Alianus
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stützt von den Kapitanis, welche ihm 10,000 M. zuführten, gegen den Rebellen.Die Kriechen umgingen die Stellungen des A. in den Gebirgspässen, sodasi ersich mit den Banden seiner Anhänger in die mir Allem reichlich versehene Burgvon Ianina werfen mußte. Don hier aus schoß er Ianina in Brand. Paschobcyhatte kein Belagerungsgeschütz und war der Pforte, weil er die Christen zu Hülfegerufen, verdächtig; daher gab sie dem Kavanoöozlu den Oberbefehl. Dieser ent-ließ die Kapitanis mit chren Scharen unter harten Drohungen und zwang sieZum Ersatz des einem Türken früher von ihnen zugefügten Verlustes. Sie tratenhierauf, zumal da sie den Aufstand derHetairia (s. d.) voraussahen, wieder aufA.'s Seite und rückten gegen die Türken vor Ianina inS Feld. Kavanosoglukonnte daher Nichts gegen den Rebellen ausrichten. Der tapfere Debapascha aber,sein Nachfolger, starb plötzlich nach der Einnahme von Arta , das Deli (A.'s Sohn)vertheidigt hatte. Nun zog der wilde, allen Kriechen verhaßte, Khnrschid, Paschavon Morea, mit 12,000 M. gegen die Burg; allein jeder Sturm wurde vonA.'s tapfer» Scharen abgescblagen, und die Kapitanis, Verstärkt durch die Sulio-ten, überfielen das türkische Lager. Zugleich rief die Hctairia ganz Kriechenlandzu den Waffe». Nun wurden die Türken gezwungen, sich in die festen Plätze zuwerfen, und Khnrschid zog sich im Aug. 1821 mit dem Reste seines Heeres ausEpiruS nach Macedonien Zurück. Olllein die Albanescn, welche A. mit leeren Ver-heißungen hinhielt, verließen den Tvrannen. Khnrschid Pascha schloß mit einemneuen Heere Ianina ein. Die Kriechen gaben A.'s Sacke auf. Daher entschloßer sich, vielleicht durch seine Kemahlin Wasilika, die eine Griechin war, dazu über-redet, mit Khnrschid zu unterhandeln. Als nun dieser ihm Gut und Leben eidlichzusicherte, so übergab A. am 1. Febr . 1822 sein Schloß und bezog seinen Som-merpalast im See von Ianina. Hier kündigte ihm Khurschid'S Lieutenant, Meh-met Pascha, das voin Großherrn ausgesvrochene Todesurtheil an. A. setzte sichzur Wehre, wurde aber nebst seinen 6 Gefährten niedergehauen. Dies geschahani 5. Febr. 1822. Der Kopf des Rebellen wurde nach Konstantinopel geschickt.Die Pforte zog A.'S Schätze ein. Seine Sohne Deli - und Muchtar-Pascha wa-ren 1820 bei der Eroberung der festen Plätze durch Vertrag in die Gewalt der Tür-ken gekommen, und lebten im Exil in Kleinasien ; weil sie aber durch einen alsDerwisch verkleideten Griechen Verbindungen mit der Partei ihres Vaters unter-hielten, wurden sie (im Aug. 1821) hingerichtet. A.'sEnkel erhielt 1821 von derPforte die Erlaubniß, mit dessen Wiiwe Wasilika sich nach Larissa zu begeben.Pougueville in s. „Ilini. sie 1,1 re-ener>iie,,> >le In Oröee", i. 1, entwirft einfurchtbares Bild von A.'S Barbarei, Rachsucht und Treulosigkeit. So ließ A.eine Griechin, Euphrosine, mit Isi andern Frauen ins Mcer werfen, weil sie ihmz» viel Einfluß aufseilten Sohn Deli auszuüben schienen. Unstreitig besaß dieserGünstling des Glücks außerordentliche Naturgasen, den kühnsien Unternehmungs-geist und den sichersten Scharfblick ; er vereinigte eine ungewöhnliche Kenntniß derMenschen und der Verhältnisse mit Entschlossenheit und Muth, Beharrlichkeit mitzeitgemäßem Nachgeben; er fand selbst in verzweifelten Lagen HulfSguellen undAuswege. Aber ebenso gehaßt als gefürchtet, war er falsch, mißtrauisch, unver-söhnlich, dabei aus Herrschsucht und Habsucht blutdürstig, und jedes Mittel galtihm gleich, wenn es nur schnell und sicher zum Ziele führte. Doch waren die Zwie-tracht seiner Feinde, die Verdorbenheit eines bestechlichen Divan und die politischeOhnmacht der Pforte die Hauptstufen, auf welchen dieser Iugurtha unserer Zeitzu seiner ephemeren Größe emporstieg.
Älianus (Claudius), ein griech. Ltckriftsteller aus Präneste bei Rom,welcher um 221 n. Chr. lebte. Er war ein belesener Sophist, welcher 2 com-pilirte Werke in ziemlich gutem -Ltyle hinterlassen hat: „Vermischte Erzählungenund Anekdoten" und eine „Naturgeschichte der Thiere". Von dem ersten Buche