Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Anhaltische Enclavensache Anker

schloffen: fruchtbare Länder mit wohlhabenden Bewohnern, die theils vorn Acker-bau und der Viehzucht, im Bernburgischen aber auch vom Bergbau sich nähren undnur unbedeutendeManufacturen unterhalten. (S.Dessau, Bernburg, Kä-then, Wörlitz .) S.Stenzel's „Handbuch derLlnhaltischcn Geschichte", 1821,und (gegen die Angriffe von Mann, Bäntsch u. A.) den Anhang dazu, 182-1.

Llnhalrische Enclavensache, s. Enclaven.

Anich (Peter), der bekannte tiroler Bauer, Astronom und Geograph, geb.1123 zu Oberporfeß bei Inspruck , gest. 1166. In den ersten 28 I. seines Lebenswar er, gleich seinem Vater, Landmann, der sein Feld selbst bearbeitete, aber jungein Verehrer der Wissenschaften. Die Jesuiten in Inspruck bemerkten sein Talentund gaben ihm Unterricht in Mechanik und Mathematik. Dies genügte dem jun-gen Manne, sich nun auf das Verfertigen eines Himmelsglobus, eines andernfür die Erde und verschiedener mathematischer Instrumente zu legen. Als sein Leh-rer, ein Jesuit, wahrnahm, daß diese Arbeiten vorzüglich geriethen, so empfahler ihn der Kaiserin Maria Theresia , und diese trug ihm auf, eine Charte vom nörd-lichen Tirol zu entwerfen. Der Aberglaube seiner Landsleutc machte ihm seineMessungen schwierig; sogar waren sie mit Lebensgefahr verbunden. Endlichkam die Charte zu Stande, aber man fand in Wien , daß sie zu groß gerathen wäre,und verlangte die Reduction auf 9 Blätter. Diese Umarbeitung machte ibniviele Mühe, und er starb vor der Vollendung am 1. Sept. 1166. 1111 erschienendlich die Charte u. k. T.: „IXiolis gvogu'-ijiliiut: cleliunata a I'elru .Viiwli otlUasi» I luevcr CNN, nie 1u». Geilili.il l".

. Ankar st rd IN (Johann Jakob), der Mörder Gustavs III. , war anfangsPage am schwedischen Hofe, dann Unrerofficier beim Leibregimente, in der FolgeFähndrich bei der Leibgarde. Sein Vater war Oberstlieutenant und Ritter vomSchwerrorden. Er hatte einen leidenschaftlichen und düstern Charakter und be-wies ein stetes Mißvergnügen nur den Maßregeln des Königs, zumal als dieser dieMacht desSenatS und der Großen einschränkte. Hierzu kam noch Privachaß we-gen eines verlorenen Processes. 1183 erhielt er seinen Abschied, heirathete, zogaufs Land, kam aber 1190 wieder nach Stockholm . Er vereinigte sich hier mitmehren vom Adel, namentlich mit den Grafen Horn und Ribbing, den FreiherrenBielke und Pechlin, dem Oberstlieutenant Liljehorn u. A., und sie beschlossen denTod des KönigS. A. bat, ihm die Ausführung zu überlassen, allein Ribbingund Horn stritten mit ihm darum; sie losten, und das Loos entschied für A. Ebenhatte der König einen Reichstag in Geste zusammenberufen (1192), und die Ver-schworenen gingen dahin. Hier fand sich jedoch keine Gelegenheit, ihren Planauszuführen. Die Beschlüsse des Reichstags erbitterten sie nur noch mehr. DerKönig kam nach Stockholm zurück: man wußte, daß er den 15.März die Maske-rade besuchen würde. Hier schoß A. auf den König und verwundete ihn tedtlich.(Vgl. Gustav III. ) Er ward entdeckt, festgesetzt, und gestand sein Verbrechen,weigerte sich jedoch, die Mitvcrschworenen zu verrathen. Am 29. April 1192zum Tode verurkheilt, ward er mehre Tage mit Ruthen gepeitscht und auf ein-inKarren aufs -iSdchaffot gezogen. Überall bewies er die größte Ruhe, rühmte sichseiner That, und endigte sein Leben 31 Jahre alt. Die Grafen Horn, Ribbingund der Oberst Liljehorn wurden für imni r des Landes verwiesen.

Anke r: 1) In der Baukunst mancherlei Arten gekrümmterKlammern undHaken, womit man beim Bauen Steine, Holz, Balken, Säulen, Wände:c.fester vereinigt. Nach dem verschiedenen Gebrauche nehmen sie verschiedene Na-men und Gestalten an, indem sie bald als ein 8. X. V oder und noch an-ders gebildet sind. 2) In der Ldclnfffahrt das Werkzeug, welches bestimmt ist,das Schiff auf den Flüssen, auf der «ree oder im Hafen festzuhalten. Sie sindvon ss verschiedener Größe, daß ihr Gewicht von 25 — 6000 Pfund ansteigt.