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Erster Band. A bis Bl.
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Anhalt

haitischen Allodien mit Plöhkau und den thüringischen Gütern. Der Stamm derbeiden Ersterer starb aus, aber Bernhard wurde der nähere Stammvater der jetzigenHerzoge von Anhalt und 1180, nach der Achtserklärung Heinrich des Löwen,Herzog von Sachsen , welches er auf seinen zweiten Sohn Albrecht, das Anhalti-sche aber aufden ältern, Heinrich, vererbte. Dieser Heinrich führte zuerst den Ti-tel Fürst zu Anhalt , und hinterließ 3 Söhne; Heinrich den Fetten, welcherAschersleben , den Harz und die thüringischen Güter für sich nahm, und die aschers-ledensche bis 1316 blühende Linie stiftete; Bernhard, welcher Ballenstedt, Bern-burg und einige der thüringischenGüter überkam und derStifter der alten bernbur-ger, bis 1468 blühenden, Linie wurde, und Siegfried, welcher in der TheilungDessau, Kothen, Koswig und RoSlau überkam. Die von diesem Letztem gestifteteLinie brachte 1307 die Herrschaft Zerbst und 1370 die Grafschaft Lindau an sich,und theilte sich 1396 abermals in 2 Zweige: Aerbst, welcher 1526 erlosch, undDessau, in welchem der Etamm sortblühte. Joachim I. aus dieser Linie bekamdie sämmtlichen anhaltischen Länder, so viel davon noch übrig waren, wieder zu-sammen , vereinigte sie in ein Ganzes und legte dadurch den Grund zu der nach-herigen Verfassung dieser Länder. Er starb 1586 und hinterließ 5 Söhne, vonwelchen 4 sich in das väterliche Erbe, 1603, dergestalt theilten, daß der ältere,Johann Georg, Dessau; der zweite, Christian, Bernburg ; der vierte, Rudolf,Zerbst , und der fünfte, Ludwig, Köchen erhielt; der dritte, August, wurde mitGeld abgefunden, doch behielt sich derselbe vor, daß bei dem Abgänge einer der 4Linien er oder seine Nachkommen in deren Antheile folgen sollten. Dies Letztere ge-schah 1665 (s. Käthen ), wo dessen Söhne den damals erledigten köthenschenAntheil erhielten. So blühten in dem Haust Anhalt 1 fürstliche Linien, bis 1793die cerbster mit dem Fürsten Friedrich August auestarb, worauf deren Antheil bisauf die Allodialherrschast Jeder, welche an die russische Dynastie und späterhin andie Holstein - gottorp'sche des Hauses Dldenburg gelangte, unter die 3 Linien Des-sau, Bernburg und Käthen vertheilt wurde. Diese 5 Linien bestehen noch jetzt undhaben sich durch das eingeführte Erstgeburtsrecht vor weitem Theilungen bewahrt,sodaß die nachgeborenen Prinzen mit einer Apanage abgefunden werden. Die bis-her regierend gewesene körhensche Linie ist zwar im Der. 1818 mit dem minderjäh-rig verstorbenen letzten Zweige derselben erloschen, das Land jedoch an die apana-girt gewesene Nebenlinie dieses Hauses, Anhalt-Pleß. gefallen, und also in voliri-scher Hinsicht dadurch keine Änderung eingetreten. Die der Nebenlinie Anhalt-Bernburg -Echaumburg unter bernburgischer Landeshoheit überlassen gewesene»4 Amrer Hovm, Zeitz, Belieben und Frose sind nach deren Erloschen im MannS-stamm 1812 an die Linie Bernburg zurückgefallen. Im April 1807 nahmen dieFürsten von Anhalt den HerzogStitel an. Das Haus ist dem deutschen Bundebeigetreten und hat mitOldenburg und Schwarzburg gemeinschaftlich die 15. Stim-me in der Bundesversammlung; im Plenum führt jedes der 3 Häuser eine besondereStimme. Jedes derselben hat in seinem Antheile die Landeshoheit, doch stehen alle 3in einerGesammrung, nach welcher nicht allein jeder Linie die Erbfolge in den Anthei-len der übrigen vorbehalten, sondern auch die landständischeVerfassung und das da-von abhängendeCredic-imdSchuldenwese» von demGesammthause abhängig ist undunter der obern Leitung des jedesmaligen Seniors des Hauses, jetzt des Herzogs vonBernburg , steht. Das herzogliche Haus führt einen gemeinschaftlichen Titel undMappen und ist der reforminen Religion uigethan, wozu sich auch der gröfiere Theildes Landes bekennt (Ende 1825 trat indeß der Herrog von Käthen nebst s.Gemah-lin in Paris zur katholischen Kirche über): doch finden sich unter den Einw. auchviele Lutheraner und einige Juden. Die Lander des Hauses Anhalt — zusammen48 lUM, mit 130.000 E.. ohne die mittelb. Befthungen — liegen greßtentheilSzwischen dem Harze und der Elbe und sind von der preuß. Provinz Sachsen crnge-