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Argandsche Lampe Argens
da nach Rom , wo or in d'e Dienste Leos X. und später Hadrians VI. trat. We-gen 16 schändlicher Sonette, die er auf ebenso viel Zeichnungen von Gialio Ro-mane verfertigt hatte, mußte er Rom verlassen. Johann von Medici berie- ihnzu sich und nahm ihn mit sich nach Mailand , wo A. Gelegenheit fand, sichFranz I. gefällig zu machen. Nachdem er abermals Rom besucht, kehrre er zu sei-nem Beschützer, Johann von Medici, zurück, der ihn immer mehr liebgewannund verwundet in seinen Armen starb. 15-8 ließ sich A. zu Venedig nieder, wo ersich mächtige Freunde erwarb, unter denen der Bischof von Vicenza ihn sowo'mitdem Papst aussöhnte als auch bei Karl V. so empfahl, daß dieser ihm eine godeneKette überschickte. Franz I. , der nicht minder großmüthig sein wollte, schenkte ihmeine ähnliche Kette. Als aber später Karl ihm einen Gnadengchalt von 260 Thä-lern aussetzte, hinter welchem Franz zurückblieb, empfing jener allein alle Lobsprüche,die er bis dahin unrcr Beide getheilt hatte. Auch der Herzog von Leve setzte ihmeinen ansehnlichen Gehalt aus. Außerdem gewann er nach seiner eignen Angabedurch seine Schriften jährlich 1600 Goldthaler, nebst einem Rieß Papier und einerFlasche Dinte. Nicolo Franco , ein ebenso zügelloser, aber ungleich gelehrtererSchriftsteller, half ihm bei seinen Arbeiten. A.'S Ruf verbreitete sich; aus allenGegenden Italiens schrieb man an ihn und suchte ihn auf. Durch seine Erbauungs-schristeu sehnte er sich mit dem römischen Hofe aus, lind Julius Ili., der ebenfallsaus Arezzo war, ward durch ein Sonett, das fein Landsmann an ihn richtete, so ge-rührt, daß er ihm 1006 Goldkronen schickte und ihn zum -Lt.-PeterSrürer machte.Drei Jahre nachher ward er von dem Herzog von Urbino dem Papste selbst vorge-stellt, der ihn nicht nur ehrenvoll, sondern selbst mit Zärtlichkeit aufnahm. Dochkonnte er den CardinalShut, wonach er eifrig strebte, nicht erlangen. Die 'Art seinesTodes entsprach seinem Leben. Er hatte Schwestern zu Venedig , die ebenso zügel-los lebten als er selbst. Einst erzählte man ihm eins ihrer galanten Abenteuer, daser so belustigend fand, daß er in ein lautes Lachen auSbrach. Darüber verlor er mitdem Stuhle das Gleichgewicht, fiel zu Boden und siarb auf der Stelle (1556,65 Jahre alt). Die Natur hatte ihn sehr glücklich ausgestattet. Der Geschmackfür die Künste war ihm angeboren, und er übte mehre mit Glück. Mehr als'Alles«aber liebte er das Geld , einen guten Tisch und die Weiber. — seilte Werke be-stehen, außer mehren ReligionSschriftcn, in 5 Lustspielen und einem Trauerspiele,zene voll Witz und echt komischer Züge, dieses nicht ohne Verdienst, in den ausge-lassenen „ll.-,gio,Minen li" nebst der „lluttrui.-i eiiaule", in den 16 ruchlosen„ 8 oiieiti luüsuriciLl", seiner in klnnu. -81,-1,17.6. (AssilnH. zum Theil Lobprei-sungen, zum Theil satyrisch und schlüpfrig, und in einigen unvollendeten Epopäen.Die Akademiker dclla Trusca zählen A. unter die classischen Schriftsteller ihrerNation; er verdient jedoch diese Ehre weniger wegen der Reinheit als wegenKühnheit, Gewandtheit und Eigenthümlichkeit seines StylS.
A r g a n d s ch e L a m p e, s. Lampe.
ArgenS (Jean Baptiste, Marquis d'), geb. den 21. Juni 1704 zu Air.Er sollte Jurist werten, aber aus Neigung trat er, 15 I. alr, in den Milüair-stand. Seine Lievschaft mit der Schauspielerin Splvie bewog ihn, den Dienst undFrankreich zu verlassen, um sich in srpanün mit ihr zu verbinden. Allein er wardverhaftet, nach der Provence zurückgebracht und darauf mit dem franz. Gesandtennach Konstantinopel geschickt. Sein Aufenthalt in der Türkei war durch Abenteuerbezeichnet. Nach seiner Rückkehr trat er wieder in die Armee. 1734 ward er bei derBelagerung von Kehl verwundet und in der Folge vor Phtlippsburg durch einenSturz mit dem Pferde zum fernern Dienst unfähig. Enterbt von s. Vater . ward erSchriftsteller und ging nach Holland , um mit desto mehr Freiheit schreiben zu ken-nen. Hier gab er s. „beltres juiveG, „I ettre -5 cchiinünc-;" und „l.c-il eii cA>!>-listiguc-L" heraus. Friedrich li., damals noch Kronprinz, wünschte den Dorf.