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Ehrenberg
niger regelmäfsige Häufclien rothes Pigment vorhanden waren. Eine ähnlicheseltene Anomalie habe ich auch in Nubien an einem Skorpione beobachtet,welcher anstatt der 5 seitlichen Stirnaugen auf einer Seite deren 6 hatte, wieich bereits in meiner Abhandlung über die afrikanischen Skorpione mitge-theilt habe.
Nach Feststellung der Natur der rothen und dunkeln Punkte in dervorderen Körpergegend bei den Räderthieren, ist es weniger anstöfsig, voneiner gleichen Natur solcher Organe bei den poly gastrischen Infusorien zusprechen, Schon in meiner früheren Abhandlung habe ich eine Gattung derpolygastrischen Infusorien Euglena d. i. Schönauge genannt, weil diesegrün oder roth gefärbten fischähnlichen Thierchen einen dunkelrothen undscharf begrenzten, nie fehlenden Punkt am Vordertheile ihres Körpers be-sitzen. Müller nannte diese Thierchen Cercaria viridis, und spätere Beob-achter haben sie zur Gattung Enchelys gezogen, beide Gattungsnamen warenaber bisher noch nicht physiologisch festgestellt, und nach Feststellung derCharactere wurde es nöthig, jene Formen mit einem neuen Gattungsnamen,dem Namen Euglena, abzusondern. Noch im vorigen Jahre war die Gat-tung Euglena die einzige unter den polygastrischen Infusorien, welche eineSpur solcher Augenpunkte deutlich zeigte, wie sie sich bei den Räderthierenso allgemein deutlich erkennen lassen. Ich kannte damals bereits 6 verschie-dene Arten der Gattung, und. habe seitdem nur das hinzugefügt, dafs icheine derselben, welche zweifelhaft war, bestätigte, und eine neue siebenteArt dazu gefunden habe. Die Diagnosen der einzelnen Arten sind im syste-matischen Theile dieses Vortrags angegeben. So wichtig es schon war, dieAndeutungen von Organen für den Gesichtssinn wenigstens bei einer und derandern der vielmagigen Formen vorzufinden, so haben fortgesetzte Beob-achtungen doch noch eine weit reichlichere Formenmenge mit ähnlichen Or-ganen zu meiner Kenntnifs gebracht. Andere allmählig von mir zuerst auf-gefundene Formen mit Augen gehörten sämmtlich ebenfalls der Familie derAstasiaeen, wohin ich die Gattung Euglena gestellt hatte. Sie bilden zweieigenthümliche Gattungen, welche sich beide von Euglena durch Mangel desSchwanzes unterscheiden. Eine derselben führt ein grofses schönrothes Augeeanz an der Stelle, wo es bei Euglena steht, die andere zeichnet sich durch2 kleine, schwarze Pünktchen am vorderen Körpertheile aus. Von der erste-ren Gattung, die ich Amblyophis nenne, habe ich bisher nur eine, aber eine