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Erster Band. A bis Bl.
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Bergii'cheS Blich Bergmann

die Habsucht seiner Frau, waren Ursache, daß er außerordentlich fleißig arbeitete.Eine ungemeine Leichtigkeit machte ihm die Arbeit angenehm. Um Kupsrstiche, ^die er sehr liebte, kaufen zu können, mußte er oft Geld von seinen Scbüle-n bor -"gen, welches er nur dadurch zurückzahlen konnte, daß er seine Frau über ,en Er-trag seiner Gemälde täuschte. Auf diese Weise gelangte er zu einer reichen 'Sammlung. B.'s Landschaften und Thicrstucke sind eine Zierde der ersten ,Galerien. Zhr Reiz besteht in einer leichten und heitern Manier, einen hin- §reißenden Colorit, natürlichen und Zugleich genialen Gruppen. Obgl-ich er jseine Werkstatt fast nie verließ, so hatte er doch bei einem laugen Aufenthclte auf zdem Schlosse Bcnthem die Natur genau beobachtet. Die strengere Kritik könnteihm allerdings eine zu große Leichtigkeit zum Vorwarf machen, weniger Kunst lund eine größere Einfalt in Nachahmung der Natur und einen fleißigern urd rieh- !tigern Umriß der Thiergestalten verlangen; aber diese geringen Fehler D.'S werden *durch so viele Vorzüge verdeckt, daß man ihn mit Recht in die Reihe der zrößten ,Landschaftsmaler stellt. Er starb 1683 zu Harlcm. Karl Dujardin und Glauber ^waren seine Zöglinge. Zn der Auction der Gemäldesammlung des Bankers P.de Smeth in Amsterdam (1810) wurden 4 Gemälde von D. um 800, 1000,1625, 2500 Holland. Gulden verkauft.

DcrgischeS Buch, s. Eoncordienformel und SymbilischeBücher.

Bergmann (Torbern Olof ), Naturforscher und Chemiker, gch. am9. März 1735 in Katharinberg, in der schwedischen Provinz Westgothland, er-kielt nach vielen Schwierigkeiten von seiner Familie die Erlaubniß, sich gcuz denWissenschaften zu widmen. Dainals strömten Schüler aus allen Gegenden zuLinist nach llpsala. Zu diesen gesellte sich 1752 auch B. und erregte durch ,Thätigkeit, Scharfsinn und Entdeckungen, die durch seine Kenntnisse in d,r Geo-metrie und Phrsik erleichtert und vervielfältigt wurden, dieses berühmten MannesAufmerksamkeit. 1758 ward er I),. der Philosophie und zum Lehrer der Physikin Upsala ernannt. Als der berühmte WalleriuS seine Entlassung federte underhielt, meldete B. sich zur Professur der Chemie und Mineralogie. Seine Mit-bewerber beschuldigten ihn, daß er von diesem Gegenstände nichts verstehe, weiler nie Etwas darüber geschrieben hatte. Sie zu widerlegen, verschloß er sieb einigeZeit in ein Laboratorium und trat mit einer Abhandlung über die Fabricationder Alaune hervor, die noch jetzt für ein Hauptwerk gilt. Er ward nun 1767Professor der Chemie und trieb diese Wissenschaft mit aller seiner Kraft. Ererfand die Bereitung künstlicher Mineralwasser und entdeckte in dem minerali-schen Wasser das geschwefelte Wasserstoffgas. Man verdankte ihm die Angabeder Kennzeichen, wodurch sich der Nickel von andern Metallen unterscheidet.Eine Menge von Mineralien untersuchte er chemisch und verfuhr dabei mu einerbisher ungewöhnlichen Genauigkeit. Er gab eine Classistcation der MineralienHeralis, in der die Hauptabrheilungen nach ihrer chemischen Natur und dieUnter-abrbcilungen nach der Verschiedenheit ihrer äußern Form gemacht sind. Hierzuerhielt er besonders Licht durch die früher gemachte Entdeckung über die geometri-schen Verhältnisse, die unter den verschiedenen Krystallisationen desselben Stoffesstattfinden, sich von einer Grundform herleiten lassen und durch Ansetzen ähnlicherT bestehen nach bestimmten und leicht zu berechnenden Gesetzen geschehen. SeineTheorie der chemischen Verwandtschaften hat bis auf die neuesten Zeiten in An-sehen gestanden, und durch Berthollet'S allgemeinere Begründung derselben zwarnähere Bestimmungen, über keinen Umsturz erlitten. B. erhielt den Wasaordenund schlug den Ruf nach Berlin aus, den er von Friedrich d. Gr. erhalten Hütte.Er starb, erschöpft durch seinen Fleiß, im 49. Lebensj. 1784. Unter seinenSchriften stehen obenan:f)p,«se,,!n pbrn. et ein,,,." (Stockholm 1779,