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und 1797, über dessen Lage er Beiträge zu der deutschen übers. von Le Chevalier'sReise (bearbeit, von Lenz, Altenburg und Erfurt 1800) gegeben hat, die zu denbeacht,ingSwerrhesten Arien stucken in diesem langen Streite gehören. Man erkenntin ihnen den Orientalisten, dem auch die classische Gelehrsamkeit zu Gebot stand. ,Eine Zeitlang (um 1800) lebte A. in Göttingen , dann kam er als schwedischerGeschäftsträger nach Paris . Unzufriedenheit mit den Veränderungen in seinemVaterlande bestimmte ihn, wie man sagt, alle Verhältnisse mit Schweden auf-zugeben und sich nach Rom zu wenden, wo er bei der Herzogin von Devonshireund andern Literaturfreunden Unterstützung für seine literarische Muße fand. Erstarb in Rom am 8. Febr . 1819. Seine Schriften zeugen von seiner großen Kennt-niß der oriente lischen und occidentalischen Sprachen, die er nicht allein Gelehrtenzu erklären, sondern selbst zu sprechen verstand. Wir erinnern an: „smirr ü >l.8ilvezlrc civ ir.auv sur s tici i lure cuisiveuupte" („äl.igs. eiiegol.", 1801, Bd. V.),an die „I.k'tlre! ä >1. ,Ie 8guv z„r l' iiize, iplioi! eg:^>lieii,ie,!e Ilozellc- (eben dort,Iahrg. 1802, Bd. III), an s. berühmte Erklärung der Inschrift auf den Löwen zuVenedig : „Aotiec z,,r ckeux insui ft>t!»i>z ti, eiiüwii-iez Iiiiiiiznes tiouvi-es itVinii^c rt zur lez V-nunpsez, uvoe lu; > eiiui, guez ,Ie äl. 4„zze ste Villniz-,,,"(ebend. 180-1, Bd.V). Ebenso wichtig für die Paläographie als für die EpigraphikIst die: „liizcri/ioiie psiccu zigii.a »u-> l.,,,ii,iii üi pioiiibn Iixiiil., in uu zepolei,,welle stAltme" (Rom 1813, 4.), bei deren wettern Ausführung ihn
der Tod überraschte. Die letzte seiner im Druck erschienenen Arbeiten war eine„I-cilie zur III, c IU8 -risiliOu Pille, lieieiiwe lruuree ä.Vllieiicz" (Rom 1814, 4.),an den Grafen Italinsky gerichtet. Das Nationalinstitttt zu Paris hatte ihnzu seinem Correspondenun, mehre gelehrte Gesellschaften zu ihrem Mitgliede er-wählt. Bei der Pyramide des Eestius zu Rom liegt er begraben. 52.
Akoluthen, auch Akolvthen, Kirchendiener, die in der lateinischenKirche schon im dritten, in der griechischen jedoch nicht vor kemch. Jahrh, aufkamenund zum Lichteranzünden (daher Veeeuzoiez), Vortragen der Kerzen (daher (>,->-srrm 'ii) bei festlichen Umzügen, Darreichung des Weins und Wassers beim Abend-mahle, Überhaupt zur Eeremonienbedienung der Bischöfe und Priester bei Amts-handlungen bestellt waren. Ltie gehörten zur Geistlichkeit und hatten den Ranggleich nach den Subdiakonen. Noch jetzt ist bei der Ordinarien (s. d.) in derrömischen Kirche die Weihe eines AkoluthuS, wobei der Ordinand Leuchter undWeinkännchen zum Zeichen seiner alten Bestimmung empfängt, unter den 4 klei-nern Weihen die höchste, das in der alten Kirche dadurch übertragene geistlicheAmt aber abgeschafft, da die Dienste der Akoluthen schon seit dem 7. Jahrh, vonAufwärcern und Knaben aus dem Laienstande verrichtet werden, die in den litur-gischen Büchern der katholischen Kirche nur uneigenilich 'Akoluthen heißen. Dieneuere griechische Kirche hat auch den Namen dieses Amtes nickn niekr. ch.
Akridophagen, Heuschreckenfresser, s. Heuschrecken .
A k r o st i ch o n (griech.), ein Gedicht, wo die Anfangs -, bisweilen auchdw Endbuchstaben der einzelnen Zeilen oder Verse einen besondern Namen oderSinn bilden: auch Leistenverse, Namengedichte.
Akustik (v. d. griech. hören), die Lehre vom Schalle(vgk. d.).
Vormals wurde dieser Theil der Physik i» den Lehrbüchern gewöhnlich bei der Lehrevon der Luft vorgetragen, was aber nicht der Natur gemäß ist, indem die Luftnur der gewöhnliche Leiter des Schalles ist, und jede feste oder flüssige Materieebeinowol als die Luft theils selbst schallen, theils den Schall andrer Körperft rsteiten kann. Die Akustik ist also vielmehr als ein Theil der Lehre von der Be-wegung anzusehen. Jede mögliche Bewegung ist nämlich entweder fortschreitend(gerade), oder drehend (kreisförmig), oder schwingend (zitternd). Die letztereArt von Beweguna, wenn sie stark und schwül aenuq ist, um auf unsere Gehör-