Andrteux ( ), Hoch wohl ein Andrer,als der Medailleur, und vielleicht eben der obenvon uns als Bruder desselben vermuthete Form-schneider Andrieu, erfand 1810 zu Paris neueSpielkarten, von welchen es im Tüb Morgenbl.1810 n 44 heißt, daß solche um 5 Sous theurerals die alten, aber dafür doppelt — schlech-ter waren.
Andrtolt ( ). Ein solcher wird in ei-
nem Adreßkalender von 1746 als damaliger»Hof- und Landstukkateur" des Markgrafen vonBrandenburg-Culmbach genannt.
Aneckt )>. Der Sohn eines Schreibersoder Kopisten zu Dresden , daselbst geb. 17H2besuchte von 180Z an, nebst zweyen seiner Bru-der, die dortige Kunstakademie. Nachdem sieindessen unter Toscani einige Jahre die Zeichen-kunst getrieben hatten, verließen sie das Kunst-studium gänzlich. Kopirte Zeichnungen von ih-nen sah' man noch auf den Dresdner -Salons1804—1806. ^0.
Aneda (Johann de), ein spanischer Maleraus der ersten Halste des XVI. Jahrh. Zeitge-nosse des Hernando de Avila , arbeitete gemein-schaftlich mit Johann de Zea, mit Beyfall inder Kathedrale von Burgos . Ftortllo IV.94 , 9 b-
Anengeeer (Hans), gebürtig von Sasse-lant, ein Metallarbeiter, verfertigte in 1887 fürdie Hauptkirche zu Lübeck das Taufbecken ausübergoldetem Metall, mit mehrern Reihen höchstunförmlicher Figuren. Ftortllo D. H. >28.
IJ .^1 Anezi oder Anest (Paul). Lanzt(Lcl. tei-r.) I. 294 und II. 267 spricht von ihmals von einem Landschaftsmaler, der zu Anfangedes XVIII. Jahrh, zu Rom und zu Florenz gearbeitet habe. Hetnecke O v. Anest) führtvon ihm eine selbst geatzte, gebirgigte und mitFiguren staffirte kleine Landschaft an.
II. III k. So giebt sich Angel. Gal-
eone auf einem von ihm gefertigten Kupferstichan, der den Apoll darstellt.
sl. III — — (Nicki.). Diese Abkürzungauf Kupferstichen bedeutet Mich. Ang. Do-naroti.
II. III Angarano (Oktav, Graf von).Lanzi (Lli. «ei-- ) 111. 2i 1 setzt seine Blüthezeitin die Mitte des XVII. Jahrh., und sagt vonihm, daß er zwar im damaligen Geschmacke,doch mit Ausweichung der Exzesse desselbengearbeitet habe.
Ange (Franz du l'). Nach Lanzi(Lcl. terr.) V. 197 der ihn einen Schüler vonErespi nennt, bestuhnd sein größtes Verdienstin kleinen, wohl gezeichneten, und eben so gutkolorirten geistlichen Geschichten. Dergleichensah' man von ihm z. B. in der Galerie desKardinals Martiniana zu Vercelli . Nach ihmhaben gestochen B. Picart: Die Steinigung vonSt. Eusebius, Roms Befreyung durch St. Leo,und des H. Ludwigs Kampf gegen die Ungläu-bigen; G- Tasniere die Bildnisse der Herzogevon Savoyen, u. s. f.
Angel (Joseph Ximenes), ein spanischerKünstler, Zögling des Antonio Rubio zu Toledo .Er malte mit großem Beyfall, und verfertigteunter andern im I. 1692 einen heiligen Anto-nius, den Abt, der in S- Bartolome gewiesenund sehr gerühmt wird. Nach dem Tode desClaudio Coello ernannte ihn das Kapitel derKathedrale im I. i6gb zu seinem Maler; auchmußte er im I. 1706 die Einsicdeley der Ma-donna de los Remevios zu Sonseca mit Frcsrkomalcreyen schmücken, deren Inhalt aus derLebensgeschichte der heiligen Jungfrau entnom-men ist. Ftortllo IV. Z 47 -
siiJ — — (P.). Dieser Name, mit derJahrSzahl 1687 steht auf einem 1 -2 ^ hohen undeben so breiten Duodez-Blättchen, das, fastin Rembrandls Manier, mit leichten Strichengut geätzt ist, und einen alten Mannekopf mitlangem Barte darstellt, das auch im Supplementezu Rembrandts Katalog S- 17b 14 be-
schrieben ist. Ob dieser Angel derselbe ist, wel-cher im Supplemente s. v. Angel und Loker,aber erst unter dem weit jünger» Datum von1660 erscheint? Wir zweifeln daran.
— — ( ). So vermuthet Lbrtft S.
187, daß vielleicht ein alter Stecher geheißen,dessen Monogramm in 6. X. und über diesenBuchstaben in einem Fußangel besteht, den da-her die Franzosen , und seither auch Bartschle maitrc ü In cdaussc-trax^e heißen. Wäreer ein Deutscher, so ließ sich Thrtst's Vermu-thung hören. Bartsch (lleintre Ki-av. XV.p. ö >0 setzt ihn unter diejenigen Unbekannten,welche zur Schule Marc Antons gehören könnten.Alsdann dürfte Marterres Vermuthung staktfinden, welcher glaubt, es könnte hier von va-sari's Niklaus pertcolt, mit dem ZunamenTribolo die Rede seyn, was ebenfalls Fußan-gel bedeutet, wobey aber wieder zu bemerkenist, daß dieser Tribolo wesentlich bloß alsBildhauer bekannt ist. Einzig will Roland daVirloxs (Dick. 6'Xrckritecture II. 322 ) Wissen,daß er auch gestochen habe, welches er ausVasari's Worten: si welche ü intuAlisrIcAiianit deduzirt, was indessen in Hol; schnei-den heißt, auch wohl auf Holz schnitzen, odergar auf Zimmermanns - Arbeit deuten kann,wozu sein Vater, um sein wildes Wesen zubändigen, ihn soll getrieben haben. Wie demAllem nun seyn mag, so kennt Barrsch I. c.von diesem Meister mir dem Fußangel eineinziges Blatt von 9" Höhe und 7" Br., daseinen Triumphbogen vorstellt; Marterte dannspricht von mehrern, alle in alte Baukunst ein-schlagend, und eben so Brülltet, der solcheauf der königlichen Bibliotheck zu Paris willgesehen haben, aber zu ihrer Beschreibung nichtmehr die Zeit fand. Bey diesem letzter» findenwir alle obigen Notizzen zusammengetragen, indessen: lable Generale dtro. 3 gi.
A'rgelertus (Franz), ein italienischerKünstler aus der Mitte des XVI. Jahrhunderts.Die Beyträge zur Geschichte der Erfindungenvon I. Beckmann Lh. III. (8°. Leipz. 792)S. 442 gedenken beyläufig einer von ihm ausHol; künstlich geschnitzten Pistole, wo man stattdes Hahnes einen Hund sah, der den Flinten-stein im Maule trug.
schieden» Kwnen auf einem Tische; das Bildniß des Prinzen Joachim Murat . Bey Gelegenheitdieser Notizzen zollt auch der sonst so strenge pausanias Frmwais S. 5-7 dem Unsrigen dasgebührende Lob für Zeichnung und angenehme Ausführung. Freylich erreiche keine seiner übrigenArbeiten die Vollkommenheit derjenigen auf die Schlacht bey Marengo, alS einem »wie auch na-türlich" wird hinzugesetzt, wirklichen Werke der Begeisterung.