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Avellino
Aventunn
Schiffes ausgeworfen werden; Kappen der Masten, Segel, Taue; vorsätzlichesStranden, um die Ladung zu retten; Einlaufen in einen Nothhafen; Warten aufConvov; Ranzionirung des Schiffes oder Vertheidigung desselben gegen Kaper rc.Diese Schäden muffen von den Eignern des Schiffes und von den Befrachtern ge-meinschaftlich nach Verhältniß des Werths getragen werden. 3) ParticulaireHaferei sind Schäden und Kosten, welche nicht «chiff und Ladung gemeinschaft-lich, sondern eins von beiden allein betreffen, und daher auch nur von den Rhedernoder von den Befrachtern allein getragen werden muffen, z. B. wenn ein KaperSchiffSgeräthschaften, oder wenn er Waaren hinwegnimmt, so trifft dort derSchade das schiff allein, hier den Eigenthümer der weggenommenen Waaren.Klare und zweckmäßige Vorschriften über Hauerei und Seeschäden hak das „Preuß.asigem. Landrecht", TH.2, Tit. 8., §.1180— 1933. Gut hat die verschiedenenBegriffe Benecke in s. „System des Assecuranz- und BodmereiwesenS" (Hanib.1805—21, 5 Bde.) auseinandergesetzt. Über die dabei vorkommenden Betrüge-reien der Schiffer hat der Kaufmann Tönnies in Hamburg mehre kleine Schriftenherausgegeben (Über Avarie große und die nothw. Abhülfe häufiger Mißbrauchebei dersi", Hamb . 1823). 31.
Avellino (! nrnav eainliiiae), ein Paß, der zwischen der Stadt d. N.undBenevento im Thale diGargano liegt. Die Römer drangen hier ein, ohne sich denRücken gesichert zu haben, und wurden von den Samnirern, die den Gebirge-kriegbesser verstanden, umzingelt und, nach niedergelegten Waffen, durch Abführungunter das Sklavenjoch beschimpft und so capiiulationsmäßig einlassen (321 v. Chr.).GebirgSproducte des Südens, die dort dem mäßigen Lantmann das Brot oft er-setzen müffn, süße Kastanien und Wallnüffe an der Nordseite der Berge, wo siein jedem Klima vorzüglich gegen Nachtfröste und zu frühe Blüthe geschützt sind,liefert die Umgegend. Die finster gebaute -Ltadl Avellino mit 11,300 Einw., imPrineipato c-lrra, hat viele Macaronifabriken, die zu jenen Baumfrüchten denGebirgSmaiS zu Hülfe nehmen. -Ldie gehört den Fürsten Caraecioli, die dorr fürIhre Hörigen ein Fruchtmagazin angelegt haben und beträchtliche Einkünfte be-ziehen, weil die daselbst durch das weiche Wasser der Umgegend begünstigte Fär-berei ein einträgliches Gewerbe ist.
Ave Maria, bei den Katholiken die Anfangsworte eines Gebets zur heil.Jungfrau, daher auch die ganze Gebetsformel AveMaria genannt wird. Ave heißt:Gegrüßet seist du; es ist der Anfang des sogenannten englischen Grußes, mit dem derEngel vor der Jungfrau Maria erschien, als er ihr verkündigte, daß sie die Mut-ter des ErloserS werten würde (Evang. Luc. >, 28). Ferner heißen auch so die klei-nen Kugeln des Rosenkranzes, welche beim Avc-Maria-Beten gefaßt werden.
Aventi n u S (Johann), eigentlich Thurmavr, geb. zu Abe» Sberg(s. d.) 1111, studiere zu Jngolstadt und Paris vorzüglich Griechisch und Alter-thumskunde. Er wurde 1512 Lehrer der jüngern Brüter des Herzogs Wilhelm IV. von Baiei n, lehrte dann auf den Universitäten zu Krakau und zu Jngolstadt, be-gleitete den Prinzen Ernst von Baiern nach Italien 1515 fg., wurde 1511 bairi-scher Historiograph und starb den 9. Jan. 153-1 zu Regensburg . A. ist der Vaterder bairischen Geschichte. S. „ 1 nn-Nui Nojo, um", die zuletztGundling (Lpz. 1110,Fol.) herausgab, und s. „Bairifche Chronik" (1822) sind ausgezeichnete Werke sei-nes Zeitalters. Auch durch seine „I.inInnenM Ltii,>innalio.,o l-iiin.w" 1512 fg.)machte sich A. um die Wiederherstellung der Philologie in Deutschland verdient.
A v enturin, bei den Mineralogen eine rörhlich braune Abänderung desQuarzes, welche durch zarte Sprünge, wodurch die Lichtstrahlen mannigfaltig ge-brochen werden, einen Goldschimmer erhält. Man findet ihn in Aragon, Deutsch-land -c. Bei den Chemikern ein mit Meffmgfeilspänen vermischter Glasfluß, derdem natürlichen Avcnturin gleicht.