen spielt, und Josephunter Ruinen wandelt, mit der französischen Unterschrist: Ich bin die Blume des Feldsu. s. f. eVonori. so. bey Audran.

6. H. Familie, wo Maria dem Kind die Brustreicht; Joseph mit einem beschlossenen Buchin der Hand zu ihrer Rechten; zu ihrer Lin-ken hinter ihr zwey Engel in der Anbetung.Kniestück.

7 - H. Familie in einer reichen Landschaft; dirJungfrau, das Kind auf den Knieen, demdrey Engelchen Aepfel bieten. Hinter derMutter zwey Engel im Acte der Anbetung. ImVorgrund St. Joseph, der den Esel zur Tränkeführt.

Diese beyde große Blätter von einem Unge-nannten in W. Chateaus Verlage. i-'rEsr.8. Ruhe in Egypten, in einer Landschaft untereinem Palmbaum. Zwey knieende Engel rei-chen dem Kind, auf der Mutter Schooß, Blu-men; ein dritter führt den Esel zur Tränke.St. Joseph, nachdenkend an einer Ruine sitzend,halt ein offenes Buch in der Hand. 3 . 6.Seutter äol. et so. Wie wir vermuthen, nacheinem Urbild in Deutschland .

Albani. 39

6. Eine andre Ruhe in Egypten. e.

so.

10. H. Familie: kanper 0AO 8om — ajuven-lute mea, schön. Vallet so.

11. H. Familie mit zwey Engeln, wo die Jung-frau das Kind stillt. Lkaskeau so., schön.

12. Jungfrau mit dem Kinde, das den kleinenJohann liebkost. HAO IVlater pulobrae kli-leotionis. ksrjat so., schön.

1 3 . Inkans salus xoxuli. Das Kind am Fußeines Baums, m einer schönen Landschaft;vor ihm tragen drey Engel ein Kreuz in denLüften, ^non. so. bey Audran. ^r'»L/sr.

i 4 > Die Jungfrau, in einer schönen Landschaft,am Fuß eines Baums, das Kind in denArmen, dem Joseph zwey Kirschen reicht.(8ainte kamillo aux cerises.) so.

bey Vallet.

1 5 . Junger Jesus , auf einem Bett eingeschlum-mert, Haupt und Arm auf einem Kreutzeliegend, l,. Sirnonnouu so. Großes, sehrschönes Blatt.

16. Flucht in Egypten. Das Gemälde gehörteeinem Königl. Sekretair, H.Belluchau. Lka-tesu so. Bey London (O. ck'^/Larrs lVro. 5 )im Umrisse.

17. Laufe Christi durch Johannes. Der Täuf-ling steht im Wasser, der Täufer knieet amUfer; jener demüthig, dieser ehrfurchtsvoll.Eben so zwey Engel, welche Tücher halten,um den Getauften zu trocknen. In den Lüf-ten die segnende Gottheit, von vier Engelngetragen. VsUetso. London (O. < 1 '^/-Laws IXro. 3 , wo es auch im Umrisse wun-derlieblich erscheint) sagt: On innere 1'ori-

ßftrie «1e oo tabloau.

,8. Petrus , der seine Verlaugnung beweint.

(liov. KI. NorAden, ckiso. Lerck. llro^orlso. Oben führt Lonzi das Urbild

an; aber ohne dessen Besitzer zu bemerkend).Ig. Ein Abendmal. k. ^cjuila so. Nach Lon-don , der es (O. cl'^k//>a,rs lXro. 4 ) im Um-risse giebt, befindet sich dasselbe im PallasteSalviatt-

so. Ein Ecce Homo. Christus in der Dornen-krone, und mit dem Rohrstabe, von dreyEngeln beweint. Kniestück. London (O.

Ssns iVro. 6, wo sich ein Umriß davon befin-det) nennt es eines der schönsten Bilder vondem Unsrigen, in Figuren natürlicher Größe,im Museum Napoleon (also Kuysteroberung.Woher?) L. liousselet et 8t. kieart so.Sehr schön.

Profan-Geschichtliches ist uns von Bilderndes Unsrigen durchaus nichts, und daher auchkeine dergleichen Blätter ( 2 ), dagegen aber vonMythologischem, neben dem etwa schon obenspars. Erwähnten, noch Folgendes bekannt,i. Die Entführung der Europa durch Jupiter,als Stier. 1. kro), so. Füßlr II. 270—271beschreibt dieß Bild vortrefflich, wie folgt:„Die Entführte ist schon weit vom Ufer, vonwelchem ihre Gespielinnen ihr mit wehklagen-den Gebehrdcn nachsehen. Sie hält sich mit^-der einen Hand an einem Hörne des Stiers,und mit der andern macht sie eine Bewegunggegen das Ufer, nach welchem sie mtt Weh-muth zurücksteht. Die Anordnung ist sinnreich.Die Figur der Europa ist schön gezeichnet;und selbst dem Stiere hat der Künstler einen ein-leuchtend freudigen und vergnügten Blick zu

(>) Colinet hat es gestochen. Eine Beschreibung und artige kleine Nachbildung im Umrisse, befindetsich in der: Oslerie errsngere, Lsh. lv. piro. 2,

(2) Wahrscheinlich das Bild bey St. Lolombano zu Bologna , welches oben Lochin bemerkt.

( 5 ) Dir einzige Ausnahme s. unten am Schluss«.

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