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Erster Band. A bis Bl.
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Accommodation

Accord

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?lccommodation, eigentlich die Anpassung einer Sache an eine an-dre, oder die Einrichtung derselben zu einem gewissen Zwecke (von uccnmnnocimk!,anpassen, einrichten. bequemen). Man braucht aber jenes Wort vornehmlich indreierlei Bedeutung: 1) in Ansehung des geselligen Umgangs, wenn Jemand seinVerhalten nach den Wünschen oder Launen eines Andern einrichtet; 2) i» An-sehung des Unterrichts, wenn Jemand in seiner Lehre sich zu den Ansichten oder derFassungskraft eines Andern herabläßt; 3) in Ansehung der Auslegung, wennjemand den Linn einer Schrift so erklärt, wie es den eignen An-und Absichtendes Auslegers gemäß ist. In der Theologie nimmt man das Wort hauptsächlichin den beiden letzten Bedeutungen. Es behaupten nämlich viele Theologen, daßJesus und die Apostel nicht immer ihre Meinung über gewisse Dinge gerade her-aussagt, sondern, um Anstoß zu vermeiden, Einiges verschwiegen, Andres sovorgetragen hätten, wie sie glaubten, daß es ihren theils noch rohen, theils vor-urtheilsvollen Zeitgenossen am verständlichsten und beifälligsten sein würde. Diesnennen sie dann Accommodaiion von -Leiten Jesu und der Apostel; wogegen andreTheologen behaupten, daß eine solche Accommodation nicht als eine bloße Herab-lassung, sondern als eine Art von Täuschung zu betrachten sein wurde, die sichmit dem Charakter jener Personen nicht vereinigen lasse. Wer aber eine solche Ac-commodation annimmt, der nimmt und erklärt auch viele Aussprüche Jesu undder Apostel in einem andern Sinne, als es der bloße Wortderstand mit sich brin-gen wurde. Dies heißt dann Accommodation von Seiten des Auslegers, wiewokdiese Accommodation viel weiter gehen kann, sodaß sie sich in eine bloße Beque-mung der heiligen Schrift »ach dem Sinne des Auslegers verwandelt. Eö ist alsooffenbar etwas ganz Andres, wenn er sagt, Jesus und die Apostel haben sich derDenkart ihrer Zeitgenossen accommodirt, als wenn man sagt, ein Ausleger habedie 'Aussprüche jener Männer, oder überhaupt die heilige Schrift seiner eignenDenkart accommodirt. Das Letzte wird oft auch mit einem mildern Ausdrucke Ac-commodaiion nach den Bedürfnissen des Zeitalters genannt, weil jeder Menschein natürliches Bestreben hat, das Gepräge seiner Denkart dem Zeitalter aufzu-drücken. I).

Accompagnement, s. Begleitung.

Accord (von dem ital. .->oa<>r<!:,tl-, und dieses von dem lat.vboräa, die Sai-te). Zunächst kommt dieser Ausdruck in der Musik vor und bezeichnet da eine in dennatürlichen Tonvcrhältnissen gegründete Verbindung gleichzeitig erklingender Töne(Zusammenklangt Auf diesen Zusammenklängen beruht die Harmonie, ja, jedereigentliche Accord ist schon eine Harmonie, daher z. B. der Ausdruck Dominan-tenharmonie. Durch Verbindung von Tönen in Accordenfolgen (Reihen von Ac-corden) entspringt die Harmonie im eigentlichen Sinne. In Hinsicht auf das Zu-sammenklingen aber verhalten sich die Töne verschieden. Einige nämlich gebendurch unmittelbares Zusammenklingen dem Ohre das Gefühl der Befriedigung;sie sind selbständige Wohlklänge und werden insofern consonirende Accordeoder Eonsonanzen genannt. Nimmt man hier nun einen Ton als zum Grundeliegenden (Grundron) an, so müssen die andern mit ihm und unter einander an-genehm zusammenstimmen, um die Consonanz zu bilden. Der Begriff des Ac-cords spricht Nichts über die Zahl der zusammenklingenden Töne aus. Die ein-fachste und unvollkommenste Consonanz kann daher eine Verbindung von 2 Tö-nen sein (Zweiklang), und wird durch das Intervall der Terz mit dem Grundkongebildet. Nach Beschaffenheit der Terz kann der Zweiklang groß oder klein sein.Der vollere consonirende Accord, der aber fälschlich der consonirende Grundaccord,richtiger der Hauptaccord genannt wird, ist der harmonische Drei klang, derdurch Hinzufügung einer neuen Terz zum Zweiklang entsteht, die mithin die remeQuinte vom Grundton bildet und auch Dominante heißt, während die Terz zum

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