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Erster Band. A bis Bl.
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366 Apulien Aqua Tinta ^

satyrischem Gehalt noch an andern poetischen Eigenschaften. Den Stoff dazu schöpfteer aus dem Lucia»; aber er änderte den Plan und setzte hinzu. Höchst merkwürdigist m diesem Werke die Episode der Psyche, die Herder den zartesten und vielseitigstenRoman nennt, der je erdacht worden, und über deffen Gegenstand schwerlich etwas I

Höheres auszudeuten sein möchte. Durch sie allein würde des VfS. Andenken und 1

s. Werk unvergänglich sein, wäre er auch, wie Viele behaupten, nur der Überlieferet', st> Außerdem war A. Vers. vieler Philosoph, und oratorischer Werke, von denen wir jnoch einige besitzen. iLeinestdchreibartistmchrrein; er liebt gehäufte Beiwörter, fön- iderbare Zusammenstellungen, und fällt zuweilen in Blumelei und Schwulst. Die 'beste AuSg. desGoldenen Esels" oder derMetamorphosen", der übrigens das Bei-wortgolden" erst später, um dadurch den Werth des Buchs zu bezeichnen, erhalte»hat, istvonT)udendorp,Ruhnken u. Boscha, Levd. 17861823, 3Bde., 4.; deutschvon A. Rode, Deffatl 1773, 2 Bde. DieMetamorphosen" hat Elmenhorst mitden übrigen, größteniheils phllosSchriftendcsAptilejus berausgeg., Fkf. 1621.

Apttlien, ein Theil Iapvgiens, vonIapvp, demSohne desDädaluS, sobenannt, war der südöstliche Theil Italiens von dem Flusse Siris bis an den BergGarganuS. Hier wohnten in den ältesten Zeiten 3 verschiedene Völker: die Messe,-pier oder Sallentiner, die Peuketier und die Daunier oder Apuler. (S. dftiebuhr'SUntersuchungen üb. d. älteste Geschichte dieses Landes in derRom.Geseb.", Th. 1,

S. 96 fg vgl. müWackSinuth s ältererGesch. des römischen Staats", S. 61 fg.)

Dle Peuketier wohrue» siidlich bis an den AufituS; nördlich bis an den GarganuSdie Daunier. Die alilareinischen Sagen erzählte» von einem König der Apulier,

Da,mus, der, aus Illvrien vertrieben, sich in diesem Theile Italiens niederließ. Zuihm ließ man nach der Sitte, die Irrfahrten derHelde» des trojanischen Kriegs nachItalien zu führen, den Atoler DiomedeS kommen, der, im Kriege mit den Messa-plern, von DaunuS unterstützt, dann um die Früchte des Siegs betrogen und ge-tödtet wurde. Die alten Namen har nur die römische Dichtkunst beibehalten. DieGeschickte der Römer nennt uns keine Könige der Apulier mehr, aber als bedeu-tende Städte Arpi, Luceria und Canusium. Den Fluß Apuliens , AufiduS, hatHora' der zu Vernisia in demselben Lande geboren war, verherrlicht. Der zweitepuniscke Krieg wurde Jahre lang in Apulien geführt. Cannä (jetzt D. Canne),berühmt durch die Niederlage der Römer, liegt in diesem Lande. Der heutigeName Apuglia ist ein trauriger Überrest der alten Herrlichkeit, die Geschichte undDichtkunst jenem Lande gegeben hat. Apuglia ist jetzt entvölkert und ernährt mehrSchafe als Menschen. Hauptst. Taranto s. Tarent ); Drranto; Briudiu(s. Brundisium . S. Tommasini (1). Westphal),Spaziergang durch Cala-brien und Apulien" (Konstanz 1828).

Aguäduct, Wasserleitung, ein Bau, dasWasser über Thäler und niedrigeLändereien von einem Orte zum andern zu leiten. Die Alten führten derzl. Leitun-gen mit großer Geschicklichkeit aus, z. B. Sefostris in Ägvpten, Semiramis inBabylon, Salomo und Hiskia unter den Israeliten. Die größten 2l?erke der Artaber haben die Römer sowol in Rom als in den Provinzen aufgeführt, und dieÜberreste derselben gehören zum Theil zu den bewunderungswürdigsten Denkmä-lern der römischen Baukunst. Der Censor AppiuS Claudius CrassuS CöcuS, derErbauer der großen Heerstraße, die seinen Namen führte, ließ den ersten Aquä-duct zu Rom bauen (.ipssu, ->(,»->). Fronn» zählt deren 9, Procopius 14 undP. Victor 24. Über die Wasserleitungen der neuern Zeit s. Canal.

Aquamarin, s. Deryll.

Aquarell, Malerei mit Wasserfarben, wobei man das weiße Papier inden Lichtstellen durchscheinen läßt.

AquaTinta, Kupferstcchen in getuschter Manier, wodurch man beson-ders Zeichnungen, die mit dem Pinsel in Tusch, Bister, Sepia :c. vornehmlich in