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Die Feuermeteore : insbesondere die Meteoriten historisch und naturwissenschaftlich betrachtet / von Otto Buchner
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Meteoreisen

als Feuerheerde oder Ambose, oder wurden irgend einer damitverbundenen Sage wegen als merkwürdig aufgehoben.

Zu diesen gehört vor Allen der sogenannte verwünschteBurggraf, eine Eisenmasse von der Größe eines Pferdekopfes,die ursprünglich 191 Pfund wog und seit Jahrhunderten aufdem Rathhaus zu Ellbogen bei Karlsbad in Böhmen auf-bewahrt wurde. Die Fallzeit ist unbekannt, doch läßt sich ausdem Namen der Schluß ziehen, daß das Ereigniß in der kurzenZeit stattfand, wo in Elbogen kaiserliche Burggrafen residirten,also zu Ende des 14. oder Anfang des 15. Jahrhunderts, unddaß die Sage allmalig die Eisenmasse mit dem Grafen in Ver-bindung brachte. Noch andere Sagen knüpften sich an dieselbe;so sollte sie z. B. nicht in den Schloßbrunnen geworfen werdenkönnen, ohne wieder herauszukommen. In der That wurde sie1742, um die Sage zu prüfen, von französischen Soldaten hinein-geworfen, aber 1776 aus dem 22 Klafter tiefen Brunnen wiederherausgeholt. Erst 1811 wurde die meteorische Natur diesesEisens erkannt, und ein Stück von 150 Pfund ist jetzt in demk. k. Mineralieukabinete in Wien . Die Widmannstätteu'schen Figu-ren erscheinen beim Netzen außerordentlich deutlich; in v. Schrei-bers'Beiträgen rc. findet sich ein sehr vollkommenes Autographderselben. Das Eisen läßt sich schmieden und erscheint beimAnlaufen damascirt; nach der Analyse von Berzelius bestehtes aus :

Eisen. 88,231

Nickel mit Zinn -

und Spur Kupfer ' '

Kobalt.0,726

Magnesium . . . 0,279

Phosphormetalle . 2,211

Schwefel u. Mangan Spuren.

Klaproth fand nur 2^, Neumann 6,45 PC. Nickel; der

Schreibersit besteht nach Berzelius aus :