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Erster Band. A bis Bl.
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Bildhauerkunst bei den Griechen

symbolisch alle Künstler Dädaliden. Hier trennt sich die altgriech. Kunst in denStyl 3 verschiedener Völkerschaften, den alt: attischen, den äginetischen und denhetrurischen. Die Künste erblühten in den Tempeln nicht bloß durch Bildsäule»,sondern weit mehr noch durch Anathemata, Weihgeschenke, figurenreiche Throne,Kästen, Schilde, Dreifüße und Vasen. Berühmt sind hiervon 1) der KastendesCypseluS inOlvmpia, aus Cedernhol; in Gold und Elfenbein eingelegt, und2) der Thron des Apollo zuAmyklä, als kolossale Einfaffung eines noch älternKolosses des Apollo, vom Magnesier BathykleS, etwa im Zeitalter desSolon ge-,arbeitet. Er umfaßte, in 28 Feldern auswendig und 14 Feldern inwendig, denganzen damaligen Kunsikreis der Götter: und Heldenfabel. Auf diesen 2 Wer-ken findet man charakteristischen Ausdruck selbst bei der größten Dürftigkeit undUnrichtigkeit der Zeichnung und des Verhältnisses; die Überschrift muß überallnoch zu Hülfe kommen, die Gegenstände sind widrig; es ist an Bilderschrift gren-zende Allegorie. Zwei Tempel sind in diesem Zeitraume merkwürdig als Werke dererstenDädalidenDipönus, Rhökus und SkylliS: 1) DasHeräum, oder der uralteTempel der Here, der Juno zu Samos . Das älteste Bild der Juno darin hattederÄginete SmiliS gemacht, es war verschleiert und mitStützen versehen. 2) DasArtemision zu EphesuS ; das älteste Bild darin hieß vom Himmel gefallen und warvon den Amazonen geweiht; dann kam das schwarze Dianenbild in Mumiengestalt den vielen Brüsten, als Naturgöttin, dahin. In jener Zeit sehte man auchBilder aus getriebenem Erzblech zusammen, später fing man in Samos an siein Bronze zu gieße», aber stückweise; man heftete sie mit Nageln zusammen, diewie Schwalbenschwänze geformt waren. Es haben sich noch mehre Werke auüdiesem ältesten Zeitraume erhalten. Alles ist in ihnen übertrieben, die Bewegun-gen sind eckig, die Falten ängstlich überhäuft, die Gewänder zackig fliegend, dieUmrisse charakterlos und schwankend. Dieser älteste Styl zeugte von Lrtärke undKraft, ohne Ausdruck und Schönheit. Unter den Pisistratiden blühte die Kunstimmer mehr. Doch erst in den 20 glücklichen Jahren unter Perikles's Herr-schaft erwachte der höhere Kunstsinn. In diesem kurzen Zeitraume erhielt Athen köstlichere Kunstwerke, als die Weltbeherrscherin Rom sich in 7 Jahrh, verschaffenkonnte. Die Wirkung der großen Dichter dieser Zeit auf die Kunst war gewißsehr bedeutend. Es war das Zeitalter der Musterformen und des Idealstyls.Phidias schuf 2 Hauptideale, die Minerva und den Jupiter , die erstere fürdas Parthenon in Arhen; der letztere war der berühmte olympische Jupiter zuElis. Beide waren in Elfenbein und Gold gearbeitet; der Gott war reizend ge-bildet und dennoch 40 Fuß hock. Sein Thron war herrlich verziert, der Aus-druck Jupiter's selbst war eine Vereinigung von Macht, Klugheit unk Milde, erthronte hier als oberster Kampfrichter bei dem Panhellenenfeste. Seine Größewird uns am anschaulichsten durch die Worte eines Epigrammatisten, welcher sagt:Die Bildsäule würde das Dach des Tempels wie eine dünne Schale abgestoßenhaben, wenn sie je von ihrem goldenen Stuhle aufgestanden wäre". Durch Phidias war nun der Kreis der Idealgestalten eröffnet, der sich für die männlichen Gebildespäter in Götter, Halbgötter und Helden theilte; für die weiblichen konnten vieler-lei Gestaltungen sich zum Ideale erheben: 1) die Jungfrau; diese sondern sichwieder nach den 2 Hauptstämmen ab, in: a) die dorssch-kretensische hochgeschürzte,2 Mal gegürtete Jungfrau zur Diana, zu Amazonen, Nymphen und Bacchan-tinnen; b) die attisch-ionische Jungfrau zu den Musen, Kanevhoren und Prie-sterinnen; 2) die Matrone, zum höchsten Ideal in der argivischen Juno, fernerzum Ideal der Ceres, Cybeke und später der Nemesis, Fortuna, Pudicitia , Pie-tas, bis auf die römischen Kaiserinnen und Destalinnen, sowie die schönen Hercu-lanerinnen in der dresdner Antikensammlung; 3) die Hetaire wurde zum Idealder Venus Anadyomene erhoben; 4) die Männin (virseo) zur Pallas Athene ,