38
terste Quellgebiet des Tessins, der St. Giacomopass unddas Thal der Toeeia mit dem untern Theil des Lago Maggiore ; im S. die piemontesische Ebene von Arona bisIvrea und die Dora baltea bis nach Oourmayeur. — DasGebiet der Walliseralpen könnte zwar mit Berücksichti-gung seiner politischen Lage eben so gut mit dem NamenPiemontesische Alpen belegt werden, weil ein eben sogrosser Theil desselben zum Piemont gehört. Allein, wennman seine Gestaltung betrachtet, so wird man sich baldüberzeugen, dass von den Hauptgrössen dieses gewaltigenMassives nur der Monte Bosa eine ausgedehntere undfreiere Entwicklung nach jener Seite hin hat, indem erseine Hochfirne und seinen silberglänzenden Gipfelkranzüber die ganze Lombardei , ja von Mailand bis nach Turin leuchten lässt, während er schweizerischer Seits in denhintersten Grund des Visperthals zurückgedrängt ist undvon keinem Thale , ja von keinem Dorfe aus gesehen wer-den kann. Dagegen hat sich die ganze übrige Gipfelerhe-bung dieses Massives in ihrer Hauptentwicklung vorzugs-weise in seiner nördlichen Abdachung ausgeprägt. Hierentragen ihm die höchsten Gipfel der innern Schweiz unddie reiche Firnbekleidung, die, begünstigt durch ihre gegenNorden gekehrte Lage, die nackten Jöeher und Gipfel-wände umhüllt, verleiht demselben jene Majestät, die aufjeden Wanderer, dem . von erhöhtem Standpunkte einUeberblick über diese grandiose Alpenerhebung zu Theilwird, einen fast erschütternden Eindruck macht. — Wirglauben daher in diesen, durch die Natur gegebenen Ver-hältnissen eine Berechtigung zu finden, den Titel: Wal -Useralpen anzunehmen und ihn auch der weniger popu-lären Benennung: Penninische Alpen vorzuziehen.