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Erster Band. A bis Bl.
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Aland

Akustisch

5is,„e experimentale", wo aber Chladni's neueste Untersuchungen und Ent'.deckungen benutzt sind. V.

Akustisch, was eine den Gesetzen der Entstehung, Fortpflanzung undAusbreitung des Schalles gemäße, angenehme Wirkung hervorbringt, z. B.akustische Bauart.

Alabaster, s. GypS,

Alamanni (Luigi), ein berühmter italienischer Dichter, geb. zu Florenz 1495, aus einer der edelsten und ausgezeichnetsten Familien der Republik . SeinVater war der Partei der Medici eifrig zugethan, und er selbst stand in hoherGunst bei dem Cardinal Julius, der in Papst Leo X . Namen regierte, tratjedoch, als er eine Ungerechtigkeit erlitten zu haben glaubte, einer Verschwörunggegen das Leben desselben bei. Der Plan ward entdeckt, A. floh nach Venedig ,und als der Cardinal unter dem Namen Clemens VIl. den päpstlichen Stuhlbestieg, von dort nach Frankreich . Als aber die Unfälle, welche diesen Papsttrafen, Florenz Gelegenheit gaben sich frei zu machen (1527), kehrte A. da-hin zurück. Sein Vaterland schickte ihn in Geschäften nach Genua . Hier ge-wann Andreas Doria ihn lieb und nahm ihn mit nach Spanien , wohin er mitseiner Flotte abging, auf welcher bald darauf Karl V. nach Italien kam, um die'Angelegenheiten von Florenz zu ordnen und es den Medici zu unterwerfen.Nach dieser neuen Revolution ging A., geächtet von dem Herzog Alexander,wieder nach Frankreich, wo die Wohlthaten Franz I. ihn zurückhielten. Er ver-faßte hier den größten Theil seiner Werke. Der König schätzte ihn so hoch, daß ernach dem Frieden von CreSpi 1544 ihn als Gesandten an Kaiser Karl V. schickte.A. vollzog seinen Auftrag mit großer Geschicklichkeit. In gleichem Ansehen stander bei Heinrich II. , der ihn ebenfalls zu mehren Unterhandlungen gebrauchte. Erfolgte dem Hofe und war mit demselben zu Ambosse, als ihn die Ruhr befiel,an welcher er 1556 starb, Seine vorzüglichsten Werke sind eine SammlungGedichte (Eklogen, Psalmen, Satyren, Elegien, Fabeln u. s. w.), zumTheil in reimlosen Versen, deren Erfindung jedoch ihm Trisfino streitig macht:„Opcre l'oreane"; ein Lehrgedicht: „l.a cvllivarione, dem er am meisten sei-nen Ruhm verdankt; ferner: „Oirnne il Ovrtese", ein Heldengedicht in 24Gest, nach einem altsranz. Gedicht gleiches Namens; „l.s MaiMssle". ein epi-sches Gedicht, worin er in wenig glückliche» Nachahmungen des Homer die Be-lagerung der Stadt Bourges (Marieum) erzählt, ebenfalls in 2i Ges.; „l lora",ein Lustspiel in sogenannten verss s<I, noewli oder gleitenden Reimen (s. Reim ),und eine Anzahl Epigramme. Leichtigkeit, Klarheit und Reinheit des Skylsempfehlen A.'s Schriften, aber nur zu oft fehlt ihnen Kraft und dichterischerSchwung.

Aland (Oland ), eine Inselgruppe im bothnischen Meerbusen, 59° 47^—60°

Br. und 36° 5V — 39° 47^ L. von Ferro, 22 IHM. mit 14,000 Einw.Die Hauptinsel gl. N. zählt über 9000 Einw. Über 80 tiefer Inseln und Klip-pen find bewohnt. Sie haben nur Bäche und Seen, jedoch einige gute Häfen.1809 ward diese Inselgruppe mit Finnland von Schweden an Rußland abgetreten.Die Regierung legte hier eine Stadt an und befestigte einige Punkte. Der Bo-den ist so steinicht und von einer so dünnen Erdschicht, daß in heißen Sommernbisweilen das Getreide verdorrt. Ackerbau, Seehunds - und Heringsfang nebstFrachtsahrt zur See ernähren die Bewohner. Fichten, Föhren , Erlen und Haselnmachen den Baumwuchö aus. Der Holzschlag zum Verkauf deckt aber nickn dieBedürfnisse. Lchstbaume sieht man fast nicht mehr. Die nach Schwede» zuliegende Klippe Signilskar hat einen Telegraphen. Der frühe Bruch des Eisesim Frühjahr, das späte Einfrieren der Schiffe im Herbst auf den Rheden und >nden Hafen der Alandsinseln, wegen des starken Stroms, welcher sich dort aus dem