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Ueber Eis und Schnee : die höchsten Gipfel der Schweiz und die Geschichte ihrer Besteigung / G. Studer
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Gebirgsstrecke gerechnet werden kann, welche zwischen derNufenen und dem Lukmanier liegt. Der allgemeine Typusseiner äussern Formation, die Vegetationsverhältnisse, dieBildung der Gipfel, die durchschnittliche Höhe derselbenzeigen eine augenfällige Uebereinstimmuug. Die Längen-ausdehnung dieses Massivs nimmt nur etwa 7 Schweizer-stunden ein und auch in seiner Breite ist dasselbe zwi-schen dem Ursernthal und dem hintersten Becken desVorderrheinthals auf der einen Seite und dem Tessin aufder andern Seite sehr eingeengt. Seine tiefsten Depres-sionen befinden sich in der Einsattlung des Gotthards-passes mit 2,114, welcher ungefähr im Centime* liegt,in der Einsattlung der Nufenen am westlichen Ende mit2,441 m und in derjenigen des Lukmanier am östlichenEnde mit 1,917 m . Die verhältnissmässig geringe Ausdeh-nung der Gletscher auf dieser Gebirgsstrecke und dieZugänglichkeit der Kamm Vertiefungen, welche die Gipfelmit einander verbinden, gestatten überdies» dem rüstigenBergsteiger noch eine Menge, wenn auch hoher, rauherund steiler, doch im Allgemeinen gefahrloser und nichtsehr schwieriger Gratüberschreitungen, um aus dem Quel-lengebiet der Rhone , der Reuss und des Rheins in das-jenige des Tessins zu gelangen. Die Gipfel sind meistensnur kammartig aneinander gereihte Ausspitzungen desCentralstammes und seiner Verzweigungen und haben fastdurchgehends ein kahles, verwittertes Aussehen, sind aberdoch theilweise mit Schnee und Eis bedeckt. Merkwür-diger Weise wurde der Gotthard noch in der Mitte desvorigen Jahrhunderts für den höchsten Berg nicht nurder Schweiz , sondern von Europa gehalten. Micheli duCröt, welcher im Jahr 1735 von der Festung Aarburg aus die Höhen der Alpen zu bestimmen versuchte, gab