Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Anspach Anspielung 313

trennt, erreichte A. die Insel Juan Fernande;, wo noch 3 andre seiner Schiffe,jedoch in dem kläglichsten Zustande, wieder zu ihm stießen. Kaum aber hartesich die Mannschaft einigermaßen erbolt, als er, unterAufgebung des einen Fahr-zeuges, von neuem auSlief, mehre Prisen machte und die Stadt Payta eroberteund verbrannte. Nachdem er der reichen jährlichen Manilla-Galeone vergebensaufgelauert hatte, sah er sich genöthigt, nicht nur eine» großen Theil der Denke,sondern auch die beiden andern Schiffe zu verbrennen, um das einzig noch übrige(den Centurien) gehörig bemannen zu können, mit welchem er sich nach T>-nian, einer der Diebsinseln, rettete. Hier riß ein Orkan den Centurion mit sichfort. A. ließ ein kleines, auf der Intel gefundenes Fahrzeug vergrößern uudsegelte nach einigen Wochen Ruhe nach Macao , wo er den kühnen Plan entwarf,die Galeone von Acapulco wegzunehmen. Zu dem Ende verbreitete er das Gerüchtvon seiner Rückkehr nach Europa , richtete aber statt dessen seine» Lauf nach denPhilippinen und kreuzte bei dem Vorgebirge Spiritu-Santo. Nach einem Mo-naterschien die erwartete Galeone, die, im Vertrauen aufihre Überlegenheit, dasGefecht begann. Aber die Tapferkeit der Engländer siegte, und die Galeone, derenWerth sich auf 400,000 Pf. St. beließ, ward genommen; die früher gemachteDeute überstieg 600,000 Pf. Mit diesen Reichthümern kam A. nach Macao zurück, verkaufte seine Prise und behauptete mit Kraft gegen die chinesische Re-gierung zu Kancon die Rechte seiner Flagge. Von hier segelte er unentdcckt durchdie franz. Flotte im Canal und langte zu Spithead am 15. Juni 1144, nacheiner Abwesenheit von 3 Jahren und 9 Monaten, an. Diese gefahrvolle Reisewar für Erd- und vorzüglich für Schiffsahrtskunde durch genauere Untersuchungunbekannter Meere und Küsten sehr ergiebig gewesen, und die unter A.'s eignerLeitung verfaßte Beschreibung derselben hat ihre Ergebnisse der Welt dargelegt,wiewol ihnen der eigentlich wissenschaftliche Zweck fehlt. A. ward Contreadmiralder weißen, dann Viceadmiral der blauen Flagge und Parlamentsglied. SeinSieg über den franz. Admiral Iongust re beim CapFiniSterre 1147 verschaffte ihmdie Pairschaft und den Grad eines Viceadmirals von England. Der König erhobihn zum Baron von Sobercou und 4 Jahre nachher zum ersten Lord der Admira-lität. 1158 befehligte er die Flotte vor Brest , unterstützte die Landung der Eng-länder bei St.-Malo und Cherbourg , und nahm die zurückgeschlagenen Truppenin seine -Schiffe auf. Endlich 1161 erlangte er die höchsteWürde eines Admiralsund Oberbefehlshabers der Flotte, welche die Königin nach England führen sollte.Er starb 1162 auf seinem Gute Moor-Park, ohne Kinder zu hinterlassen.

Anspach (Onolzbach), chemal. Residenz der Markgrafen von Anspach -Baireuth, jetzkHauprst. des bairischen RezarkrciseS und Sitz der Kreisbehörden, einesAppellationsgerichts rc., von 1016 H. und 13.500 E., mit einem schönen Schlosse,einem Gymnasium und mancherlei Fabriken. Im Schloßgarten steht das Denkmaldes hier geb. und 1196 gest. Dichters Uz. Aufmerksamkeit verdienen die Anlagendes Geh.-Raths v. Lenz, eines der geistreichsten Schriftsteller unserer Zeit. Der letzteMarkgraf, Karl Alexander , trat sowol dies Fürstenthum (60IHM., 300,000 E.)als das 1109 geerbte Baireuth am 2. Dec. 1191 an seinen LehnSerben, K.Fried-rich Wilhelm >1. von Preußen, ab. Seine Gemahlin war Lady Craven (s. d.).K. Friedrich Wilhelm I I I. überließ 1806 Anspach an Frankreich , das er gegenJülich und Berg an Baiern gab, und trat im kilssier Frieden 1801 Baireuth anFrankreich ab, das solches 1809 ebenfalls an Baiern übertrug.

Anspielung, Allusion, in derRhetorik eine von den Redesiguren, welcheeine Vorstellung durch eine aus einer andern Sphäre übergetragene bezeichnen(Tropen), und besteht in der Bezeichnung einer allgemeinen Vorstellung durch eineneinzelncn bekannten Gegenstand, um demselben dadurch mehr Lebhaftigkeit zu er-theilen. In dieser Hinsicht ist die Anspielung meist ein Werk des Witzes und gefällt