nach großen Meistern von dem Unsrigen gefer-tigt, bemerken wir: Ghismoude, die das Herzdes Tankred beweint (v. Loocscnio Oioru. IV.lXov. 0 nach Allegri(H: St. Hicconymus aufden Knieen, sein Löwe neben ihm, nach P. Be-rettini von Cortona ; das Kind Moses im Nilgefunden, und die Zeit, die dem Amor die Flü-gel belchneidet, beyde nach van Dyck; eineMadonna in der Glorie, nach Mürillos; ein:Gebet dem Kaiser rc. und Tobias mit demEngel, beyde nach Rcmbrandt; eine Rückkehraus Egypten, nach Rubens : Cupido, von Psycheentdeckt, nach Schalken, u. s. f. Von Bildnis-sen dann zahlt Heinecke an die 2H0 auf (vondieser Gesammtzahl hat der einzige unerschöpf-liche Reynolds an die Urbilder geliefert);denn ebenfalls viele T. Hudson und Ramsey;weniger, und meist nur eines oder zweye: S.Andre, Berklcy, Budel, Chalmer, F. H. Cotes,Dondridge, van Dyck, I. P. Eccard, Elmer,Gainsborough , H. Gravclot, Guiselis (6. e.der deutsche Ziesenis), F. Haymann, I. Hig-more, Hoare, Hogarth, Hone, Th. Hudson,Jenkins, Keable, I.King, Kneller, G. Knap-ton, Lafontaine, P. Lely, I. S. Liotard , G.Luders, G. Matthias, Meyer, H. Morelanb,F. van der Myn, Ogborne, Pine, Pond, Pyle,Rubens, E. Seemann, W- Smith, A. Soldi,E. Stevens, A. Taylor, Vanloo, Vietrs, S.Webster, Wilkinson, T. Willes, I. Williams,Wilson, T. Wordlidge, Zoffani. Unter diesenBildnissen sind diejenigen einer Menge der be-rühmtesten Namen im bürgerlichen und Kriegs-staat, in der Kirche, in Wissenschaften undKünsten; so z. B. Lord Anson, nach Ramseyund Reynolds; der Admiral Boscaven nachReynolds; der Herzog Georg von Buckmg-Pam, nach van Dyck; Fielding, nach Hone;Benj. Franklin, nach Wilson; Garrik, nachverschiedenen Künstlern (Liotard , Pond, Wilson,Zoffani) nach Wilson in der Rolle von KönigLear A>t. III. Sc. i., nach Ebendemselben inder Grabscene von Romeo und Julie; nach Zof-fani (gemeinschaftlich mit Madame Cibber) imbefreyten Venedig als Javier und Kelvidera;Is. LZervron nach Seemann ; den Bildhauerdu ELuesnor (Flamingo), nach einem Ungenann-ten ; so vieler dunkeler, aber deswegen nichtminder schätzbarer Personen, und zumal britti-scher Schönheiten nicht zu gedenken. Als schöngeschabte Bildnisse nennen die Gantkataloge,freylich nicht immer mit Zuverläßigkeit, nament-lich z. B. diejenigen: Des Doktors Th- Asihonnach Reynolds; der Lady Mary Campbell,ganze Figur mit der Guitarre, nach Ramsay;des Robert Lord Hanley, Barons von Craigen,in seinem ganzen Pomp, im Lehnsessel nachHudson; des Malers und Stechers Punt, nachvan der Myn; des Vice-Admirals Carl Saun-ders, nach Reynolds; des Admirals Vcrnon,nach Gainsborough ; die Gräfin Rahel vonSouthampton, nach van Dyck, u. s. f. — CasparFüßli, in seinem (nicht mehr nach Verdienstbeachteten) raisonirenden Verzeichnis der vor-nehmsten Kupferstecher 8°. Zür'ch 777 sagtvon dem Unsrigen: »Er war außerordentlicharbeitsam; aber man sieht vielen von seinenBlättern an, daß sie mit allzugroßer Eilfertig-keit gemacht, deswegen oft weniger als mittel-mäßig find, und ins Matte fallen. Andreseiner Werke sind von außerordentlicher Schön-
(-) Andre sagen , nach Furino-
(2) Andre nennen letzteres, nach P. Berettini.
heit." Unter diese zählt er die Bildnisse vonRubens mit Weib und Kind; diejenigen desHerzogs von Buckingham, und der beyden LordStuarts, nach Vandyck; dann von Geschichtli-chem die zwey schon oben erwähnten Blätternach Rembrandt , und nach Murillos, nebender Madonna in der Glorie (Himmelfahrt Ma-riä) desselben St. Francisc de Paula (^). Desunsrigen Bildniß, nach seiner eignen Zeichnung(dat. 176D hat R. Earlom sehr schön in Schwarz-kunst geschabt. Die seltnern Blätter bemerktbesonders Iouberr. Unter die sehr seltenen zählter die Mutter mit vier Kindern, Rubens Fa-milie genannt, weil die Platte früher verdorbenwurde; daher solche (s. oben) auf St. Z)ves Ver-steigerung so hoch galt.
si.^ Ardemans (Theodor), geb. zuMadrid 1H6/,. Derselbe nahm, wie sein Vater,ein Deutscher von Abkunft, in seiner JugendDienste bey der spanischen Leibwache. Alleiner hatte eine brennende Liebe zur Malerey, daherer die Schule des Claudio Coello besuchte, undsich zu gleicher Zeit mit der Mathematik undArchitektur beschäftigte, worin er es so weitbrachte, daß man ihm zu Granada , wohin ersich im Jahr 1689 begeben hatte, die Stelleeines Aufsehers der Kathedrale anvertraute,unerachtet Andre ihm seine Verdienste streitigzu machen suchten. Seine Kenntnisse im Fachder Civil- und Wasserbaukunst erwarben ihmin der Folge ein so großes Ansehen, daß manihn im I. 1694, um den Bau der Kathedralezu leiten, nach Toledo , und zuletzt nach Madrid berief. Philipp V. schätzte unsern Künstler, undzeichnete ihn durch Ehrenstellen aus. Er erhobihn auch, nach dem Tode des Francisco Jg-nacio Ruiz, zum Kammermaler, welche Stelleer bis an sein Ende im I. 1726 behielt. DieMalereyen des Ardemans sind sehr selten,weil er den größten Theil seiner Zeit der Ar-chitektur widmete. Jedoch findet man bey denTerziariern des H. Franciscus eine perspektivi-sche Ansicht von ihm, die mit Freskvfarbenund sehr geschmackvoll ausgeführt ist- Von sei-nen übrigen Arbeiten handelt Bermudez. Erthat sich auch als Schriftsteller, vorzüglich durcheine Lobschrift auf Palomino hervor, die vordem zweyten Bande des Teuiro piotorico steht.FiorlUo IV. 362—363. Er gab auch 1719dem berühmten königlichen Pallaste zu St. Jl-defons den Anfang, welcher nachwerts vonJohann Roman, Jvara, u. a. fortgeführtwurde. p. II. HN7.
fl.^j Ardente (Alexander), den man ge-wöhnlich für einen Pifaner oder Luccheser hielt,war vielmehr aus Faenza (^) gebürtig, und st.169h. Lanz, rühmt seine Komposition, und nenntvon ihm auf Monte della Pieta zu Turin einenSturz von St. Paul, in einem Styl, als ober denselben zu Rom erlernt hätte. Dann mehrAnderes zu Lucca ; z. D. eine Taufe Christi inder Kirche St. Johann, worin das Geheimniß-reiche der Handlung auf eine ganz einzig neueWeise dargestellt ist.
Ardlti (Giacchetto), ein Künstler, vermuth-lich Bildhauer, der i 3 Zo bey dem Dome zuDrvieto beschäftigt war. ckeoe-. ais/p. 27.s.