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Ber-zßraße Bergwerke
den mittelst eines Berglehens, indem der Vcrgherr eine oder mehre Privatperso-nen mit einem unvermcssenen Felde, d. h. mir einem nicht genau begrenzten Di-strick und mit den daraus zu beziehenden Nutzungen von einem oder mehren Mine-ralien gegen die bcrgrechtlichcn Abgaben erblich belehnt. — Verschieden hiervon istwieder die Verleihung des Bergregals, indem dasselbe gewissen Personen unter demVorbehalte der Landeshoheit und der Dberlehnherrschaft überlassen ist, wie z.B.Srandesh-nren, mediakisirte» Fürsten u.s. w.
Bergstraße, ein fruchtbarer Strich Landes diesseits des Rheins, dereinen herrlichen mit Nuß und Kastanienbäumen und mit Weinreben besetztenWeg am Odenwalde und Melibocns, die östlich liegen, von ungefähr 6 Meilen,von Darmstadt bis an das Stift Neuburg, eine halbe Stunde von Heidel-berg , bildet.
Berg werke, Orte, welche zur Gewinnung und Zugutemachung nutzba-rer Mineralien durch Kunst eingerichtet sind. Gegenstände des Bergbaues sindalle nutzbare Mineralien im wettern Sinne, die irgendwo unter der Erde in größer»Massen befindlich find und gesucht werden. Nach den Regeln, die bei der Gewin-nung derselben in Anwendung kommen, werden die Mineralien in der dreifachenRücklicht als Bergwerke, Gräbereien und Steinbrüche behandelt.Als Bergwerke werden alle Mineralien behandelt, welche auf Gängen, Lagern,Flöhen, Stöcken, Stockwerken und Putzenwerken vorkommen, und Gold, Silber,Platin, Quecksilber, Blei, Eisen, Kupfer, Zinn, Zink, Galmei, Wismuth , Ko-balt, Arsenik, Mangan, Spiesglanz, Molobdän, Reisblei und andre metallischeSubstanzen enthalten; ferner Schwefel, Braunkohlen, Steinkohlen, Erdharze,Alaun und alle schwefelsaure Verbindungen mit einer metallischen Grundlage.Man benennt die Bergwerke gewöhnlich nach den Substanzen, welche gewonnenwerden sollen, und sagt z. B. Gold-, Silber-, Eisen-, Blei-, Steinkohlen-, Alaun-,Salzbergwerke re. — Man unterscheide: 1) die Bergwerke in den ältern Gebir-gen; 2) die der Flötzgebirge; 3) die des aufgeschwemmten Landes oder der Allu-sionen. I. Die Bergwerke der ältern Gebirge liegen in weniger ge-birgigen Gegenden, deren Ganzes nur einen geringen Theil der festen Erdoberflächebildet, und von denen die bedeutendsten folgende sind: 1) Bergwerke der Cordil-leras im ehemaligen spanischen Südamerika . Wenige Gegenden sind so berühmtdurch ihren Mineralreichthum als diese Gebirgskette. Die wichtigsten Bergwerkesind Silberbergwerke, allein es gibt auch einige Gold-, Quecksilber-, Kupfer- undBleibergwerke. Zn Ehile, besonders in der Provinz Eoguimbo, sind einige Silber-und wichtige Kupferbergwerke vorhanden; die von Potosi (Buenos-Ayres) liefertenseit 1545 bis zu unsern Zeiten für 1440 Mill. Thlr. Silber; jetzt aber, in derTiefe, sind die Erze arm. Auch sind in Buenos-Avrcs Kupfer-, Blei- und Zinn-bergwerke im Betriebe; letzteres sind jedoch Scifenwerke. Auf der entgegengesetz-ten Leite der Kette, in einer niedrigen Ebene, befinden sich die Silbergruben vonHuantajat)a, berühmt durch die großen Massen gediegenen Silbers, welche sieehedem lieferten, und von denen eine 8 Emr. wog. Zn Peru sind 40 durch ihreGold- und Silberbergwerke jetzt besonders berühmte Districre; das Gold findetsich besonders in der Provinz Huailas und Pataz, und das Silber m den DistrictenVvn Huantajaya, Pasco und Chota. Die Gruben von Pasco, welche vor 25 Zäh-ren jährl. mehr als für 2 Mill. Piaster producirren, wurden (wie die meisten inSüdamerika sehr schleckt betrieben, bis 1816 Bergleute aus Cornwall dahin ka-men, welche die vielen Grundwasser durch Dampfmaschinen mit hoher Pressunggewältigten. Die Gruben der Provinz Chota liefern jetzt jährl. 07,000 MarkSilber. Das Quecksilberbergwerk von Huancavesiea in Peru ist das einzige die-ser Art in der neuen Welt. Zu der Provinz Huantajaya kennt man endlich auchSteinsalzbergtverke. Nördlich von der Provinz Chota ist der metallische Reich-