Buch 
Theatrum architecturae civilis : in drey Bücher getheilet : das ist: eine kurtze Beschreibung, was die Architectura sey, neben dem Methodo, so die Alten zum beständigen und zierlichen Bau gehalten und observiret haben, wovon im ersten Buch gehandelt wird : im andern, wird durch sechs Authores parallelischer Weiss die Modulation der Columnato als mit Palladio, Vignola, Scamotzi, Pietro Cataneo, Sebastian Serlio, Branca angewiesen : im dritten die Proportion der Arcaden, Gemächer, Stiegen, Thüren und Fenstern, neben denen dazu gehörigen Observantien ein vollkommenes Gebäu auffzuführen, gezeuget / erstlich durch Carlo Philippo Dieussart Romano Architectum, auss obgemeldten Authoribus zusammen getragen und in Truck gegeben; weilen aber der Exemplarien sehr wenig getrucket worden ... dass ich mir belieben lassen ... diese Kupffer ... nachdem ich solche an mich erkaufft, auff meinen eigenen Kosten zu verlegen und in Truck zu geben ... Leonardus Dintzenhoffer ...
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Handelt VON Metallen«

gemeiniglich im Giessen löcherichtDieser aber em-pfänget wegen dazu gethanen SatzS / einen sauberenFluß / und wird gelinde im saubern.

DieAlten haben selbigen / Beständigkeit halber/bey ihren Gebäuen gebraucht / und hat sich jhree»-rioütät dermassen sxceaöiree. daß sie nicht allein/Thürffe/ Seulen/ Bilder/ sondern auch an! statt derEysernen Tobbcn und 2 tnckern/ selbige vonKupfferbinnen Maures gebraucht / weil durch die Zeit dasEysen verrustet und vergehet / dieses aber unvergäng-lich bleibet.

Wir lesen / daß die hundert Thürne der Stattvs-

bylon t)(MMetall, Die Lolumnettorcul», auffderIn-sul Gade / der Colloilus Rhodis, als ein Wunder derWelt/ von Nmagene ebenmäßig auffgerichtet gewe-sen sind.

Es finden sich noch zu Rom vier Seulen zu 8. jo«hanLacerano, davon drey Lapitellen verkohl en/ wel-che durch Grelarem Auguiium von den Sporen derGalleren, (bcttJOm Marco Antonio MEgyPtM in der

See-Schlacht erobert / gegossen worden; Es sind auchThürne von Crouzo zu Rom / die weder der Kriegnoch Feuer conlumirt.zu sehen und überblieben / da-von die Kirchen/ als kanrkeon. heutiges 1 a Rorunda,der Tempel öaturni, sonstcn 8. Adriane, die Kirche8. Cosmo & Damiano . vor diesem der Tempel Ca.ttoris Lc kollux oder Romull und Remi, Item die Kir-che 8. Agnese. gezieret sind.

Ausserhalb diesen/ so über geblieben sind / ist Rommit Glichen Bildern / welche Coilossen gcnennet wor-den/ gezieret gewesen / das erste war eine Sracua Apoi-linis, so von der Statt Apollonia cranfporcirec worden /diese hat zur Höhe gehabt / auff ihre Art gemassen/dreyßig cubüos, oder Ellebogen.

Das ander war ein Bild Jupiters, welches durch

denKäyserciaudium indemLampoMartin istauffge-

richtet worden / selbiges Bild / weil es gar nahe an

deß kompei Ampkickeatrum auffgerichtet war/habensie Ihm den Nahmen Jupiter Pompejanus gegeben!3 » DfrBjblioceca deßTeMpelS Augusli^ar ein Apol-lo von 50. Schuen hoch.' dasviertewar imGapitolioein Jupiter, durch den vornehmen Bildhauer Lerviliumverfertiget/ und über hundert Schuenhoch.

Renculus ließ ebenmäßig eine 8tatuam Jovis auffdas Capitoüum von 80. Schuen hoch auffrichten; dasSechste/ wie alle sagen/ wareinWuuder der Welt/dieses warebendas Bild/ soKäyser r^ero, durch denBildhauer und ArcbiteLtum Lehodorum , von hun-dert und zwantzig Schuen hoch verfertigen/und ftlbpges in seinem vergüldeten Hause/ ohnweitdeßVelpa-üanilbeatri. heutiges Tags Colifeo genennet/ zumZierath seines Hauses auffrichten lassen / selbiger Co-loilus ist nachgehende/ auff daß das Gedächtnußdeßdteronis gantz in Vergessenheit kommen möchte/ derSonnen gewidmet worden; Es sind noch viele Artender Coloflen, davon etliche von grosser Höhe / der aller-gröffestc aber ist vö demLenodoro zweyhundertSchuehoch verfertiget worden / dieje sind alle von Metall oderBrouzo gegossen gewesen/ dadurch nicht allein die Ho-heit der Statt Rom damahlszu oonüderiren. sonderndie grosse Liebe und Lust/ so sie zu den Künsten getra-gen / auch zur Beständigkeit / keinen Fleiß und Kostengesparet/ erkandtworden/ Heutiges Tags aber wer-den an vielen Orthen die Künste nichts oder gar wenigconlideriret, die Beständigkeit wird auch unter demVerwandt / es müsse nun menagircr werden gedrü-ckt / welche menage offtmahls dem Herren ein garunvollkommenes Gebäue lieffert / und eiüen grossen

ruin causirc, dem Archicecto aber ( wiewohl unschul-dig ) keinen oder wenigen Ruhm giebet.

Solche Menage aber wird denen grossen gemein-lich unterm Schein derGetrewhcit vorgetragen/auchwohl auß Unwissenheit / diejenige aber seynd eben die/denen das raenagiren nutzet/ dann ihrer viele sich / des-sen zu genieffen/sich bemühen/ kommet also offtmahls/solche Art von menage dem Herren wenig oder garnichts zu nutze / den Gebäuen aber verursachet es einegrosse Kranckheit.

C A P UT X.

andele von der Qualität

deß Erdreichs.

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Achdem von denen Materia-lien . so zum Gebau gebrauchtwerden/ gehandelt worden / soist nötig/ daß von dem Orth oderGrund / wo selbige müssen an-gebracht und gebraucht werden( alS daö Fundament deß Ge-

bäues) in etwas gedacht werde.

Das Fundament ist eigentlich der Balls und Fußdeß Gebäues/ und wann selbiges nicht wohl versehenund angelegt wird/ ist es natürlich/ daß das Gedärrkeinen Bestand haben könne.

Die Fehler / so in Anlegung der Fundamente»begangen werden / seynd nicht leichtlich zu repariren,oder zu ändern / dieses (das Erdreich) ist das vor-nembste Theil der Beständigkeit/ und seynd im dritten

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