Band 
Zweyter Theil [5].
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Anderloni.

Andra tta.

Anderloni »och am Lebe», damals beschäftigt,Herders sehr kenntliches Bildlich nach G. vonKügelgen kl. Fol. zu stechen, das denn auchwirklich in 1822 sehr »kräftig und brillant" er-schienen war, und 4 fl. kostete. Tüb. Runftbl.-822 S. 1i)4.

Anderloni (Peter), Kupferstecher und Zeich-ner zu Mailand ; ein trefflicher Künstler. Nacheigner Zeichnung kennt man von ihm: Die Bild-nisse des Malers A. Appiani 4 °-, des Kupfer-stechers I. Longhi 40, und Czaar Peters desGroßen kl. Fol. Dann, nach G. Bossi, Ant.Canova's 4 °. Von Geschichtlichem: Nach Ra-phael die Vision Ezechiels, ein mittelmäßigesunter der Leitung von Ios. Longhi (vermuthlichseines Lehrers) gestochenes Blatt, Fol., undMaria in einer Landschaft sitzend mit dem Chri-stuskinde und Johannes, Fol., aus der Wiener-Galerie (jedes Pr. 9 fl.); nach Niklaus Poussin,Moses vertheidigt die Töchter des Jethro amBrunnen, quer Fol, sein Hauptblatt, sehr schönlPr, >8 fl.). In 1820 hatte perer drey Plattenin Arbeit, zwey derselben nach Titian : DieEhebrecherin die zu Christo geführt wird, querFol. (Gegenstück zu nur gedachtem Moses C),und Maria mit dem Kinde in einer Landschaftwird von zwey Engeln angebetet, quer Fol.;dann eine Hakbfigur nach Calisto da Lodi: Chri-stus das Kreuz tragend, kl. Fol.

sll-H Anders (Friedrich). So hieß derin unserm Suppl. erwähnte Gemälde-Restaura-teur, der in dieser Eigenschaft 1797 sich in Dien-sten des Königes von Neapel befand. Lalenstar.e lVotirisrio clella Lorte per 1'anno 1797.dkapoli i6o.

— — (Johann Gottlieb). Ein solcher wirdin dem bayerschen Staatskalender 1780 als Hof-Kunstweber rubrizirt.

— — — — Bürger und Bildhauer in

Zittau . Hier verheiralhete er sich 1746 undstarb 1760 A- D- Lichters Begräbnißrede derMartha Rosina, verwittibte I. G. Anders.Fol. Zittau >761.

Andersen (Claus), ein dänischer Baumei-ster , baute in - 56 g am Dome zu Wiburg , undbesserte auch den Thurm desselben wieder aus.weinrvich's Bunsihistorie S. 43 «

sl.^ — — (Peter), nicht Anderster, wieer im Lex. heißt. Von diesem,Geschichtsmaler,der vermuthlich ein geborner Däne war, in 1799auf der Kunstakademie zu Kopenhagen lernte,damals einen Preis im Zeichnen erhielt, undspäterhin als Hofmaler zu Friedrichüburg ge-nannt wird, befinden sich in dem Gange (6--1-leriet) der dortigen Schloßkirche drey Skaffelei-gemälde: Geburt Christi, Anbetung der Könige,und Kreuzigung, welches letztre aber Weinrvichnoch nicht ausgemalt nennt.. Dieser geschickteKünstler, welcher ein Schüler deö berühmtenMagnus Berg (starb 1789) war, besaß nament-lich auch ein gutes Kolorit, und lebte zu Endedes XVIII. Jahrhunderts (was indessen mit derobigen Angabe seiner Lernenszeit ziemlich strei-tet). weinn? ich's Lunsthistorie S. 74.

stl. Il.^j Andersobn oder Andresohn(E), hieß nicht Stephan, wie das Supple-ment besagt, sondern Erasnms Andre-Sohn,auch Andrea- oder Andrea-Sohn, wie er sich

verschiedentlich schrieb.. Derselbe war von Ma-riboe auf Laaland in Dänemark gebürtig (s. G. F.Leonard i's Geschichte von Leipzig . 8".das. 1799 S. 6 o 5 ) und giebt sich auf einer voruns liegenden, mit 168« datirten getuschtenZeichnung als damals bestallten Schreib- undRechenmeister zu Magdenburg dar. Allein bereits>682 finden wir ihn zu Leipzig , wo er für Buch-händler Titelkupfer, Risse, Bildnisse u. s. f.ätzte, und auch in dem florirenden Leipzig , sowie in Sikul's Annalen noch bis zum Jahr 170 tgenannt wird, um welche Zeit er gestorben seynmag. Irgendwo lobt man eine auf der Leip-ziger-Rathsbibliothek befindliche, >684 von ihmgetuschte Zeichnung (nicht Gemälde, wie esanderwerts heißt), welche die Kreuzabnahmedarstellt. Kaum glaublich aber ist es, daß einMann, der als Kupferstecher so schlechte Ar-beit lieferte, als Zeichner den Beyfall von Ken-nern verdienen konnte. Von seinen Bildnisse!»kennt man z. B. nach P. Härtung dasjenigevon I. Marschall von Biberstein , und noch weitmehr andre dunkle Männer (ohne Namen derMaler), die sich bey Hemecke verzeichnet finden.

stl. 11.^ Andersohn (Stephan). Wie wireben vernommen, ein irriger Name von Spas-mus Auderstohn.

And er son (Alexander)., So heißt bey.Fiorillo V. 358 ein vorzüglicher englischerHolzschneider neuerer Zeit (a. I-. aus der letztenHälfte des XVIII. Jahrh.). Von ihm kennt manz. B. Abbildungen eines Theils der Eingeweide,der Brust und des Bauchs, und des Anblicksdes menschlichen Körpers nach weggenommenerallgemeiner Bedeckung. Dann wieder ganz An-deres; wie z. B. nach Soltau , mehrere Blatterzu einer Ausgabe des Donquixolre. FiorilloI. e. und

— — (Robert). So hieß ein englischerSeidensticker, der zu London >668 8leren,»a-tio.18 pi-opositiones an Licht stellte. Jöcher.

stll.^ Anderton (Heinrich), Schüler vonR. Srreater, nicht Straeter, wie es in unsernZusätzen heißt.

Andillp (Robert Arnold), s. künftig Joh.de la «Quintinie.

Andorf (Johann), wird in dem Staats-kalender von Meckelnburg - Schwerin auf 1798als Universitätszeichenmeister in Rostock benannt.Hier lebte er noch 1809. Wildenberg Uni-versitäten-Alman. für -8iv S. 277.

— — (Johann Christoph), Maler zu Naum-burg in Thüringen .

— — (Johann Theodor), ein andrer Malerzu gleicher Zeit, ebendaselbst. Das jetzt le-bende tJaumhurg. 8L Das. 1726 S. 26.

Andraß oder Androß (Miß), eine eng-lische Bildhauerin neuerer Zeit, führte den Meißelmit vielem Glücke. Fiorillo V. 85 >.

Andrste» (Joaquin), ein uns bisdahi»unbekannter alter spanischer Künstler, von demsich mehrere Arbeiten in Cscorial befinden. Soz. B- die Speisung der 5 uoo Mann (7 Splang, 4 Sp. hoch). St. Hieronymus mit demLöwen, dem er den Dorn auszieht (4 Sp. breit,4 /-r Sp. hoch), beyde auf Holz. Von diesen

Dev Anlaß dieses schönen Blattes, welches in Deutschland nicht mehr als 15, fl. kostet, wird imTüb. Runbl. »8-2 S- 302 beyläufig der ungleich theurere, ungemesiene Preis oft weil geringererenglischer Blätter bemerkt und gerüget.