Band 
Erster Band. A bis Bl.
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rung. Nachdem 1405 der größte Theil der Stadt abgebrannt und darauf regelnd-, <ßig wieder aufgebaut warten war, begannen die langen Kriege mit Ostreich, Mai-land, Burgund und Saueren, aus denen allen die Eidgenossen alsLieger hervor-gingen und in welchen B. das Aargau eroberte. 15-8 nahmen die Berner dieKirchcnverbesserung an. In dem darauf folgenden Kriege mit dem Herzog von Sa-voven eroberte B. dasWaadtland. Die eroberten Länder wurden durch Landvögteverwaltet, die auf den Festen wohnten. Von nun an bis zum 6. Mär; 1588 wa-ren der Wohlstand und Reichthum B.'S in stetem Wachsrhume, und auf die öffent-liche Verwaltung wurden große Summen verwendet, welche dies aufs deutlichstezu erkennen gaben. Der Flächeninhalt des Eamons betrug damals 238 OM.,mit 380,000 Einw. An jenem Tage zogen 30,000 Franzosen gegen B. Zwarführte wieder ein Erlach 18,000 Berner und 8000 andre Eidgenossen ins Feld;aber die Tage von Morgarren, von Laupen , von Murren begeisterten sie nicht 'zum Siege; die Eidgenossen ermordeten auf dem Rückwege ikrcn eigene» Anführer.B. öffnete zum ersten Mal dem Feinde seine Thore und verlor ungefähr die Halste !seines BeisitzstandeS, indem der nördliche Theil zu dem jetzigen Eanton Aargau ge- ischlagen und aus dem südwesil. (>>av-i 0,- V-,u>l) der jetzige Eanton Waatt gebildetwurde. Durch die Beschlütfe des wiener Congresses wurde jedoch der größere Theil ^desBiSrhums Bastl dem Eantone Bern zugetheilt. Nach der neuer» Verfassung ldes Eamons wird die souveraine und oberste Gewalt ausgeübt durch Schultheiß , 'Kleine und Große Räthe der Etadt und Republik Bern, bestehend aus 200 vonder Stadt B. und 99 von Städten und Landschaft gewählten Mitgliedern. Die200 terStadr B. werden aus dem Mittel der regimemssahigen Bürger, die das29. I. zurückgelegt haben, durch ein aus den Mitgliedern des kleinen Raths und ieinem Ausschusse des großeli Ratbs bestehendes Sahlcollegium gewäblt. Die 99 lMitglieder auSLtädte» und Landschaften werden theils von den Städten durch -!ihre Ortsbehörden, theils von jedem der 22 Amtsbezirke durch ein aus stinem Reit- ^tcl zusammengesetztes Wahlcollegium, theils unmittelbar von dem großen Rathe iselbst gewaklk. Zwei Schultheiß»' haben abwechselnd, jeder ein Jahr lang, den Vor- ^sitz im großen und kleinen Rathe. Der große Rath hat die gesetzgebende, der kleine "Rath-die vollziehendeGewalt. Dieser besteht aus den beiden Schultheißen , 23 Mit-gliedern u. 2 Heimlicher», u. wird von dem großen Rathe aus seiner Mitte gewählt.

Der nördliche Theil des Eantons ist hügelig mit schönen Ebenen und Thälernund hat einen fruchtbaren, sorgfältig angebauten Boden, der zum Getreide-,Wein - und Obstbau benutzt wird. Hier ist das Emmenthal, eines der schönsten,fruchtbarsten und reichsten Thäler der Schweiz , wo die Rindviehzucht vortrefflich istund die bekannten emmemhaler Käse verfertigt werden. Lchöne Gebäude, guteKleidung und Fröhlichkeit zeugen von dem Wohlstände der Bewohner dieses Tha-les. Der südliche Theil des Eantons hingegen, das Oberland (wozu die Haupllhä-ler Hasli, Grindelwald, Lauterbrunnen, Kander, Frutigen , Adelbodcn, Sum-men und Saanen mit zahlreichen Seitenthälern gehören), nimmt am Fuße derhohen Bergreihe gegen Wallis seinen Anfang und zieht sich bis auf ihre oberste Höhe.Die tiefsten Thaler bringen gutes Obst hervor, sind fruchtbar und angenehm; hö-her hinauf sind vortreffliche Alpenweiden, dann folgen kahle Felsen, ausgedehnteGletscher, der Quell prächtiger Wasserfalle und die höchsten Gebirge der Schweiz ,als das Finstcraarhorn, die schreck - und Wctterhörner, der Eiger , die Jungfrau.Die Einw. des Oberlandes nähren sich vorzüglich von der Viehzucht.— Der Haupt-zweig des Gewerbfleißes besteht in Leinwand - und Tuchmanusacruren, vorzüglichim Emmenthal. Die StaatSeinnahme beträgt 1,800,000 schweizer Fr. (38- —eine Mark fe nen Silbers). Der Eanton stellt zum Bundesheere 5824 M. undzahlt als Beitrag 104,08ssschw. Fr. — Bern (1062 H., mit 15,820 Einw.),eine der wohlgebautesten bleckte in dcrSchweiz, liegt auf einer Anhöhe und Halb-