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Die Feuermeteore : insbesondere die Meteoriten historisch und naturwissenschaftlich betrachtet / von Otto Buchner
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Meteoreisen

wurde, und nicht nur jene Rinde, sondern auch die pyramidaleForm und die muschelartigen Vertiefungen und Eindrücke höchstcharakteristisch zeigt.

Aber gerade die leichte Veränderlichkeit des gediegenen EisenSdurch chemische Einwirkung anderer Stoffe macht es erklärlich,warum bis jetzt nur sehr wenige Beispiele bekannt sind, daßsolche Meteoriten in älteren Erdschichten aufgefunden wurden.Abgesehen von ihrer Seltenheit im Allgemeinen, so werden dieselbendurch die Einwirkung des Seewassers und die Geologie be-schäftigt sich hauptsächlich mit Gesteinen, die sich aus demselbenabgelagert haben zersetzt, wenn auch weniger rasch, als dieaus Eisen und Silikaten bestehenden Meteorsteine; das Chlor-natrium und andere Salze wirken verändernd auf dieselben ein,wie auch jetzt noch an Ankern und anderen eisernen Gegenstän-den, die lange auf dem Meeresgrund begraben waren, erkamnwerden kann; es entsteht ein durch Eisenoxyd zusammengekittetesConglomerat von Sand und Kies. Ebenso das Meteoreisen.»Je älter die Gesteine sind«, sagt Lyell, »je häufiger sie sicherhitzten und abkühlten, von Gasen, dem Meerwasser, der Atmc-sphäre oder Mineralquellen durchdrungen wurden, um so wenig«dürfen wir erwarten, gediegene Eisenmassen in unveränderten!Zustand anzutreffen«. Sie verwandelten sich in EisenoxydEisenvitriol und kohlensaures Eisenoxydul, doch deren Ursprungläßt sich dann nicht mehr erkennen. Und doch finden wir be»Bericht eines russischen Bergmanns über das Auffinden von Me-teoreisen im goldführenden Sande des Altai . Man fand einigeStücke gediegenen Eisens zuerst in den Goldwäschen von Petro-,pawlowsk im Mrasfker Kreis, aber, obwohl sie schon einige,Aufmerksamkeit erregten, glaubte man doch, sie seien von denWerkzeugen der Arbeiter abgebrochen. Endlich grub man in ein«Tiefe von 31 Fuß unter der Oberfläche ein 17^ Pfund schwer^Stück Eisen aus, das von stahlgrauer Farbe und etwas härt«als gewöhnliches Eisen war. Es lag auf dem Boden der Ab-lagerung, wo der Kies auf einem pflasterartigen Kalkstein ruhte-Viel braunes Eisenerz und Gold kommt in demselben Kies vor, .