AbranteS
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Abraham a Sancta Clara
Gott, durch den Gehorsam sinne? Knechte? befriedigt, dessen aufgehobenen Armhemmte. Sara starb; A. aber hcirakhete Cethura, welche ihm noch 6 Kin-der gebar, und starb selbst 115 A. alt. Er ward an Sara'? Seite in ei-,ner Hehle de? Felde?, da? er zu seinem Grabe von den Sehnen Hetb ge-kauft hatte, beerdigt. — Nicht allein die Juden, sondern auch die Araber leite»ihren Ursprung von diesem Patriarchen ab; die griechische und römische Kirche batseinen Namen in ibre Legenden gesetzt. Auch im Koran ist von ibm die Rede,und einige mohammedanische Schriftsteller behaupten, daß A. nach Mekka gereistsei und den Tempel daselbst zu erbauen angefangen habe. Die Auden baben stet?sein Grab und sein Andenken geehrt; aber ihre Rabbincn haben in seiner Geschichtedie Wahrheit mit der Lüge vermischt.
Abraham a «kseanctaClara. Dieser wegen der Originalität seine?Dortrag? zu seiner Zeit berühmte Kanzelredner war den 4. Zuni1642 zuKrähen-heimstetten unweit Möokirch in -Lchwaben geboren und hieß eigentlich UlrichMegerle . Er trat zu Marienbrunn in Untcröstreich 1682 in den Orden der Bar-,süßer-Augustiner, siudirke zu Wien in dem dortigen Kloster seine? Orden? Phi-losophie und Theologie, kam dann al? Prediger nach Kloster Tara in Oberbaiernund wurde 1669 al? kaiserl. Hofpretiger nach Wien berufen, in welchem Postener den 1. Dec. 1109, 63 A. alt, starb. Stet? arm und heiter, besuchte er furchtlo?in seinem Berufe bei der Pest 1619 die Kranken. Seine Predigten zeichne» sichdurch burle?ke Originalität au? und sind voll seltsamer Einfälle und Possen. DieseEigenschaften, welche zu dem Geiste der damaligen Zeit recht wobl paßten, ver-schafften ihm zahlreiche Zuhörer, und da sie mit einer großen Popularität und ei-nem scharfen Witze, der nach allen Seiten um sich sprudelt, verbunden sind, blie-ben sie nicht ohne Wirkung. Wir führen einige seiner Schriften dem Titel nachan, weil dieser den darin herrschenden Ton charakterisirt: „Hup und Pfuy der Welt,oder von den Tugenden und Lastern"; „Heilsames Gemisch Gemasch": „Abra-ham a Sancta Clara ganz neu ausgeheckte? Narrenncst oder curieuse Werkstattmancherlei Narren und Närrinnen"; „Reim dich oder ich lie? dich nicht"; „Gack,gack, gack ein Ei, sagt was die Kirchfahrt und Klostertapa sei"; „Judas der Erz-schelm" rc. Abraham a Sancra Clara war von der Natur zu einem Dolksrednerherufen, und unter seiner possierlichen und barocken Außenseite liegt ein tüchtiger Ver-stand, mir tiefer Menschenkunde und einer großen Wahrheitsliebe verbunden. Mitder kühnsten Freimüthigkeit züchtigt er die Gebrechen seiner Zeit und steht in seinerbunten, aber doch kräftigen und feurigen Prosa dem matten Mysticismus und dersteifen Lpitzsindigkeir der meisten Kanzelredner seiner Zeit einzig entgegen.
Abrahamiten, oder b ö h m i s ch c D e i st e n, wurde eine Anzahl un-wissender Landleute au? der pardulntzer Herrschaft in Böhmen , die, demToleranz-edict Joseph? ll. vertrauend, 1182 au? ihrer Dunkelheit hervortraten und sich zudem Glauben bekannten, den Abraham vor der Beschneidung gehabt babe, von deninguirirenden kaiserlichen Beamten genannt. Sie nabmen außer der Lehre von demeinigen Gott und dem Vater Unser Nicht? au? der Bibel an. Weil sie weder denAnden »och einer der recipirten christlichen Confessionen angeboren wollten, wurdeihr Gesuch um Religionsfreiheit abgewiesen. Der in Sachen der Religion weniger,al? gewöhnlich angenommen wird, aufgeklärte Kaiser Joseph ließ diese sonst unbe-scholtenen Leute, da sie allen Bekebrungsversuchen widerstanden, 1183au?ibremEigenlbum vertreiben und durch militairische Gewalt zu 2 — 4 vereinzelt nachverschiedenenGrenzorten von Ungarn, Siebenbürgen und Slawonien bringen, wodie Männer unrcr die Grcnzbataillon? gesteckt und zum Theil (im Bannat) nebstihren Weibern zum kalb. Glauben gebracht wurden. Mehre sind auf ibren Deis-mus gestorben. ;S. „Geschichte der böhmischen Deisten", Lpz. 1185.)
A braute?, Stadt am rechten Ufer des Tcjo in der portugiesischen Pro-