Band 
Zweyter Theil [5].
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174
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174 As am.

ist aber hierunter der Peter Joh. von Asch de-'Lex. zu verstehen.

sl. H.^ Asam (Cosmas Damian oder Do-manian, und Egid), deren jener zu Benedikt-Bayern, und dieser zu Tegernsee in Bayern geboren wurde, zwey Brüder, welche im Lex.unter dem Namen Gosman Daniel und EgidAssan und Assann, anderwerts auch als Assam,Assamm, Asan und Ason erscheinen. Dererste wiedmete sich der Malerkunst, der andereder Sculptur und Stukkatur-Arbeit. Beydestudirten zu Rom , wo Cosmas in dortigerAkademie den ersten Preis erhielt. Derselbearbeitete in Oel und Fresco; in letzterm bestandjedoch die ihm eigene Stärke. Einen Bandwurmlangen Art. über beyde s. bey Ltpowsky I.

»Z und H. 2i2-2iZ.Des Cosmas Pin-sel" (heißt es dort)war kräftig und keck.Harmonie der Farben zeichnet sich in seinen Ge-mälden besonders aus; seine Figuren sind gutgezeichnet, schön gruppirt, und im Einklängehandelnd dargestellt; seine Einbildungskraft istfeurig, und seine Erfindung geistreich; dahersein großer Ruf im Jnn - und Auslande.'' Kür-zer, und wohl gründlicher sagt von ihm der H.von Männlich:SeineKomposition, Färbungund Zeichnung tragen das Gepräge der neuernitalienischen Schule, welche zwar eine gewisseAnmuth mit Kraft zu verbinden lehrt, wo aberder feinere (bessere) Kenner nicht selten die Be-deutung, und reine Nachahmung der schönenNatur vermißt." Beyde Brüder ließen sich zuMünchen häuslich nieder, und waren in sehrguten Umständen. Cosinus besaß zu Thalkirchen(einem Wallfahrtsort) unweit der Stadt, einangenehmes Schlößchen, das er sich, nebst einerKapelle, die er Maria-Einsiedeln nannte, selbsterbaute, und ersteres von innen und außen,nach malerscher Laune in Fresco verzierte, wasgegenwärtig noch sichtbar, die Kapelle hingegennicht mehr vorhanden ist. Hinwieder baute Egidauf seine Kosten 17ZZ1740 die Johannis-Kirche sammt dem Priesterhause zu München ,welche er und sein Bruder überreich mit Ge-mälden und Stukkatur-Arbeit schmückten. Alsin der Galerie befindlich nennt von Männlichvon Cosmas in Oel: Eine Madonna auf demThron, das Kind auf den Knieen; zu ihrerLinken St. Rosa, zur Rechten St. Dominic mit einem Engel M 9" 6 '" hoch, 5 ^ 4" br.);dann in Fresco: Die Gewölbe der PfarrkircheSt. Jakob zu Jnspruck; einen Theil von dem-jenigen zu Einsiedeln in der Schweiz ; die Deckeder Klosterkirche zu Weingarten , und den großenCongregationssaal zu Jngolstadt, mit einem rc.welches, wie gesagt, Liporvskp fast ungemes-scn ausfüllt. Bald überall, wo Cosmas malte,fügte Egid seine Stukkatur hinzu. Noch nen-nen wir von dem erstcrn die Kuppel über derTreppe im Schlosse zu Schleisheim: Venus,wie sie für den Aeneas beym Vulkan Waffenbestellt; im Hintergründe die trojanische Flotte.Dann wird als außerhalb Bayern von ihm be-findlich z. B. von Dlabacz: Die große Kirchen-decke auf dem Weißen-Berge unweit Prag (>728),und anderwerts der Speisesaal im Kloster Schwar-zach in Franken ein mittelmäßiges Werk genannt;und besorgen wir, daß dieses Urtheil sich mitRecht noch auf viele andre seiner Arbeiten er-strecken dürfte. Sein letztes war das Ausma-len einer Kirche bey Friedberg in Bayern . Ge-stochen nach ihm haben Bildnisse fürstlicherPersonen I. A- Corvinus, I. I. Kleinschmidt,I. Moerl und I. A. Wolfgang. Geschichtlicheseine Madonna mit dem Kinde Jungwirth, undein kleines Devotionsstück I. H. Störklin. Dannder schon genannte Wolsgang, nach seiner Zeich-

Asch.

n»ng, die Bildnisse zu dem von den Jesuiten publizirten Werke: I)e8crlplio Uistorica utrius-911M lortunae dkaximiliani Kmariuc1i8 , Llec-lorls. kol. keliexonti 1715. Gestochen hater selber, in G. C. Kilians Verlag, nach eige-ner Zeichnung, ein Altarblatt: St. Franciscvor der H. Jungfrau in der Höhe, von Engelnumgeben, und ein ähnliches Blatt: Einen Bi-schof, der ein Buch von St. Joseph erhalt,dieß geistreich geätzt. Nach dem BildhauerEgldius dann haben gefertigt: Jungwirth einkleines Blatt: St. Anastasia, Schutzpatroninvon Benedict-Bayern, und Moerl das größereeines Ritters der unbefleckten Empfangniß.Cosmas Damian st. 1742 nicht 1709, wie dasSupplement irrig sagt; Egidlus etwas später.

sH.^I Asam (Hans Georg), Vater der vor-stehnden Cosmas Damian und Egidrus diesesGeschlechts, war Oel- und Frescomaler zuMünchen , und st. 1696.

(Hans). Gehülfe des kaiserlichenHoftapezier wilh. veptur, s. des letztem Art.im Supplement.

oder Asum (Johann). Nach ihmstach E. Schaffhauser ein schlechtes Titelkupferzu M. Raßler's Vindioatio contra Vinsicias,welches Buch zu Kempten 1714 in Fol. er-schien.

si. Il/s^ oder Assan, vermuthlichSohn des berühmten Rosmas Damian Asam oder Assan zu München , lebte als Geschichts-maler in der letzten Hälfte des xvm. Jahrh,geraume Zeit in der Weide zu Bamberg , undst. in sehr dürftigen Umständen (nach Andernertrank er im Rhein bey Mainz ). Mehrere Be-wohner Bambergs besitzen verschiedene Köpfe,und in Kirchen dortiger Umgebung befinden sicheinige Altarblatter von seinem Pinsel. Im Domezu Bamberg werden noch die Bilder des H. KaiserHeinrich, und seiner Gemahlin Kunigunda,während den Fesizeiten aufgestellt. Weder durchbesondere Zeichnung noch durch Kompositionerwarb sich dieser Künstler Achtung; nur einglühendes Kolorit zeichnete seine Arbeiten aus.Bey der edeln Unterstützung des DomprobstsLothar von Stadion hätte er, nach seine« Na-turanlage, ein weit größerer Künstler werdenkönnen, wenn er sich nicht dem Müssiggangund Trunke zu sehr ergeben hätte. Jack.

si- n ^ s- Lex., im Suppl.

und unten Assan.

Ascani (Pcllegrino). So nennt Lanzs(LU. tcrL.) IV. 55 einen trefflichen Blumenmalerdes XVIL. Jahrh., gebürtig von Carpi.

si.^I Ascanio, s.Dom. vanwjme. Salz-dahlum s. v. Ascan.

(k. Don 6uiUo), inven. undL. ? 388 aru 8 Koni. kecit. So ist ein von PaulGratiani i 58 o zu Rom verlegtes Kupfer bezeich-net, was die allegorische Figur ObeUientiadarstellt, in der Gestalt eines Weibes, welchedie Symbole verschiedener Tugenden trägt. Ver-muthlich war Ascamus ein Religiöse, und dannbedeutete das vordere k. seines Namens wohlPater.

Asch (Johann ab), ein Maler, nach wel-chem Dom. Custos das Bildniß des Andr. Athem-städt, Arztes der Provinz Oestreich, in 4°. ge-stochen habe» soll. Er muß gemäß dieses Bild-nisses um 1690 gelebt haben; vielleicht war erder Vater deS perer Johann van Asch. Jr-