Anna.
als Vormündern,, die Regierung des Weimar -schen Landes rühmlichst führte. Sie st. 1806oder ,807.
Anna (Alexander d'), ein Maler zu Neapel um ,760 und ,770. Nach ihm soll I. B.Chapuy zwey schöne Blatter gr. real Fol. inAquatinta und mit Farben abgedruckt gelieferthaben, die den Ausbruch des Vesuves und dendes Aetna darstelle»; dann E- Straffer zweyradirte und gefärbte schlechte Blätter in Fol.gleichen Inhalts; und endlich Mixelle einenAusbruch des Aetna in gr. Fol.
— — (Balthasar d'). Lanzi (Lcl.terr.) III. 200 nennt ihn einen guten Nachah-mer seines Meisters Corona, der verschiedeneWerke desselben vollendete; dann aber auchmanch Löbliches für sich arbeitete, in der Aus-wahl der Formen freylich hinter jenem zurück-blieb, ihn aber in zarter Behandlung und derSchönheit des Helldunkels übertraf. L- führtvon ihm eine Tafel in der Servilen-Kirche zuVenedig an.
— — (Hieronymus Maria di St.)> Car-meliter - Baarfüßer. Bey seinem prächtigenWerke: Histoiro ßeneuloAigue cke la Vamillo
«le konte, katrlris liomsnu et iVcapolltunL,
dkap. 708 findet sich an der Spitze das Bild-niß Philipp's de Ponte, von dem Unsrigen selbstgemalt, und von einem Ungenannten gestochen,der wahrscheinlich Magliar ist. ^tsr',rsc/-s.
sl. 11 .^ — — T's/r. D. ^.) irivent.
Diese Bezeichnung, die man auf einem von JörgMatthäus gefertigten Holzschnitte findet, zeigtden Lukas penni an.
suJ — — Die Art. Anna sind im Suppl.nach Anguyer angegeben; sie sollten aber erstnach Ankermann stehen.
Annemeyer. Unter den Arbeiten diesesArchitekten ist die Decke der kaiserlichen Reit-schule, und das dabey an den Sparren desDaches angebrachte Hängewerk, ein Meisterstück.Morgenbi. 1812 S. 214.
Annequin (Dufresne). So heißt beyGaulr de Sainr-Germam S. 6o,ganz ohneWeiteres, ein französischer Kunstliebhaber desXVI. Jahrhunderts.
sllJ Annerr (Friedrich Albert). NachMensel III. geb. zu Nürnberg ,729, bildetesich selbst, ohne einen eigentlichen Lehrer zu ha-ben. Eben so verfertigte er sich selbst ein For-tepiano, und war auch in der Holzschneidekunstwohl geübt. Er fing mit einem Blatt an, wel-ches eine von Blanchard's Luftfahrten zu Nürn-berg darstellt. Dann sah man von ihm eineSammlung Prospeckte aus der dortigen Gegend(drey Hefte) 1789—1794. Vue cke la Luztille.Vue lle 1 'IIotel äes Invalides. Ferner: Stu-dien für geübtere Anfänger, nach Schellenberg;die Hafen von Boston und Quebec , u. s. f.
Annis ( ). So heißt (ob wohl richtig?)
ein um 180Z noch lebender engl. Kupferstecher,welcher nach Northcote das Alphabet eines Taub-stummen (Pr. kolor. 8 fl.), und nach Opte dasBildniß der Marie Wollstonekraft Godwin ge-liefert hat. Allg. Lunstz. 8°. S. 208 u. 210.
Annisius ( ), Gattin eines Justitz-
rathes, von der man auf der Berliner-Kunst-ausstellung 1789 schön gestickte Arbeite» sah.
A n se.
Annunzio, s. unten Nunzio.
Anon (nicht ^non^mus). So heißt einKupferstecher zu Nürnberg , von welchem manin Schäfer's Abbildung der Schwämme (4°. Re-gensburg 762-764) Arbeit antrifft.
Anonymus. I. I. i 6 i 5 erhing sich zuHalle im Magdcburgischen »ein künstlicher Ma-ler" aus Eifersucht, indem er seine ichöne Frauim Verdachte der Untreue hatte. Der Henkernahm seinen Leichnam ab, und begrub denselbenin der Schindergrube. Breirhaupr Be-schreibung des Saalkreises II. 626.
Anqueeil-Duperron (Abraham Hya-cinth). Von diesem rühmlich bekannten Gelehr-ten aus der letzten Hälfte des XVIII. Jahrh,beißt es, daß er die zeichnenden Künste sehrwohl verstanden, und auf seinen weiten Reisenguten Gebrauch davon gemacht habe. ^0.
sl. II.H Ans oder Hans, s. im Lex. undin den Zusätzen Ans van Brügge, und imLex. auch Hausse.
sllJ Ansaldi (Jnnocenz). Nach seinerZeichnung soll Ferdinand Gregor! das Bildnißdes 1812 verstorbenen Komponisten Vinc. Righinigestochen haben.
sl. 11.^ — — (Johann Andreas). Der-selbe, Schüler eines mittelmäßigen Meisters,Hör. Cambiasi, war zu seiner Zeit in Genua der einzige, der mit Jul. Benso in der Perspek-tive wetteifern konnte; und eben dieser hattenach einem Gezänke ihn einmal tödtlich ver-wundet; die folgenden Male geschahen die An-griffe auf ihn von unbekannter Hand. Seineschöne Arbeit in der Nunziata-Kirche zu Genua ,welche ihm solchen Haß zugezogen, soll gegen-wärtig fast ganz verdorben seyn. Dagegen kannman seine Kunst in Fresko zu malen noch heutzu Tage in dem dortigen Ballaste Spinola be-wundern, wo er die militärischen Großthaten,welche ein Sproß dieses Hauses (Friedrich) inFlandern verrichtete, vortrefflich abgebildet hat.In Oel dann wird von ihm ein St. Thomas,der die drey Könige tauft, im Oratorium diesesHeiligen zu Genua angeführt, wo er als keckerZeichner, lebhafter Darsteller von Personen undOrten, so wie als Meister einer zarten und lieb-lichen Harmonie erscheint. »Dieß war" (sagtLanzi Lkl. terr. V. 3 Zi) » sein allgemeiner Cha-rakter, den er theils aus sich selbst zog, theilsdurch unabläßiges Studium erworben hatte.Die Venetianer, und besonders Caliari, schienensein vornehmstes Augenmerk gewesen zu seyn.Er arbeitete viel und gut."
sl.^I Ansaloni (Vincenz). Man kenne(sagt Lanzi Lä. lerr. V. i 5 o) nur die beyden(im Lex. angeführten) Werke von ihm. Die-selben aber reichten hin, ihn als großen Künst-ler darzustellen.
Anschütz (Hermann), von Coblenz , erlernte1821 die Malerey unter dem Professor Hartmannzu Dresden . Auf dortiger Ausstellung dessel-ben Jahres fand man von ihm, als Zeichnung,eine Jupitersmaske, und als Oelgemälde eineGruppe; beydes nach Abformungen in Gipskopirt. -VKo.
sl. Il-H Anse, auf dem nach ihm von Mon-cornet und Boulanger gestochenen Bildnisse desArmand von Bourbon, bedeutet den Maler Lud-wig van der Brügge , genannt Ans oberHans.