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2 (1832) Zur Erkenntniss der Organisation in der Richtung des kleinsten Raumes / von C. G. Ehrenberg
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in der Richtung des kleinsten Raumes.

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29. Gonium? tranquillum N. sp. Ruhendes Tafelthierchen.

G. lacerna quadrata, compressa, hyalina, globulis internis viridibus sedecim, bi-natis aut quaternatis. (Meyen N. A. Nat. Cur. T.XIV, Tab.43, Fig.36.?).

Am 18. und 20. Juni 1832 bei Berlin beobachtet.

Biese Form hat viel Ähnlichkeit mit einer Bangia, allein die constante 16 Zahl dergrünen Kugeln und der ganz übereinstimmende, viereckige, zusammengedrückte, flachePanzer reihen sie allzunah an Gonium, von dem es durch Mangel an Wirbeln und Be-wegung freilich stark verschieden ist. Die inneren Kugeln zerfallen in der Hülle selbstin 2 oder 4 Theile und werden mit Stücken derselben einzeln abgeschieden. Ich sahem Individuum, das noch einmal so lang als breit war und mehrere einfache Kugelnneben viertheiligen hatte, welche ungleiche Entwicklung wohl die ungleiche Form desGanzen bedingte. Ein sehr kleines Exemplar hatte im Innern nur 4 doppelte Kugeln,ein etwas gröfsercs hatte 16 doppelte Kugeln, die gröfsten hatten 16 vierfache Kugeln,deren einige schwarze Punkte hatten. Ob ich diese Formen zufällig bewegungslos ge-sehen habe, oder ob sie es immer sind, mufs weitere Beobachtung entscheiden. _ Pan-

zerdurchmesser Jj"', wie Gonium peclorale, die Kugeln einzeln A~ 0 ' grofs.

Die Hülle von Gonium peclorale hat schon Müller bei seiner Fig. 10, obwohl sehrunsicher erkannt, Turpin hat sie jedoch in seinen vielen, sehr detaillirten und starkvergröfserten Zeichnungen dieses Thieres, welche die ganze 8 te Tafel der Vegelaux aco-tyledons im Dict. des sc. nat. füllen, mit Bory de St. Vincent vollständig übersehen.Raspail hat sie dagegen in seiner beiläufigen Zeichnung in der recht fleifsigen Abhand-lung über Halcyonella Tafel I. ohne die Wirbelorgane richtig dargestellt. Mem. de lasoc. d'hist. nat. Vol. IV, 1827. Man erkennt sie sehr leicht, wenn man das Wasser,worin die Thierchen schwimmen, mit Indigo färbt. Die grünen Kugeln sind, wie ichjetzt glaube, einzelne Thiere, nicht Eier oder Gemmen, deren Vereinigung im Quadrateine Familie bildet. Jede grüne Kugel scheint einen fadenförmigen Rüssel zu haben,weil irgend etwas dabei durch rasche Bewegung einen Strudel im Wasser macht undsowohl die Ortsveränderung, als die Ernährung vermittelt. Früher glaubte ich, sämtlicheEcken des Panzers wären gewimpert, allein ich sehe jetzt das Wirbeln weiter verbrei-tet und bin neuerlich immer mehr überzeugt worden, dafs auch nicht eine Wimper-reihe des Panzers dasselbe hervorbringt, sondern dafs jedes grüne Thier am Randedes Panzers einen sehr feinen, sehr beweglichen Rüssel hervorstecke, mit dem es wir-belt. Sind die grünen Thiere grofs genug, so zertheilen sie sich, ehe sie noch aus demQuadrate scheiden, schon wieder in 16 kleine grüne Kugeln und gehen vom kugligenZustande in den platten quadratischen über. Der alte Panzer löst sich dann theilweisauf und die neuen Familien werden frei. Aufnahme gefärbter Nahrung habe ich nochnicht erlangen können.

30 . HolophrYA discolor N. sp. Mifsfdrbiges Wollthierchen.

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