Albertini.
Alberkran ti.
man etwas Trockenes, wie z. D. in einer Ma-donna mit St. Dominik und Santa Cakherinavon Siena, in St. Sylvester auf Monte Cavallozu Rom . Aber eben müsse man ihn nicht dort/sondern zu Florenz suchen; wie z. B. in zweyGemälden in der Kirche St. Julian/ von ungermeiner Kraft im Kolorite, und guter Nachah-mung von Frate's Styl; vollends am nächstenkomme er demselben in einer Heimsuchung Ma-riä, die sich einst in dem Priester-Congregations-hause befand / und itzt die berühmte Tribune derGalerie ziert(D. Endlich machten auch dreyeseiner Schüler, Franciabigio , Jnnocenz vonJmola, und besonders Visino, ihm große Ehre.Von ihm lesen wir bey von Männlich: »Solange derselbe mit seinem Mitschüler Baccio dellaPorta in Freundschaft und Gesellschaft lebte,arbeitete er mit größtem Fleiß, folgte seiner Füh-rung, und ahmte genau seine Art, die Naturzu sehen, nach. Baccio übermalte manchmaleinige fehlerhafte Theile in desselben Gemälden,und diese wurden nachher von mittelmäßigenKennern für Originale von seiner Hand ange-nommen; diejenigen aber, welche tiefer blickten,und denen dieser Umstand und die Werke desAlberrineHi unbekannt waren, nehmen sie nurals alte Copien nach Baccio an. Im Grundeirren Letztere weniger, als die Erstern; denn einjeder Nachahmer irgend eines Meisters, kopirtmehr oder weniger sein angenommenes Muster,zwar nicht seine Werke Fug für Zug, aber dochseine Art zu sehen, zu empfinden und darzustel-len. Sobald Baccio die Welt verließ und einMönch ward, fieng Albertinelli an, eine ge-wisse Manier anzunehmen. Seine Compositionverlor an Größe, Einheit und Einfalt, undseine Färbung an Harmonie; sie ward dunkler,eintöniger und roher. Er war auch in seinerAufführung ein Sonderling, und um ganz inlärmender Freude zu leben, bestand er auf einigeZeit eine Schenke. Seine vorzüglichsten Werkefind zu Florenz, zu Vtterbo und zu Rom ." Vondeutschen Galerien besitzt von ihm, unsers Wis-sens, einzig diejenige zu München ein kleinesBild, ganze Figuren auf Holz: BescbneidungChristi. Gestochen nach ihm kennen wir einzigjene Heimsuchung Mariä in Masqueliers Gale-riewerke, von N. Thomas, und im Umrisse inden lableaux etc. I. e.
Alberrini (Colo); s. unten Alberttno.
-- — (Johann), ein zu seiner Zeit berühm-ter Glockengießer von Alexandria della Pagliaim Mayländischen. Nachdem 1Z9Ü Carulucciodi M- Paolo da Orview eine sehr großeGlocke für den Dom zu Orvieto gegossen hatte,mit der man, ihrer Unbehülflichkeit und andererMängel halber, nicht zufrieden seyn konnte, somußte Johann i 4>5 dieselbe Glocke in einenbessern Stand setzen. «lr
p. 297—293.
Aibertlno (Cola di), ein Künstler in Mo-saik, der 1333 und i 36 o an der Verzierung desDomes zu Orvieto arbeitete. Man nennt ihnauch Eola Albertini. etc.
x. 27h— 384 .
fll.J Albert olli (Jocundus), gebürtigvon Lugano in der Schweiz , ein 1822 noch le-
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bender Maler und Bildhauer, vornehmlich abervortrefflicher, theoretischer und praktischer Bau-meister zu Mailand , und öffentlicher Lehrer die-ser Kunst daselbst. Schon vor vierzig Jahrenkannte man von ihm: Ornament! kliverxi,inventati, (li8eAnati eck eseAuiti -la
ineis! cl» 6iae. 1.uAane8e. (bli-Isno 1782). — Glenne stecorarioni cli no-tiili sale et altri ornamenti sti 6. ^ZissreoZ/Z,incisi <la 6iae. iVlereoli est e^nst. cle Lernar-clis. (Nilano 1787). — lVIiaeellanea per iOiovani stuäiosi 6e1 UiseAno, pnklleala stao. ^Z^sreoZZr, parte tcrra. (lVIilano 1796) Ar.iol. Letztres schöne Werk findet man seltenvollständig; Theil I. muß 24, Theil kl. 2Z,und Theil III. 20 Kupfer enthalten, und außer-dem noch jeder Theil einen Titel und eine De-dikation, so wie auch Theil ik. noch ein bedruck-tes Blatt mit Text. Endlich : Lorso elemen-tare tli ornamenti arebiteltonici icleato ecliseAnalo cla 6. ^ZSsrroZZZ. (Vlilano r8c>5)Ar. kol. Eberrs biographisches Lexikon.Von ihm, als praktischem Künstler, wissen wirnnr so viel, daß nach seiner Zeichnung diewunderschönen Verzierungen , und zumal Rosonivon der seltensten Mannigfaltigkeit für den so-genannten Simplon-Bogen zu Mayland aus-geführt^), und zwar vollendet, aber noch nichtan ihrer Stelle angebracht worden, und mit-lecweile dort sorgfältig aufbewahrt werden. OhneZweifel bey ^Gelegenheit dieser Arbeit war es,daß unser Künstler durch ein Dekret des KaisersNapoleon vom i». Okt. 1809 zum Ritter dereisernen Krone ernannt wurde. ^0. Von ihm,als Maler, s. seinen Artikel im Supplemente.I. Mercoli's Blatt einer H. Familie, nach ihm,nennt der winklersche Gantkatalog schön.
Albertolli (R-), soll ein Künstler heißen,nach dem, in unsern Tagen, ein Dildniß des italie-nischen Dichters, Joseph Parini, von Locatelligestochtn wurde. Zt/§e.
sJlJ — — ( ). Unter den von Pa-
ris wieder nach Berlin (?) zurückgebrachten Bil-dern befand sich von einem solchen eine Mariamit dem Kinde. „Traulichkeit des Kindes mirGott (?) und nachdenkende Frömmigkeit der Mut-ter scheinen die trefflich gelösten Aufgaben; derMaria möchte man indessen mehr Wärme in dieschönen Züge hauchen." So heißt es, wunder-lich genug, im Tüb. Morgendlarr. In demZurückbringen eines Bildes von ihm nach Ber-lin , dürfte indessen irgend ein Quid pro Quostecken? Fast denken wir, daß hier von denoben erwähnten Bilde des Jocundus A- ddRede seyn dürfte.
slJ Albertoni (Paul), Lanzi (eäi,..terr)-, n. 23 n, nennt ihn und I. P. Melyiorri,seinen Mitschüler bey Maratti, als gut geach-tete, doch (und zumal den Unsrigen) nchl sehrbedeutende Meister.
Alberrranti ( ), ein Kmstleraus der
letzten Hälfte des XVIU. Jahrh. Nach seinerZeichnung wurde, unter der Leitung von Mar-stall, ein Bildniß des letzten Kö'igs von Polen,Stanislaus Augustus, sehr mittelmäßig in 8-»gestochen,
(>) Seit >786, da jene Congregation eingezogen würbe. Dies Bild trägt das Datum von »5<>z>
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(») Der Bogen selbst ist die Arbeit des Baumeisters Cagnvla.
I.