Bergwerke 807
thum der CordilleraS nicht so bedeutend. In Neugranada gibt es einige Silbergru-ben, in Caracas zuAroa eine Kupfergrube, die jährl. 7—800 metr. Cntr. (ö200Pf.)Metall liefert, und in Santa-Fe Steinsalz- und Steinkohlenniederlagen. —Dbwol Mexico sehr vielartige Lagerstätten hat, so wird bis jetzt doch nur vorzüglichdas Silber gewonnen. Die Bergwerke liegen fast alle auf dem Rücken oder andenAbhängen derCordillcras und bestehen aus 3000 Grube», welche auf4—5000Lagerstätten bauen und in 8 große Reviere (Reales) getheilt werden können, welchevon Süden nach Norden zu folgende sind: ->) das Revier von L) xaca, an dersüdlichen Grenze von Mexico , welches außer den Silberbergwerken das einzigeGoldbergwerk dieses Staates enthält; l>) das Revier von Tasco, 12 — 16Mei-len südwestlich von Mexico ; r) das Revier von Discania, ungefähr 12 Meilennordöstlich von Mexico , enthält die sehr reichen Gruben von Pachuca, Real delMonte, Moran; <!) das Revier von Zimapan enthält außer vielen Silber-,auch Blei-, und Arseniklagerstätten; e) das Revier von Guanaxato, welches diereichsten Mexicos, und u. a. die Bergwerke von Guanaxato, Catorce, Zacatecas ,Sombrerete umfaßt; erstere bauen auf dem berühmten Gange derDeta Madre;er ist 20 — 24 Lachrer (> 6) Fuß) mächtig und auf einer Länge von 6400 Lach-tern von 19 Gruben bebaut, die jährl. für ungefähr 7—8 Mist. Thlr. Silber lie-fern; die Grube Dalenciana allein für 2 Mist. Thlr; die Gruben dieses Reviersgeben die Hälfte der ganzen Silbererzeugung Mexicos. In der Nähe dieses Re-viers bauet man auch aufKupfer mit einer jährl. Produktion von 2000 metrischenCtrn.; ebenso aufZinn und auf Quecksilber. > ) Das Revier von Neugalicien,in welchem die reichen Gruben vonBalanos liegen; ct) das Revier vonDurangound Sonora; !>) das Revier von Chihuahua . Noch gibt es außerhalb dieserReviere in Mexico einigeBergwerke. — Der Betrieb aller Bergwerke Südameri-kas war bis jetzt sehr schlecht und durchaus ohne alle Regeln der Kunst; neuerlichsind in England und auch am Rhein Actiengesellschaften zu einem bessern Betriebederselben entstanden. 1826 aber hatte der Erfolg den Erwartungen jener Capital»sten noch nicht entsprochen. Man hatte vielen unwissenden Subjecten die Leitungdes Berg- und Hüttenwesens anvertraut. — Nach den Angaben des Hrn. A. v.Humboldt betrug die Silberproducrion des ehem. span. Südamerikas zu Anfangdieses Jahrh. 3,259,153 Mark mit einem Gelkwerthe von ungefähr 451 Mist.Thlr,,. Preuß.; davon lieferte Mexico 2,196,140 Mark, Peru 573,958 M.,Buenos-Avres 463,098 M. und Chile 25,957 M. — Die vorzüglichsten Goldge-winnungen im ebem. span. Südamerika sind Seifenwerke oder Wäschereien, vondenen die vorzüglichsten am westlichen Abhänge der CordilleraS, in Neugranada,von der Provinz BarbacoS bis zum Isthmus von Panama, in Chile und an denUfern des Meeres von Californien, oder am östlichen Abhänge in dem obern Thale des Amazonenfiusses sich befinden; die Wäschereien von Neugranada liefern zu-gleich das Platin, Die ganze Goldproduction der Bergwerke und Wäschereien imehemaligen span. Südamerika betrug 42,575 Mark, mit einem Geldwerthe vonungefähr 9 Mist. Thlrn. — 2) Die Bergwerke Ungarns mit Inbegriff der inSiebenbürgen und im temeswarer Bannat bilden 4 großeDistricte: .->) der nord-westliche, welcher die Bergreviere von Schemnitz, Kremnitz, Königsberg , Neu-sohl, Schmblnitz, Bethler, Rosenau u. s. w., die vorzüglich Gold, Silber, Ku-pfer, Blei :c. produciren; l>) der nordöstliche, welcher die Bergwerke Nagpbarwa,Kapnik, Felsobanpa, Wiszbanva, Hlaposbanya und Ohlapos umfaßt, die alleGold, sowie das Revier von Marmarosch, welches besonders viel Eilen liefert;>-) dw östliche District, in welchem die Bergwerke von Naqvag, Korosbanpa, Vo-röspctak, Boitza, Csertefch, Fatzbav, Almas, Porkura, Botschum und -Ltonischabemerkenswertb sind. die vorzüglich Gold und Kupfer liefern; bciBavda-Hu-»iad und Gyalar sind wichtige Eisenwerke; >1) der südwestliche District, oder die