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ihm eine Höhe von 16,500'. Es war damals eine Zeit,wo man noch keine sicheren Instrumente für Höhenmes- •sungen besass und das Innere der Alpenwelt überhauptnoch sehr unbekannt war. Man gab sieh mächtigenTäuschungen und Irrungen in Bezug auf die Höhe derAlpengipfe] hin, und was namentlich den Gotthard be-trifft, so mag die Täuschung durch die irrige Voraus-setzung hervorgerufen worden sein, dass der Gebirgsstock,welcher das Quellgebiet von vier grossen Strömen, Rhone,Rhein, Reuss und Tessin , in sieh fasst, der höchst gele-gene sein und seine Gipfel nothwendig eine dieser Lageentsprechende Höhe haben müssen. Dieser Vorstellungwidersprach zwar schon der erste Anblick der Gotthard-gruppe, denn die mittlere Höhe ihrer Gipfelerhebung steigtkaum über 2,870 m . Die höchsten Gipfel, welche das Cen-trum der Gotthardsmasse bilden und den Passeinschnittzu beiden Seiten umkränzen, sind: die Luzendrospitzeoder P. de Vinei mit 2,959, der Gamsstoclc mit 2,932,der Blauberg mit 8,002, das Kastelhorn mit 2,977, derSusso di Gottardo mit 2,738 und die Fibbia mit 2,742 m .Etwas mächtiger ist die Gipfelerhebung im westlichenTheil der Gruppe, wo der P. Botundo auf 3,197, die^lutthörner auf 3,103, der P. Pesciora auf 3,123™ an-steigen, und ungefähr gleiche Höhe haben die Gipfel,Welche zwischen der Unteralp und dem Lukmanier alsöstlicher Theil des Gotthardsmassives sich entfalten, wiez - B. der Sixmadun mit 2,937, der P. Ravetsch mit 3,010,der p . jßi as m y; 3,028, der P. del Ufiern mit 3,017, derRondadura mit 3,019, der P. del Laiblau mit 2,963und der p. Ganneretsch mit 3,043™.
Während der nördliche Absturz dieser ganzen Ge-Ugsstreeke eine Reihe kurzer Verästungen, mit dazwischen