Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
145
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Anthoi n e.

Personen bekannt, wovon er einen Band her-ausgab. Er starb i 8 o 5 zu St. Petersburg , woer sich schon im Jahrzehnd 178 .. aufgehaltenhaben mag, da Dan. Berger bereits 1789 nacheiner von ihm nach dem Leben gefertigten Zeich-nung das Bildniß der Kaiserin Catherina II.gestochen hat, wie sie mit ihrer Familie imGarten spazieren geht. Eben so zeichnete er(und dies wohl zu Wien ) nach dem Leben KaiserJoseph II. in einem Saale, welches (so wiedas Vorige in quer Fol-), dies aber von Balnisgestochen wurde.

sl. 11.^ Anthoine, s. Antenne im Lex.Suplem. und unten.

Anrhon (d'). So nennt Gaule de^aine-Germain S. 332 einen unter den derkonigl. französischen Akademie, zur Zeit ihrerAuflösung associrten Kunstliebhabern.

^ — — s. Anton im Lex. und unten.

^ Anrho nissen, s. Aneonisze imLex. und unten.

sn.^ Aneie von Leiden. In diesem Art.unsrer Supplem. statt Arhus Claesson l. Ar-ehus LIaessoon.

sl.^I Aneiquus (Johann und Lambert)Gebrüder. In der Oelmalerey war Benheimder erste Lehrer von Johann, der zweyte dannWassenberg . Dieser letztere war zwar ein Künst-ler von Verdienst, ließ sich aber bey der Arbeitvor Niemanden sehen, so daß alle seine Schülernichts von ihm lernen konnten. Nachdem Jo-hann eine Reise nach Paris gemacht hatte, begaber sich nach Amsterdam , wo er einige Monatebey einem Maler Gimnich zubrachte. Um sei-nen Wunsch zu reisen zu befriedigen, vereinigteer sich mit seinem Bruder Lambert, zu einerSeereise nach Genua , für welche ihr Schiffs-Kapitain, dessen Portrait Johann unterwegssehr ähnlich gemalt hatte, keine Bezahlung an-nahm. Nach mancherley Begebenheiten kam erendlich nach Florenz , trat in die Dienste desGroßherzogs, und ward Mitglied der Akademie.Don hier aus machte er mehrere Reisen nachRom , wo ihn Benedikt XIH. achtere und be-schützte. Als der Großherzog gestorben war,verließ er Florenz , durchreiste die Lombardey,und kehrte mit seinem Bruder nach Gröntngenzurück. Seine Arbeiten, unter ^ welchen eineMenge Portraite sind, fanden überhaupt vielBeyfall; aber sein Ruf ist eigentlich durch seineHistorien - Malereyen verbreitet worden. Ermalte die Kuppel eines Saales im FürstlichenPallaste zu Breda mit so viel Beyfalle, daß derPrinz ihm eine jährliche Pension bewilligte,damit er sich in Breda niederließe, und daselbsteinige Schüler erzöge. Unter seinen Arbeitenim Pallaste zu Breda bewundert man besonderseinen Mars, der von den Grazie» entwaffnetwird, einen Scipio Africanus , und einen Co-riolan. Für einen H. Landsheer malte er denParnaß, als Plafond. Anriquus war eintrefflicher Zeichner, hatte ein schönes Kolorit,malte mit großer Leichtigkeit, und man sieht inallen seinen Arbeiten, daß er nach der Römi-schen Schule studiert hat. Fiorillo D- III- 357.Gestochen nach diesen beyden Künstlern ist unsnichts bekannt.

Ankörne (Carl de), Kupferstecher, undvermuthlich Anverwandter des nachfolgendenSebast. Ä- Beyde arbeiteten gemeinschaftlich1726 zu Nancy für A. Calmets: ttlstoire <leI-orrainc. Vol. 72L.

I.

Antolinez. 145

Ankörne (Jgnaz). So scheint der Nameirgend eines Künstlers oder Kunstverlegers zuseyn, der in 1686 zu Paris lebte.

— — (Johann), Kaiserlicher Hofgärtnerim sogenannten Kaiserspitale in oder bey Wien 179a. ilke.

— — (Sebastian). Von ihm kenntman auch: Das Unterfangen des Prometheus,nach P. Mignard's Plafond zu Versailles . Dann:He^resentation Ue la vra^e Araulleur Ue lacouronne Ue pierreries a servi au sacreUe 1 >c»uis XV. en 1723 und: ütrc: Ue triompkepc»uo 1 'treureuse arriveo cke l,c»uis XV. üVersailles eu 17^4 aux Ueperrs tles bour-Aeois Ue cette ville , letztres nach Soriot.Endlich mehrere Bildnisse; wie z. B. P. Aug.Calmet's (gest. zu Nancy 1729), des AdvokatW. Raviots (-736) nach Revel, und des Königl.Ingenieurs I. I. Thomas (1761) /tsr»s<-4s.^0. S. auch oben den Axt. Carl de A.

— — (, ), der ältere, vormaliger

Ingenieur der Brucken und Straßen, ward in1809 zum Professor der Architektur an der Spe-zialschule der Zeichnungskünste zu Dijon an dieStelle des verstorbenen Moitte erwählt. Dber mit dem Baumeister Johann des Lex. nocheine Person sey? Wir zweifeln daran.

— — (d'), ein neuerer Bildhauer zu Mar-seille und Mitglied der dasigen Akademie 1804,der in 1806 eine Statue von Puget verfertigte,welche der Stadtrath zu Marseille dem Hausdieses großen Künstlers gegen über aufstellenließ, so wie er überhaupt, nebst andern dortigenKünstlern, durch Statuen und Basreliefs dieöffentlichen Plätze, Brunnen u. s. f. von Mar-seille verschönern half.

llans lcs Uepurlein. cle lVlicli I.

— — ( ), ein sogenannter Architekte

Expert-Bourgeois, der, im Pariser Almanach -royal, als solcher sink -776 erscheint.

— — ( ), ein anderer, wahrscheinlich

jüngerer dieses Namens, erscheint, ganz ohneWeiteres, in Landons Salon 1808 S- 122unter den damals zu Paris lebenden Baumei-stern.

sJlJ — — ( ). Db einer der vorer-

wähnten Baumeister dieses Geschlechts, mit dem-jenigen, der die Münze zu Bern erbaute, unddessen schon in unsern Supplementen erwähntwird, Eine Person sey, ist uns unbekannt. Dondem Zwitterartigen in dem Style dieses letzter»,so wie überhaupt von den Vorzügen und Ge-brechen desselben, dann von einem Brückenmo-delle in Gips, das sich auf dem Kunstsalonzu Bern 1804 von ihm befand, s. ver-schiedene achtungswcrthe Bemerkungen inMeu-sel's Arch. II. I. 2. 4. und führt uns dies aufdie Vermuthung daß der, oben, als Antoine deraltere genannte Architekt, mit dem Baumeisterder Bernermünze wirklich Einer und derselbesey.

Anroinerte, Gemahlin Ludwig XVI . Kö-niges von Frankreich , s. unten Lssiaria Antonia.

^ Antolinez (Joseph). Fiorillo IV.5r>2 setzt seine Geburt in 1689, nennt ihn einender beßten Zöglinge seines Meisters Rizi, deres in der Landschaft sehr weit gebracht habe,spricht dann aber von seiner Sittlichkeit destounrühmlicher, wie folgt: »Er hatte einen ver-werflichen Charakter, war neidisch, und ver-

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