Afruirillö Afrika 111
stitution treu geblieben wären. Die Llftancesados gehörten stets zu den Gemäßig-ten und werden daher noch jetzt von den Absolutsten angefeindet. 20.
A sraniu ?, Lucius, ein römischer Komödiendickter, blühte in der erstenHälfte des 2. Jahrh. v. Chr. Er ist der eigentliche Schöpfer des römischen Na-tionallustspiels oder der luluil.i und seine Schilderung des Lebensund
der Sitten seines Volkes ließ sich selbst bis auf die niedrigsten Classen herab, wo-durch die dulttib, Uilx'iii.iii-, (das Kneipenlustspiel) entstand. Von den Griechenentlehnte er nur den äußern Bau, um ihn dem römischen Volksleben anzupassen,daher man sagte, das; die Toga des AfraniuS dem Menander völlig passe. SeineDerbheit und Ausgelassenheit werde» von einigen Kunstrichtern getadelt; aber an-erkannt sind auch sein reicher Witz und seine beredte Lebendigkeit. Er war sehr frucht-bar, aber von seinen vielen Stücke» haben sich nur wenige Fragmente erhalten.
Afrika , einer der 5 Erdkheile — seit Jahrtausenden schon in die Ge-schichte eingeführt, dennoch auch für uns noch immer, was es den Alten war —,das Reich des Wunderbaren! Nur eine Spanne Meer scheidet 'Afrika von Eu-ropa , seine nördlichen Küsten liegen im Angesicht der gebildetsten Völker, und dochkennen wir kaum seine äußern Umrisse, in das weite Binnenland ist erst jetzt derFuß eines Europäers gedrungen! — Ob bei dem Entstehen der Erde ein schwar-zer Adam in Afrika Stammvater der Schwarzen geworden, oder ob ein Noaehidevon Asien aus ihm sein erstes Stammvolk zugeführt, das dann unter dein loth-rechten Strahle der csonne seine schwarze Düne empfangen habe, wird wol nieentschieden werden. Das Nilthal war unter eben dem Namen, den es noch führt,in den frühesten Zeiten der Geschichte die Wiege des Handels, der Knuste undWissenschaften! Aber selbst in den Jahrhunderten, da Ägypten am höchstenblühte, scheint riefe Nacht seine Umgebungen bedeckt zu haben, und Alles, wasnicht ihm angehörte, unter dem Namen Ncgerland begriffen gewesen zu sein.späterhin lernten Griechen (veral. Herodot's sehr genaue Nachrichten) und Römerdie Küsten am mittelländischen Meere näher kennen und drangen im Binnen-lande vielleicht bis zum Flusse Ioliba vor, doch hat sich ihre Kunde kaum überdie Grenzen Numidiens hinaus erstreckt, undvondensüdlichen Theilen Afrikas warihnen Nichts bekannt. Wie unvollkommen war nicht die Vorstellung, die slbsiPtolemäuS sich von diesem Welttheile machte, obschon ihm seine Form als einegroße Halbinsel vorschweben mochte! Erst dem 15. Jahrh, war es vorbehalten,uns seine Umrisse auszuzeichnen; Heinrich der Seefahrer (s. d.) umsegeltedas gesürcbtete Cap Non („nn plus ultr.i), Diaz und Dasco da Gama fandendas Vorgebirge der guten Hoffnung, und sowol die westlichen als die östlichenKüsten wurden von europäischen Seefahrern untersucht. — Afrika , eineungeheure Halbinsel, die der Isthmus von Suez mit dem Festlande von Asien verbindet, hildet ein mit der Spitze gegen Süden gekehrtes Dreieck von 530,000(davonkommen auf die Inseln 11,400) OM. zwischen 0 bis 70° L. und 34° S.bis 37° 30' N. B., das im N. an das mütelländ. Meer, im O. an Listen, dasrothe und indische Meer, im W. und W. an das äthiopische Meer und den atlan-tischen Ocean stößt. Innerhalb des heißen Erdgürtels hat es eine große Ausdeh-nung von O. nach W. und die größte Lantmasse; doch füllt die nördliche Hälfteeine ungleich größere Masse als die südliche. Die größte Ausdehnung von W.nach O„ vom Cap Negro bis Cap Guardafui, beträgt 69°, mithin unter demÄquator 1020 geogr. Meilen. Afrikas innere Bildung hat manche Eigenheiten.Zwar besitzt es große aneinanderhängendc Kettengebirge, die vielleicht vomCapbis zum mittelländ. Meere in mancherlei Parallelen fortziehen, wie den 'Atlas,das Mondgebirge, den Kong, Lupata, die 5000 Fuß hohen Schneegebirge desCaplandes; doch ist es im Ganzen ebener als einer der übrigen Erdtheile; in kei-nem andern findet man so ungeheure Ldandwüsten, und die Kobi in Hochasien