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Erster Band. A bis Bl.
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Aörostat

such zu Annonay , wo das Parallelepipedum in freier Lust 70 Schuh hoch stieg.Eine größere Maschine von 650 Kubikschuh Inhalt stieg mit gleichem Erfolg.Nun beschlossen sie, den Versuch im Großen zu machen, verfertigten eine mit Pa-pier gefütterte Maschine von Leinwand, die 55 Schuh im Durchmesser hatte,430 Pfund wog und noch über 400 Pf. Last mit sich aufhob, und ließen dieselbeam 5. Juni 1783 zu Annonay in die Lust steigen. Sie erhob sich in 10 Minutenzu einer Höhe von 1000 Tonen und fiel 7200 Fuß weit von dem Drte des Auf-steigcns zur Erde nieder. Das Mittel, wodurch sie das Emporsteigen bewirkten,war ein unter der Öffnung der Maschine angezündetes Strohfeuer, in welches sievon Zeit zu Zeit etwas gekrempelte Wolle warfen. Wie aber dadurch diese Wir-kung hervorgebracht werde, davon hatten sie weder deutliche noch richtige Begriffe.Nicht die durch die Hitze bewirkte Verdünnung der in dem Ballon eingeschlossenenLust hielten sie für die Ursache des Stechens, sondern sie glaubten, daß sich beidem Verbrennen des Strohs und der Wolle ein eignes Gas entwickele, durch wel-ches derselbe gehoben wurde. Erst später wurde das Irrige dieser Meinung dar-gethan. In Paris setzten diese Versuche alle Phvsiker in Bewegung. Einige der-selben fielen auf die Vermuthung, daß der Versuch sich müsse mit dem brennbarenGas nachmachen lassen. Charles, Professor der Pbvsik, füllte eine 12 Fuß imDurchmesser haltende und mit einem Firniß von elastischem Harze überzogene Ku-gel von Tastet mit brennbarem Gas. Sie wog 25 Pfund und erhob sich binnen2 Mumien 488 Tvisen, verschwand in den Wolken und kam »ach 3 Viertel-stunden bei dem Dorfe Gonesse, 5 Stunden von Paris , wieder zur Erde. Sogab es gleich anfangs zweierlei Airostaren: die mit erhitzter Lust (Monrgolsi, ren)und die mit brennbarem Gas gefüllten. Umerdeß war Montgolfier nach Pa-ris gegangen und hakte in Pilatre de Rozier , dem Vorsteher des könial. Mu-seums, einen Gehülfen gefunden. Gemeinschaftlich brachten sie im Dck. 1783eine neue Maschme von 74 F. Höhe und 48 F. Breite zu brande, mit welcherbeide Phrsiker nebst einem Arbeiter es zum ersten Male wagten, jedoch nur 50 F.hoch, aufzusteigen. Der Ballon wurde dabei aus Vorsicht an Stricke» gehaltenund bald heruntergezogen. In der Folge ließ man die Maschine sich frei bewegen,welche ihren Flug seitwärts nahm und sich ungefähr 100 Schritte von dein Ortedes Aufsteigens sanft niedersenkte. Dadurch überzeugte man sich, daß sie bei ge-höriger Einrichtung, Behandlung und Witterung allerdings einen Menschen durchdie Luft zu tragen im Stande sei, und beschloß die erste Luftreise. Am 21. Nov.1783 stiegen Pilatre de Rozier und der Marguis d'ArlandeS im Schlosse la Muettevor eiiier unzähligen Volksmenge mit einer Maschine von 6000 Kubsitnß Inhaltauf. Der Ball kam, nachdem er eine beträchtliche Höhe erreicht hatte, nach 25Minuten, etwa 5000 Toffen von la Muelre, glücklich wieder zur Ei de. Aberdie kühnen Lunfahrer harten in bedeutender Gefahr geschwebt: der Ball war zuverschied,»en Malen auf das heftigste erschüttert worden: das Feuer hatte Löcherhineingebrannt, die Galerie war beschädigt worden und einige S chuüre waren geris-sen. S ie erkannten, daß es die höchste Zeit sei sieb herabzulassen, und als sie wiederauf dem Erdboden waren, entstanden neue Schwierigkeiten bemi Aussieigen.Das schwache Kohleiffeuer dielt den leinwandenen Ball nicht mehr empor, und die-ser fiel mit seiner ganzen Masse auf die Flamme. Rozier, der noch nicht hatteaussieigen können, wurde davon niedergedrückt und entging nur eben der Ge-fahr zu verbrennen. Gleich darauf machte Charles, der sich mit Robert verbun-den harte, bekannt, daß er mit diesem in einen: mir brennbarem Gas gewilltenBall aussieigen werde. Um die dazu erfoderlicben Kosten von IlhOM» LivreS zudecken, eröffnete er ame Unterzeichnung. Der Ball war kugelförmig, 26 Fuß unDurchmesser, und bestand aus Tastet, der mir einem Firniß aus elastischen»Gummi überzogen war. Die Gondel für die Lustfahrer hing an mehren Seilen,