Blinde
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ken bedeckt, über welche Hürden oder Faschinen kommen, die endlich eine hinrei-chend starke Lage von Erde zur Decke erhalten.
Bleu heim, Blindheit», Dorf im bairischen Dberdonaukreise,Landgericht Höchstädt, a» der Donau . (Über die im spanischen Successionskriegehier vorgefallene Schlacht, 13. Aug. 1104, s. Hbchstädt.) Die Königin Annaschenkte dem Herzog von Marlborough in Qpfordshire ein Schloß mit einem schö-nen Park, das nach jenem Siege Blenheim heißt.
Blick. 1) Die Richtung des Auges auf einen Gegenstand, daher figürlichdie Betrachtung. 2) Ein schnell vorübergehender Schimmer. Ein Blick durchdie Wolken. Das Silber auf dem Treibherde thut einen Blick, wenn es, indemdas Blei von demselben oder in den Test (ein flaches, irdenes Gefäß, worin mandas Silber fein brennt) geht, einen schnellen vielfarbigen Schein von sich gibt, derSilberblick. 3) Ein Körper, der einen solchen Blick von sich gibt. So heißtbei den Huttenleuke» diejenige Masse Silber, welche auf ein Mal blickt, oder soviel auf einmal abgetrieben wird, ein Blick. 4) Verstehen die Maler und Ku-pferstecher unter Blicken diejenigen Theile desKörpers, welche vorzüglich hell er-leuchtet sind. — Blickseuer sind auf der See ein Signal, eine Losung, indemman Pulver auf dem Verdecke abbrennt.
Blinde, des Gesichts d. i. Sehvermögens Beraubte. Der Verlust desedelsten Sinnes, mittelst dessen der Mensch die ihn umgebende räumliche Welt, diein Licht und Farbe erscheint, sich vorstellt, ist ein ebenso trauriges als häufiges Er-eignis. Die Blindheit ist verschieden: 1) dem Grade nach, indem manche Blindenoch einigen Schein vom Lichte haben, die hellsten Farben und die Umrisse derKör-per unterscheiden können, Andre auch das geringste Sehvermögen verloren haben;2) den Ursache» nach. Manche Menschen sind von Geburt an blind, andre sindes es erst von örtlichen Krankheiten der Augen geworden, z. B. von Entzündung,Vereiterung, Krebs des Augapfels, Flecken, Fellen, Gewächsen auf der Hornhaut,wodurch diese ihre Durchsichtigkeit verliert, Verwachsung der Pupille, Trübung derklaren Flüssigkeit in den Augenkammern, Lähmung der Augennerven ic., oder vonallgemeinen Krankheiten desKörpers, heftigen Fiebern, Nervcnsiebern, Nollblütig-keit und Andrang des Blures nach dem Kopfe, Roihlaufun Gesicht, Blattern,Scharlachfiebcr u. A. m., oder von zu starker Anstrengung der Sehkraft und da-durch bewirkte Schwäche derAugennerven, daher manche Handwerker und Künst-ler, z. B. Schmiede, Glas - und Hüttenarbeiter, Uhrmacher u. A. m., leicht um das-Gcfichr kommen, und in den lange mit Schnee bedeckten, vom -Lonnenschein blen-denden nördlichen Gegenden, sowie in den Lantwuften Afrikas , häufige Blindheitstattfindet. Das hohe Alter führt zuweilen Blindheit herbei vom Eintrocknen derfeinen Flüssigkeiten im Auge, von der Trübung der Hornhaut, der Krysialllinseu. s. w. Bei den Blindgeborenen finden gleichfalls mehre Ursachen statt. Zuweilensind die Augenlider an den Rändern zusammengewachsen, oder sie sind mit demAugapfel selbst verwachsen, oder es ist eine besondere Haut über die Augen gezogen;zuweilen ist der Augenstern verschlossen, oder er ist zugleich an die Hornhaut ge-wachsen, oder die Pupillenöffnung ist nicht a» der rechten Stelle, sodaß die Licht-strahlen nicht in die Mitte des Auges fallen, andrer, zum Theil unerkennbarer,Fehler nicht zu gedenken. Die Blindgeborenen haben gar keine Begriffe vom Se-hen; alle von diesem Sinne abhängende Vorstellungen sind ihnen unbekannt. Siekönnen sich daher nicht so unglücklich fühlen als Diejenigen, welche erst in späternZähren ihr Gesicht verloren haben. Die Erfahrung hat bei manchen Blindgebore-nen oder Solchen, welche in der Kindheit schon da? Gesicht verloren haben, gelehrt,daß sie sich von allen Gegenständen ganz andre Begriffe machen. Einem jungenMenschen, welchen Cheselden am grauen Staar operirte, kam es in dem Augen-blicke, da er sehen konnte, vor, als wen» ihm alle Gegenstände ganz nahe vor die