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2 (1832) Zur Erkenntniss der Organisation in der Richtung des kleinsten Raumes / von C. G. Ehrenberg
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über die Entwickelung und Lebensdauer der Infusionst.hiere. i 5

welche sogleich Anfangs meiner individuellen Überzeugung sehr zu Hülfe ge-kommen. Niemand zweifelt an der Anwesenheit von Augen hei den Krebsen,und niemand sweifelt, dafs die ähnlichen Organe bei den Enlomostracis eben-falls Augen sind. Man darf aber nur eine Larve des Cyclops tjuadricornisoder Müllers Amymone gleichzeitig mit einem Brachionus urceolaris be-trachten, um sich von der vollkommenen Gleichheit der Substanz, Färbungund Localität des rothen Auges beider, welches bei ersterer jedoch aus 2dicht beisammenstehenden zusammengesetzt ist, zu überzeugen; man hataber schon hinreichend genau beobachtet und erwiesen, dafs Amymone sich inden Cyclops umwandelt, und leicht ist es, die ganze Verwandlung von Neuemzu verfolgen. Was die Stellung der Augen anlangt, so finden wir die Ana-logie auch in den etwas entfernteren Thierklassen der Arachnoiden, und na-mentlich in der Familie der Skorpione.

Bei den Räderthieren habe ich rücksichtlich der Augen nichts weiterhinzuzufügen, als dafs fortgesetzte Beobachtung mein durch die angeführtenGründe befestigtes Urtheil nur immer von Neuem und stärker begründet hat.Unter jedoch zu erwähnende Eigenthümlichkeiten und Sonderbarkeiten ge-hört die oft von mir wiederholte Beobachtung, dafs die Jungen der Meli-certa ringens und Megalotrocha alba deutliche rothe Augen haben, welchesich bei den alten Thieren, bei denen sich die Räderorgane so sehr ent-wickeln, nicht mehr erkennen lassen, und mit der Entwickelung der Räder-organe resorbirt zu werden scheinen. Auch sehe ich ganz deutlich 2 rotheAu & en in allen den reifen Eiern, welche das augenlose Mutterthier noch an-geheftet mit sich trägt, und linde bei jungen eben ausgekrochenen Thierendie beiden Augen deutlich nur so lange ihre Räderorgane noch klein sind, beiälteren nie. Auch bei der Gattung Eudorina , von welcher sogleich mehrzu sagen ist, sehe ich in jedem einzelnen innerem Jungen das rothe Auge,aber vermisse es bei dem Mutterthier, welches die Jungen umhüllt, und nurnoch die Function eines durchsichtigen Mantels vertritt. Diese Erscheinung,welche ich nicht unerwähnt lasse, ist zwar sonderbar, jedoch vermögen diebereits angeführten übrigen Verhältnisse jener Organe so überwiegend das Ur-theil festzustellen, dafs ich dieselbe nur für eine Abweichung von der Regelhalten kann. Nur einmal erinnere ich mich eine Monstrosität rücksichtlich derAugen unter Tausenden, die ich beobachtet habe, bei einem Räderthierchen(Rotifer vulgaris ) gesehen zu haben, indem, anstatt der 2 Stirnaugen, 3 we-